Unternehmens­portrait

WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

Energie

Kommunal Wassertechnik

Größenklasse C

1 Teilnahme

Neue Wege gehen

Regionale Lebensmittel sind für viele Verbraucher mittlerweile selbstverständlich. Wie wäre es, wenn das auch für regionalen Strom gelten würde? Die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH hat ein bislang europaweit einmaliges Projekt entwickelt und erfolgreich in die Praxis umgesetzt: Der von ihr konzipierte und realisierte „Tal.Markt“ ist der erste auf Blockchain-Technologie basierende Stromliefervertrag in Europa. Hier kauft der Kunde Strom aus Wind, Wasser, Biomasse und Sonne direkt vom Anbieter.

Die Wuppertaler Stadtwerke haben „Tal.Markt“ ausschließlich mit eigenen Kapazitäten entworfen und verwirklicht und sich damit zu einem Plattformbetreiber weiterentwickelt. „Wir haben versucht, die Idee des bäuerlichen Hofladens auf den Strommarkt unserer Stadt zu übertragen. Mithilfe der Blockchain-Technologie hat das geklappt“, erläutert der Marketingleiter Andreas Brinkmann. Mittlerweile nutzt schon eine vierstellige Kundenzahl das Angebot, und andere Stadtwerke sind an einer Übernahme der Technologie interessiert oder haben bereits begonnen, sie einzusetzen. Auch international ist das Interesse gewaltig: Delegationen aus Japan, Thailand, Ägypten und Jordanien sind nach Wuppertal gereist und haben sich das System vorstellen lassen.

Klimaneutrale Wasserstoffbusse

Die WSW sind über die Energieversorgung hinaus auch für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Umweltfreundliche Elektrobusse sind für das Bergische Land derzeit nicht geeignet, weil die aktuelle Generation der Busse die Umläufe – also alle Fahrten des Fahrplans, die nacheinander abgewickelt werden müssen – nicht schaffen würde. Aus diesem Grund setzt man in Wuppertal darauf, die Dieselbusse nach und nach durch klimaneutrale Wasserstoffbusse zu ersetzen. Zehn davon sind bereits ausgeliefert und zum Teil schon im Einsatz, zehn weitere sollen folgen.

Modellbeispiel für Kreislaufwirtschaft

Mit einer Tankfüllung von 38,5 Kilogramm Wasserstoff schaffen die Busse rund 350 Kilometer; das reicht für den täglichen Umlauf. Der eigentliche Clou jedoch ist die Beschaffung des Wasserstoffs: Statt ihn teuer am Markt zu kaufen, setzen die Stadtwerke auf Eigenproduktion. In Wuppertal gewinnt man den Wasserstoff in einem Elektrolyseur, der an das Müllheizkraftwerk in Wuppertal-Cronenberg angebaut wurde. Der Hausmüll wird dadurch gleich dreifach genutzt – er liefert Strom, er liefert Wärme und er produziert Wasserstoff. Ein Modellbeispiel für Kreislaufwirtschaft, das europaweit für Aufsehen sorgt. Die Wuppertaler Stadtwerke beweisen damit erneut, dass vieles möglich ist, wenn man querdenkt, über den Tellerrand schaut und neue Wege geht.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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