Unternehmens­portrait
Interview Volker Kugel

TRAPO AG

Anlagen-/Maschinenbau

Transport/Verkehr/Logistik

Größenklasse B

1 Teilnahme

Wir bieten Konzepte für Automatisierungen, bevor der Bedarf entsteht.“

Volker Kugel, Vorstand

Zukunftstechnologien für Produktion und Intralogistik

Wenn ein Moor in Flammen steht, hat die Feuerwehr keine Chance. So geschehen 1957 in Gescher-Hochmoor. Als Folge kam der Torfabbau und damit eine ganze Industrie zum Erliegen. Bald darauf stand das Gelände des Torf-Verschiebebahnhofs zum Verkauf. Der Außendienstler Karl Stumpf kaufte es – es war die Geburtsstunde der TRAPO AG. Wenig später überzeugte er mit einer Innovation, die bis heute in der modernen Fördertechnik Anwendung findet: der Allseitenrolle. Diesen Innovationsgeist zeigt auch das Top-Management des heutigen Unternehmens.

Stumpfs Allseitenrolle revolutionierte die Fördertechnik, weil mit ihrer Erfindung erstmals schwere Stückgüter in jede Richtung bewegt werden konnten. Noch heute wird sie vielerorts eingesetzt, zum Beispiel bei den Gepäcktransportbändern an Flughäfen. Stumpfs Entscheidung ist es zu verdanken, dass die TRAPO ihren Stammsitz bis heute in Hochmoor hat, einem Stadtteil von Gescher. Seit 2015 leitet der Vorstand Volker Kugel nun die Firma, die sich auf anspruchsvolle Maschinen, Gesamtlinien und Systeme für die industrielle Automatisierung spezialisiert hat. Wie Karl Stumpf war auch Volker Kugel vorher im Vertrieb und als Geschäftsführer namhafter Unternehmen tätig – und wie Stumpf erklärte auch Kugel das Thema Innovation zur Chefsache. Parallel forciert er die Internationalisierung von TRAPO.

Strategie mit Leitzielen

Wo es in Sachen Innovation hingehen soll und welche Themen im Fokus stehen, ist in der Firmenstrategie festgehalten. Die steht unter dem Leitmotiv „Future Technologies“ und wurde vom Vorstand und dem Führungskreis gemeinsam ausgearbeitet. Darin sind Leitziele beschrieben, etwa die Fortschreibung der Internationalisierung und die Entwicklung neuer Produkte sowie die digitale Transformation. Diese Strategie liegt auch den Forschungs- und Entwicklungskooperationen des Unternehmens zugrunde, etwa mit Roboterherstellern und Hochschulen.

Einzigartige Lösungen fürs Be- und Entladen

Der Vorstand forcierte und förderte auch die wichtigsten Neuerungen der jüngsten Unternehmensgeschichte, zum Beispiel ein kompaktes und autonom agierendes, vollautomatisches Be- und Entladesystem, das „TLS 3600“. Zudem adaptierten Ingenieure von TRAPO die gemeinsam mit der RWTH Aachen entwickelte Hochleistungsparallelkinematik für Pick-and-Place-Anwendungen. Dieses System wird in zwei Varianten gebaut: mit großem Hub oder mit großem Radius. Für diese bislang einmalige Pick-and-Place-Lösung liefert TRAPO nicht allein die Hard-, sondern auch die Software. Eine Anwendung, die zeigt: Ist das Top-Management innovationsorientiert, entwickelt ein Unternehmen Spitzentechnologien.

TRAPO AG

Innovation und Digitalisierung gehen bei der TRAPO AG Hand in Hand, wie Volker Kugel berichtet.

In der jüngsten Vergangenheit hat die TRAPO AG innovative Automatisierungskonzepte für Produktion und Intralogistik auf den Markt gebracht. Welche Aufgaben lösen Sie damit?

Mit steigendem Warenfluss und dem rapide zunehmenden Werksverkehr wächst die Anforderung, Lkw oder Container effizient und sicher zu be- und zu entladen. Die Automatisierung dieser Prozesse mittels des TRAPO-Ladungssystems „TLS 3600“ bietet eine hohe Effizienz und Sicherheit. Damit lassen sich bis zu 3 Paletten parallel verladen, sodass in etwa 15 Minuten ein Lkw mit 33 Paletten abfahrbereit ist. Ein anderes Beispiel: Oftmals ist für komplexe Lagenbilder ein hoher Änderungsaufwand kundenseitig erforderlich. Mit dem Lagenpalettierer „HLP 6000“ lassen sich bei großer Produktvielfalt perfekte, saubere Lagen und Stapel bilden – die Basis für einen sicheren Warentransport. Ein drittes Beispiel ist unser Lagendepalettierer „HLDP“ mit einer Leistung von 90.000 Leerdosen in der Stunde. Er bedient alle gängigen Palettenformate. Die Bedienung und die Wartung erfolgen ebenerdig, sodass keine Arbeitsbühne erforderlich ist. Das bietet ein absolutes Sicherheitsplus
in dieser Leistungsklasse.

In Ihrer Unternehmensstrategie wird die wachsende Bedeutung der Digitalisierung betont. Wie ist Ihre Firma in dieser Hinsicht aufgestellt?

Wir haben in den vergangenen Jahren das „TRAPO Intelligent Managementsystem TIM“ und das „TRAPO Digital Hub“ entwickelt. Sie ermöglichen eine umfassende digitale Abwicklung. Das „Digital Hub“ bietet Sicherheit durch aufeinander aufbauende virtuelle Workflows. So agiert das TRAPO-Spezialistenteam beispielsweise am Simulationsmodell des digitalen Zwillings. Auf diese Weise können Versuche mit realen Prototypen ersetzt werden. Weitere Vorteile des digitalen Supports sind Einsparpotenziale durch entfallende Reisetätigkeiten sowie große Kosten- und Zeitersparnisse und eine geringe Ansteckungsgefahr in Pandemiezeiten.

Ihre Innovationsprozesse sind exzellent organisiert, wie schaffen Sie das?

Als Anlagenbauer müssen wir schnell sein und Innovationen auf den Markt bringen. Dabei orientieren wir uns an den Aufgabenstellungen unserer Kunden. Im TRAPO-Forschungs-und-Entwicklungszentrum arbeiten unsere Ingenieure in Zusammenarbeit mit Projektpartnern an Produktneu- und Weiterentwicklungen.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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