Unternehmens­portrait

Topac GmbH

Druck/Papier/Verpackung

Nahrungsmittelindustrie/-handel

Größenklasse B

1 Teilnahme

Schichtweise zur Plastikwende

Seit Jahrzehnten wachsen die Müllteppiche in den Weltmeeren. Plastikrückstände haben sich auch sonst zu einem gravierenden globalen Problem entwickelt. Die Topac GmbH, ein Spezialist für Printprodukte und Kartonverpackungen, fokussiert sich deshalb auf die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen für die Lebensmittelindustrie. Mit Erfolg: Dank einer Kartonverpackung, die mit einer besonders dünnen, wiederverwertbaren Folie beschichtet ist, kann der Einsatz von Kunststoffen um bis zu 70 % reduziert werden.

Das Kerngeschäft von Topac lag zunächst auf der Verpackung von Schallplatten und anderen Tonträgern, doch die Umsätze sind seit Jahren rückläufig. Deshalb setzt die Firma auf Diversifikation und entwickelte für Kosmetika und SIM-Karten nachhaltige Verpackungen. „Diese Innovationskompetenz wollen wir nun auf die Lebensmittelbranche übertragen“, erklärt der Geschäftsführer Sven Deutschmann. Alle wollen Plastik vermeiden, aber im Supermarkt ist vor allem Fleisch häufig in schwarzen Plastikschalen verpackt. „Die lassen sich angesichts des hohen Farbpigmentanteils gar nicht recyceln, sondern nur verbrennen“, erläutert Deutschmann.

Neues Geschäftsfeld reduziert Kunststoff

Zusammen mit dem italienischen Spezialmaschinenhersteller Mondini hat man jetzt eine innovative Alternative entwickelt: Kartonverpackungen, die mit einer besonders dünnen, wiederverwertbaren Kunststofffolie überzogen sind. Diese Beschichtung lässt sich leicht abziehen und kann in den Gelben Sack, der Karton kommt ins Altpapier. „Damit kann der Einsatz von Kunststoffen um bis zu 70 % reduziert werden“, sagt der Geschäftsführer Jörg Dickenhorst. Eine Discounterkette spare so 125 Tonnen Kunststoff pro Jahr. Um in diesem neuen Geschäftsfeld starten zu können, musste sich Topac um 180 Grad drehen. Es wurden neue Maschinen aufgebaut und Hygieneschleusen eingerichtet – alles, um der Zertifizierung für die Lebensmittelbranche gerecht zu werden.

Ein Fels als Leuchturmprojekt

Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass in einigen Jahren der Unmsatzanteil des neuen Segments bei 50 % liegen wird. Dennoch entwickelt das Unternehmen auch weiterhin innovative Spezialprodukte für Tonträger – vor allem seit dem Comeback der Vinylplatte. Als Leuchtturmprojekt gilt im Haus das 15. Studioalbum „Rock or Bust“ von AC/DC. Dafür wurde eine spezielle Beschichtung für das Außencover entwickelt. Das Cover mit dreidimensionalen Effekten zeigt ein in einen Felsen gehauenes AC/DC-Logo, das je nach Blickwinkel in einer mehrphasigen Animation explodiert. So bleibt also Topac auch zukünftig ein klingender Name.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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