Unternehmens­portrait
Interview Dr. Lis Hannemann-Strenger

STRENGER Gruppe

Immobilien/Facility-Management

Hausbau

Größenklasse B

1 Teilnahme

Innovation und Neugier haben bei uns einen hohen Stellenwert.“

Dr. Lis Hannemann-Strenger, Geschäftsführerin

Immobilien neu gedacht

Mit der Wohnungswirtschaft kennen sie sich bestens aus – die rund 80 Beschäftigten der STRENGER Gruppe sind Experten für Immobilien. Ihren größten Umsatz generiert die Firma mit der Bauträgerschaft: Von der Grundstückssuche und dem Ankauf über den Bau der Immobilie bis zum Verkauf der Wohnungen übernimmt sie alles. Die Geschäftsfelder sind unterteilt in das Premiumsegment und den standardisierten Wohnungsbau. Hinzu kommen verschiedene Dienstleistungen rund um Immobilien.

Beim Thema Digitalisierung sind diese Ludwigsburger in ihrer Branche ganz weit vorn. So können ihre rund 1.500 Kunden zum Beispiel Tag und Nacht über eine Onlineplattform Anregungen oder Beanstandungen einreichen. Die Prozessdokumentation, vom Kunden über den Subunternehmer bis zurück zum Kunden, erfolgt komplett digital. Bei circa 100 Lieferanten, mit denen das Immobilienunternehmen zusammenarbeitet, ist dieses System eine komplexe Angelegenheit. Auch Kaufverträge, Nebenkostenabrechnungen und andere Unterlagen für den Kunden werden digital bereitgestellt.

Innovative Projekte

Für das Generieren von Ideen haben die Immobilienspezialisten ein Innovationsmanagement eingeführt: Die Angestellten können online ihre Vorschläge einbringen. Interessierte Mitarbeiter können sie dann gemeinsam mit der Geschäftsleitung diskutieren und eventuell weiterentwickeln. Auf diese Weise sind schon zahlreiche Innovationen entstanden, die unmittelbar in den Bauprojekten zur Anwendung kommen. „Auf diese Innovationskultur legen wir besonders viel Wert. Und wir halten das Engagement unserer Mitarbeiter keinesfalls für selbstverständlich“, erläutert die Geschäftsführerin Dr. Lis Hannemann-Strenger nicht ohne Stolz.

Ideenwettbewerbe ausrufen

Die Ideenplattform wird gut genutzt: Die Mitarbeiter sind ständig im System, denn täglich erfahren sie hier relevante Neuigkeiten für ihre Arbeit. Darüber hinaus veranstaltet STRENGER regelmäßig Wettbewerbe, bei denen die Mitarbeiter ihre Ideen zu bestimmten Themen einreichen sollen. Derjenige, der die meisten oder die besten Vorschläge beisteuert, wird honoriert. 2019 lud die Geschäftsführung ab einer bestimmten Gesamtpunktzahl alle Mitarbeiter zu einem Sommerfest ein. Für Dr. Hannemann-Strenger stand außer Frage, dass ihr Team diese Punktzahl erreichen wird. „Unsere Mitarbeiter haben sich unser Unternehmen gezielt ausgesucht, weil sie hier an innovativen Themen und Ideen mitwirken können“, sagt sie.

STRENGER Gruppe

Wie ein eigenes Start-up der STRENGER Gruppe zu mehr Innovationen verhilft, berichtet Dr. Lis Hannemann-Strenger.

Sie haben ein internes Start-up gegründet. Was ist das Ziel dieses innovativen Firmenbereichs?

Unser Start-up „IQ Intelligentes Wohnen“ ist unsere Keimzelle für Innovationen. Hier geht es um relativ kleine Projekte mit jeweils einem Innovationsschwerpunkt. In einem Projekt ist das zum Beispiel das Thema Digitalisierung, in einem anderem liegt der Schwerpunkt auf ökologischem Bauen und Wohnen. Die Mitarbeiter des Start-ups  haben in der Gestaltung keine Einschränkungen, sie können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Somit ist unser Start-up eine Art Versuchslabor für uns, aber auch eine Plattform für unsere Partnerunternehmen oder für die Industrie: In unseren Projekten können sie ihre Innovationen in Echtzeit testen.

Wie ist das Start-up ins Unternehmen eingebunden?

Es wird von unterschiedlichen Bereichen unterstützt: vom Marketing, von der  Bauleitung, aber auch vom Finanzbereich. Operativ müssen sich die Kollegen im Start-up also um nichts kümmern und können sich ganz auf das Entwickeln konzentrieren.  Manchmal bekommen sie von uns den Auftrag, neue Dinge auszuprobieren, zum Beispiel alles zum Thema Holzbau. Dann baut das Start-up für uns Prototypen.

Können Sie uns Beispiele für Produktinnovationen in Ihrem Haus nennen?

Bei vielen unserer Projekte geht es darum, eine Immobilie zu digitalisieren und sie mit  Steuerungselementen auszustatten. Bei anderen versuchen wir, ökologische Aspekte ökonomisch sinnvoll einzubinden. Manchmal ist die Lösung einfach. So wird auf Baustellen etwa Abrissmaterial soweit wie möglich für den Bau wiederverwendet. Oder wir nutzen einen künstlich angelegten See gleichzeitig als Rückhaltebecken für  Regenwasser. Oder wir bauen Fotovoltaikelemente einfach in die Fassade ein anstatt nur aufs Dach.

Woher nehmen Ihre Mitarbeiter denn immer wieder neue Ideen?

Jeder im Haus muss mindestens zwei Tage im Jahr Fortbildungen und Messen  besuchen. Oft lernen wir dadurch Themen kennen, die in anderen Industrien schon ganz selbstverständlich sind und die wir auf unsere Branche übertragen können.  Daraus entstand beispielsweise die Idee für einen Konfigurator, mit dem man sich ein Haus individuell zusammenstellen kann. Innovation wird in unserem Unternehmen von allen Mitarbeitern getragen – über alle Ebenen hinweg.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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