Unternehmens­portrait

Wiethe Content GmbH

Internet/Multimedia/E-Commerce

Bildverarbeitung Kommunikation/Marketing/Medien Mode/Textilien

Größenklasse B

2 Teilnahmen

Mit Hightech an Herkulesaufgaben

Wirtschaftlicher Umbruch, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind heute die größten Herausforderungen für Unternehmenslenker. So sieht es Markus Wiethe, Inhaber und Geschäftsführer der Wiethe Content GmbH. „Keine Firma ist mehr allein aufgrund ihrer Größe gesichert, sie muss diesen Wandel hellwach mitmachen. Das gilt auch für uns“, sagt er. Für das Top-Management des Mittelständlers bedeutet dies, dass es sich selbst und das gesamte Team kontinuierlich auf vielen Gebieten befähigen muss.

Europas größter Dienstleister für Contenterstellung im Bereich Sportswear erschafft jährlich Medieninhalte für mehr als 240.000 Artikel. Dafür arbeiten 160 Kreative in 34 Fotoboxen, einem LED- und 6 Videostudios und an 6 Computer-generated-Imagery-Plätzen. Wie gelingt es, dass möglichst alle die Herausforderungen meistern? Markus Wiethe setzt auf eine flache Hierarchie, in der sich die Mitarbeiter direkt einbringen können. „Wir versuchen, unsere Leute mithilfe der Digitalisierung in die Lage zu versetzen, schneller Entscheidungen zu treffen. Die Digitalisierung soll dem Erhalt der Arbeitsplätze dienen, indem sie Kommunikationsabläufe vereinfacht.“

Fast and not furious

Ein Beispiel dafür, wie viel Zeit und Nerven das spart: Ein Fotograf ist sich unsicher, ob er das Shooting mit einem Model abbrechen soll, weil er den Eindruck hat, dass das Model für den Kunden ungeeignet ist. Früher hätte er trotzdem weitergearbeitet. Tage später hätte ein Gremium über diesen Fotos gebrütet – und das Team hätte womöglich von vorn beginnen müssen. Heute schickt der Fotograf einige Fotos noch während des Shootings, und der Verantwortliche reagiert sofort mit: Abbrechen oder Weitermachen. Das macht sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden zufriedener. Um diesen Prozess sinnvoll fortführen zu können, fördert das Top-Management die unerlässliche Weiterbildung und Beratung in Sachen KI und Digitalisierung.

Fix and fits

Die Beobachtung des Markts ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Bewältigung des Umbruchs. „In unserem Jour fix geht es nicht nur um den internen Workflow, wir analysieren auch, was ‚draußen‘ vorgeht“, erläutert Markus Wiethe. Wie entscheidend Digitalisierung und künstliche Intelligenz zum Innovationserfolg beitragen, zeigt auch das Projekt „Digital End to End“, das vor vier Jahren begann. Damit werden Endverbraucher befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen. So können Schuhkäufer beispielsweise mit einer App ihren Fuß scannen und schon vor dem Onlinekauf erfahren, ob ein Schuh auch wirklich genau passt. Das spart Retouren und dient damit auch der Nachhaltigkeit.

Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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