Unternehmens­portrait

Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg

Pflege/Senioren

Gesundheitswesen

Größenklasse C

3 Teilnahmen

Eine Frage der Haltung

In keinem Wirtschaftszweig waren die Bedingungen für Innovation in den vergangenen zwei Jahren so angespannt wie in der Altenhilfe. Das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg steht als Träger zwischen dem Gesetzgeber und den „Kunden“. Seine Innovationsprozesse muss es nach streng regulierten und ständig wechselnden Vorgaben ausrichten. Dabei die betroffenen Menschen mitzunehmen verlangt einen atemberaubenden Spagat. Was in Sachen Innovation dennoch geleistet wird, kann aber auch Arbeitskräfte anlocken.

„Es fühlte sich an, als hinge das Schicksal der Nation von unserer Branche ab“, berichtet die Vorstandsvorsitzende Ingrid Hastedt. In der Coronapandemie veränderte der Gesetzgeber permanent die Rahmenbedingungen in einem unglaublichen Tempo. Was mit derart heißer Nadel gestrickt wurde, war für die Verantwortlichen in den Pflegeheimen kaum umzusetzen. Wie konnte die Stiftung ihrem Auftrag, Innovationen im Sozialbereich voranzubringen, unter diesen Voraussetzungen gerecht werden? Schließlich braucht man gerade hier oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte, um Knackpunkte des Leistungsrechts zu verändern.

Kreativität gefragt

„Es haben sich auch Chancen aufgetan“, lautet Ingrid Hastedts Antwort, und sie erläutert dies an zwei Beispielen: Als 2020 die Pflegeheime geschlossen wurden, gab es einen Aufschrei wegen der psychischen Belastung. Hastedt und ihr Team überlegten, wie sie den isolierten Menschen mentale Anregungen verschaffen könnten. Die Lösung: E-Rikschas, die Bewegung im Freien ohne Infektionsgefahr ermöglichten. Eine andere Chance bot sich, als in Stuttgart in der ersten Pandemiewelle eine Auffangeinrichtung für mit Corona infizierte Ältere gesucht wurde. Das Wohlfahrtswerk sah sich dieser Aufgabe gewachsen, doch dann änderten sich die kommunalen Überlegungen. Für den geplanten urbanen Standort wurde daraufhin ein völlig neues Konzept entwickelt und nun ein neuer Alltagsbegleiterdienst dort angesiedelt.

Flexibilität geboten

Innovation in Zeiten der Pandemie läuft beim Wohlfahrtswerk nach Bedarf: Passt eine Anfrage zur Strategie der Stiftung, und ist sie leistbar, „schneidern“ die Verantwortlichen daraus etwas Individuelles. Zu dem Zweck binden sie das eigene Bildungszentrum ein. Dort können sich Menschen qualifizieren – ein Angebot, das auch anderen in der Branche nutzt. Ihr Know-how teilen die Führungskräfte auf der jährlichen Fachtagung. Ingrid Hastedt ist davon überzeugt: „Innovation ist eine Frage der Haltung, nicht etwas, das man zu bestimmten Zeiten beschließt und dann einmal macht.“ Ein hoher Anspruch, der das Wohlfahrtswerk auch als Arbeitgeber attraktiv für gute Leute macht.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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