Unternehmens­portrait
Interview Jens Kühn

WIPOTEC GmbH

Anlagen-/Maschinenbau

Mess-/Prüftechnik

Größenklasse C

1 Teilnahme

Geht nicht gibt‘s nicht – so entwickeln wir Produkte!“

Jens Kühn, Technischer Geschäftsführer

Wo Tüftler ihrer Berufung nachgehen

„Können wir das nicht selbst machen?“ Diese Frage steht als Erstes im Raum, wenn es bei der WIPOTEC GmbH darum geht, Lösungen zu finden. Angestachelt von ihrem Bedürfnis, Zusammenhänge zu durchschauen sowie Technologien zu verstehen und zu konzipieren, machen sich dann die Entwickler ans Werk. Was in dem außerordentlichen Innovationsklima bei diesem global operierenden Anbieter von Wäge- und Inspektionstechnologie entsteht, inspiriert auch das Marketing.

Innovationsanreize für Mitarbeiter? Die Frage danach scheint Theo Düppre zu irritieren. Warum dies so ist, wird schnell klar, wenn man einen tieferen Einblick in die Lebenswirklichkeit des Führungsteams bekommt. „Innovation ist unser Job“, erklärt der Gründer und Geschäftsführer. Es ist sogar noch mehr: Wer im Entwicklungsteam arbeitet, lebt Innovation durch und durch. Dort agieren Menschen, die zu Hause einen 3-D-Drucker bauen und mit ihrer Arbeit im Unternehmen nur das Umfeld für ihre Passion wechseln. Das Tüfteln ist ihre Berufung, ihr Credo lautet: „Geht nicht gibt’s nicht!“ Mehr als 650 Patente zeugen davon.

Freiraum für Entwickler

Nicht, dass es keine Anreize gibt – sie sind nur einfach selbstverständlich für technologische Vorreiter. Das gilt zum Beispiel fürs Budget: Während andere noch den letzten Cent sparen müssen, machen die Verantwortlichen bei WIPOTEC höchste Präzision und beste Lösungen zum Maßstab – und nicht etwa Gewinnmaximierung. Das gilt auch für die Fehlerkultur: Wo sonst Geschäftsführer damit Toleranz meinen, sind Fehler für die Ingenieure, Elektroniker und Programmierer dieses Mittelständlers enorm wichtige Entwicklungsschritte. So wichtig, dass es eine eigene Arbeitsgruppe mit dem Namen „Prototyp und Versuch“ gibt. Ihre Trial-and-Error-Ergebnisse geben die Richtung der weiteren Entwicklung vor.

Meetings – waren gestern!

Und wie sieht es in der Produktion oder im Marketing mit dem Innovationsklima aus? Klassisches Vorschlagswesen und lange Diskussionen sind anscheinend nichts für Menschen, die mit ihren kreativen Ideen vorpreschen. Ständiger Austausch, Feedback direkt in den Shopfloor-Treffen mit den Führungskräften und direkt anschließende Problemlösungen gehören hier zum Alltag auf allen Ebenen. Auch der Marketingleiter Oliver Holzwarth schätzt das: „Ich kann jederzeit neue Ideen einbringen, und das Selbermachen funktioniert auch im Marketing: Wegen Corona fiel eine für uns wichtige Leitmesse aus. Wir haben eine unserer Hallen genutzt und mit dem besonderen Flair eben online unsere eigene Messe gemacht.“

Wie WIPOTEC Kunden und Forschungsinstitute in die Entwicklung einbindet, erläutert Jens Kühn.

Herr Kühn, wie bedeutsam sind die Wünsche Ihrer Kunden als Motor für Innovation?

Natürlich haben wir unseren strategischen Entwicklungsplan. Wir wissen, wohin wir wollen, was dafür getan werden muss und was unsere Schwerpunkte sind. Wir sind aber zu jeder Minute offen für neue Herausforderungen. Wenn ein Kunde anruft und ein Problem gelöst haben möchte, dann vertrösten wir ihn nicht und sagen: „Das ist jetzt gerade schlecht, unsere Entwicklungspläne lassen das nicht zu. Kommen Sie nach drei Quartalen wieder.“ Wir sind stark getrieben von den Anforderungen, die der Markt mit sich bringt. Dadurch eröffnen sich immer wieder neue Horizonte. Und wenn etwas getan werden muss, dann machen wir das auch.

Gehen Innovationen, mit denen Sie Probleme Ihrer Kunden lösen, denn immer von den an Sie gestellten Anforderungen aus?

An vielen Stellen bringen wir die Kunden überhaupt erst auf die Idee. Dann stellen wir ihnen Möglichkeiten vor, die sie bis dahin gar nicht im Blick hatten. Das ist für beide Seiten sehr fruchtbar. Die Expertise des Kunden in seinem Fachgebiet kombinieren wir mit unserem Fachwissen in der Technologie, um so beste Ergebnisse zu erzielen. Wir achten genau darauf, was in seine „Landschaft“ passt und wie Verfahren und Handling in seinem Bereich ablaufen. Mit dem Wissensstand beider Unternehmen können wir dann etwas Größeres daraus machen. Der Kunde ist aktiv an diesem Prozess beteiligt, sodass eine optimale Lösung entstehen kann. Und die sollte dann so sein, dass sie auch für andere Kunden mit gleichen oder ähnlichen Problemen funktioniert. Wir sehen in einem Initialprojekt stets auch Universallösungen für alle Unternehmen in der Branche, quasi wie eine Art
Baukastensystem.

Wie intensiv kooperieren Sie mit externen Partnern?

Wir haben intensive Kontakte zu Universitäten und binden den Lehrstuhl in unsere Basisforschung ein. An der Hochschule hier in Kaiserslautern haben wir ganz speziell die Forschung an der Röntgeninspektion mit einem Sponsoring unterstützt. Für uns ist aber die Nachwuchsförderung in einem frühen Stadium noch wichtiger. Deshalb betreuen wir Bachelor- und Masterarbeiten. Studierende, die ein duales Ingenieursstudium absolvieren, finden so einen Karriereeinstieg bei uns.

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Anna Riedl-Strasser

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