Unternehmens­portrait

SIOS Meßtechnik GmbH

Mess-/Prüftechnik

Größenklasse A

2 Teilnahmen

Dort beginnen, wo andere aufhören

Im thüringischen Ilmenau entwickelt und fertigt die SIOS Meßtechnik GmbH laserinterferometrische und andere Präzisionsmessgeräte für die Kalibrier- und die Nanomesstechnik. Damit lassen sich Längen, Winkel, Schwingungen, Geradheiten, Massen, Kraft und andere Messgrößen mit höchster Auflösung bestimmen. Der Geschäftsführer Dr. Denis Dontsov leitet ein Top-Management, das immer wieder Nischenmärkte für sich entdeckt und den Mittelständler so in die internationale Spitzengruppe der Branche katapultiert.

„Das Know-how meiner 43 Mitarbeiter beginnt dort, wo andere resignieren. Wir nehmen auch die Aufträge an, die für andere Firmen der Branche zu anspruchsvoll sind“, erzählt Dr. Dontsov stolz. „Meistens lösen wir sehr spezifische Kundenprobleme, die eine extrem hohe Beratungsleistung erfordern.“ Zu den Auftraggebern des Unternehmens zählen Anlagenbauer der Halbleiter- und der Bildschirmindustrie, Kalibrierlaboratorien, aber auch Geophysiker, die mit Erfindungen von SIOS Erdkrusten vermessen.

Nähe zur Grundlagenforschung

SIOS wurde 1991 aus dem Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der Technischen Universität Ilmenau gegründet. Dr. Denis Dontsov promovierte hier, arbeitete dann in der Entwicklungsabteilung von SIOS, die er später leitete, und ist seit 2016 Geschäftsführer. „Unser Geheimnis ist ein sehr hoher Kommunikationsgrad. Das Top-Management formuliert gemeinsame Ziele und sorgt für einen guten Austausch. Ich möchte stets wissen, wie sich das Know-how einzelner Teams zusammenfügt. Und wie man spezifisches Wissen in einen anderen Handlungskontext bringt. So speichern wir unsere Erkenntnisse und erzielen eine hohe Qualität“, erläutert Dr. Dontsov. Stolze 20 % seiner Belegschaft arbeiten in der Entwicklung.

Keine Standardwege

Alle zwei Wochen trifft sich Dr. Dontsov mit Professoren der Uni Ilmenau und hat so den Draht zur Grundlagenforschung. Und umgekehrt erfährt die Hochschule von den Veränderungen in der Industrie. Der Geschäftsführer hält regelmäßig Gastvorlesungen an anderen Hochschulen und wirbt so für sein Unternehmen. Er ist sich sicher, dass ein guter Innovator bereichsübergreifend agiert und dabei keine Standardwege geht. „Ich möchte stets die Prinzipien des anderen verstehen und mich nicht von den Schranken meines eigenen Milieus eingrenzen lassen. Und dieses Über-den-Tellerrand-Schauen erwarte ich auch immer von meinem Team“, sagt Dontsov. So ist die Zahl der Innovationen stetig gestiegen: Der Anteil von Sortimentsneuheiten der vergangenen drei Jahre am aktuellen Gewinn beträgt 30 %. Die Thüringer beginnen dort, wo andere aufgeben – und das wohl noch lange sehr erfolgreich.

Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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