Unternehmens­portrait

Safetec GmbH

2023

Energie

Größenklasse C

1 Auszeichnung

v. l. n. r.: Timo Knoll (CEO Geschäftsführer), Laura Dietrich (Assistenz Nuclear Consultancy & Innovation), Dr. Tim Thomas (Bereichsleiter Nuclear Consultancy & Innovation)

Kraftwerkrückbauer mit künstlicher Intelligenz

© Bild: Johannes Kiefer

Safetec agiert seit mehr als 25 Jahren als Projekt, Beratungs- und Dienstleistungspartner der Kerntechnik und konzentriert sich inzwischen auf den Rückbau von Kernkraftwerken.

Aufräumen als Kerngeschäft: Während die Safetec GmbH in Heidelberg bisher mit Arbeitnehmerüberlassungen für den sicheren Betrieb von Kernkraftwerken sorgte, hat sie sich nun deren Rückbau verschrieben. Für das Top-Management bedeutet das umzudenken. Mit zahlreichen patentierten Innovationen verfolgt die E.ON-Tochter jetzt das Ziel, so viel Abbaumaterial wie möglich der Kreislaufwirtschaft zuzuführen. Neben dem ressourcenschonenden Umgang mit Material ist die Schnelligkeit ein wesentliches Kriterium des Mittelständlers.

Zwar ist der Ausstieg aus der Kernenergie mittlerweile beschlossen, doch sie wird die Menschen noch über Jahre hinweg beschäftigen. Denn wegen der Radioaktivität können die Gebäude und Anlagen nicht einfach abgerissen werden, sondern müssen Schritt für Schritt sorgsam zurückgebaut werden — mit so wenig radioaktivem Abfall wie nur möglich. In einem Parforceritt wandelte sich das Unternehmen seit 2019 vom Dienstleister für Kraftwerksbetreiber zum innovativen Projektanbieter und wuchs damit bis heute rasch auf mehr als 500 Beschäftigte.

Digitalisierung für die Kreislaufwirtschaft

Das Top-Management schuf die Rahmenbedingungen dafür, dass der Mittelständler der neuen Aufgabe nicht nur gewachsen ist, sondern sich vom Marktführer im reinen Strahlenschutz zur Nummer eins im gesamten Rückbau entwickelt hat. Dabei setzten die Entscheider auf Wachstum, Aus- und Weiterbildung sowie massive Investitionen in Forschung, Entwicklung und Digitalisierung. Mehr als 15 Patente meldete das Unternehmen in den letzten drei Jahren an. Alle geleisteten Innovationen dienen dem ressourcenschonenden Rückbau der Kernkraftwerke in Deutschland. Neue Konzepte und der Einsatz künstlicher Intelligenz beschleunigen den Prozess und helfen, mit Menschen und Material schonend umzugehen. So entwickelte der Heidelberger Kernkraftspezialist zum Beispiel Algorithmen für Freimesskammern: Wie ein Computertomograf tasten Sensoren verbautes Metall Zentimeter für Zentimeter ab, um Radioaktivität exakt zu lokalisieren.

Strategiewechsel sichert Zukunft

Dieses Prinzip wendet der Mittelständler auf ganze Gebäudekomplexe an: Er vermisst die gesamte Struktur und fräst Quadratzentimeter für Quadratzentimeter die Stellen ab, die verstrahlt sind. Früher wäre die komplette Wand zu Abfall worden. Indem sich das Unternehmen als nachhaltiger Rückbauer neu erfunden hat, konnte es damit sein Portfolio erweitern und seine Zukunft sichern. Wenn die Kernkraftwerke in den nächsten Jahren ihr Lebensende erreichen, wird sich der Mittelständler als wichtiger Akteur der Kreislaufwirtschaft längst etabliert haben und dank der Kompetenz, Prozesse zu optimieren und sicherer zu machen, neue Handlungsfelder für sich entdecken.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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