Unternehmens­portrait
Interview Ingmar Fritz Rauch

R&S Vertriebs GmbH

Handel

Hotel/Gastronomie/Tourismus Nahrungsmittelindustrie/-handel

Größenklasse B

1 Teilnahme

Wir haben uns in diese Insel verliebt.“

Ingmar Fritz Rauch, Geschäftsleiter

Wenn Absurdes gut schmeckt

Von Flensburg bis Passau: Die R&S Vertriebs GmbH beliefert um die 20.850 Lebensmittelgeschäfte und Märkte in ganz Deutschland. In Sachen Trends ist sie immer am Puls der Zeit. Dank der lebendigen Ideenkultur im Unternehmen entstehen auch außergewöhnliche Spezialitäten, die es in dieser Form noch nie zuvor gab – zum Beispiel Speckmarmelade. Die Geschäftsleitung legt außerdem viel Wert auf den Austausch mit den Kunden und auf die Weiterbildung der Mitarbeiter.

„Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie“, sagt der Geschäftsleiter Ingmar Fritz Rauch, wenn er über die Produktkreationen der R&S Vertriebs GmbH spricht und zitiert damit Albert Einstein. „Wir versuchen jede Idee bis zur Marktreife zu bringen“, ergänzt Rauch. Die Mitarbeiter dürfen dabei gern auch Vorschläge einbringen, die auf den ersten Blick vielleicht etwas schräg klingen. So fand es ein Beschäftigter schade, dass in der Produktion Schinkenreste übrig blieben. Er schlug deshalb vor, daraus „Speckmarmelade“ zu machen. Nach einer einjährigen Entwicklungszeit brachte man diese Speckmarmelade auf den Markt. „Die schmeckt echt lecker“, sagt der Chef.

Einfach mal ausprobieren

Diese Geschichte passt zur Firmenphilosophie: Wie verrückt manche Kreationen auch klingen mögen – sie werden den Kunden vorgestellt. Wenn das Produkt bei ihnen gut ankommt, wird mehr daraus. „Dabei sind schon richtige Erfolgsgeschichten entstanden“, berichtet Rauch. Diese Fleischexperten sind ständig auf der Suche nach dem, was gut schmeckt. Deshalb haben sie sich auch den Namen „Gourmetscouts“ gegeben. Der größte Teil des Fleisches, das R&S importiert, kommt aus Frankreich. Dort gibt es laut Rauch eine besondere Fleischtradition. So werden hier Rinder gezüchtet, die zugleich in der Landwirtschaft eingesetzt werden und daher mehr Muskeln ansetzen als etwa die Kühe in Deutschland, die in erster Linie Milch produzieren sollen.

Immer in Kontakt bleiben

Damit die Mitarbeiter immer am Puls der Zeit bleiben, fördert die Geschäftsleitung sie mit Weiterbildungsmaßnahmen wie Schulungsvideos, Grill- und Zuschnittseminaren, Sommelierkursen und Verkaufsseminaren. Zugleich hat der Austausch mit den Kunden hohe Priorität: R&S investiert jährlich mehr als 5.000 Stunden in Haus- und Kundenmessen, in Verkostungsaktionen, Schulungen und in Weiterbildungen. So hält man den Innovationsmotor am Laufen.

R&S Vertriebs GmbH

Warum es für die Geschäftsleitung der R&S Vertriebs GmbH sinnvoll ist, sich die Schafzucht auf Island anzuschauen, erklärt Ingmar Fritz Rauch.

Sie bereisen gern die Länder, aus denen Sie Ihr Fleisch beziehen. Island fasziniert Sie dabei besonders. Wie kam es dazu?

Als wir das erste Mal als „Gourmetscouts“ nach Island gereist sind, haben wir uns in diese Insel verliebt. Die unberührte Natur, die Gletscher, Vulkane, Flüsse, Seen und Wasserfälle sind schon sehr beeindruckend. Der Anlass unserer Reise war, uns die  Lämmer für eine unserer Marken anzusehen. Die gesamte Haltung der Lämmer auf Island orientiert sich an traditionellen Vorbildern: Kleine familiengeführte Betriebe haben je um die 250 Schafe; wenn sie im Frühjahr gelammt haben, geht es für sie und ihren Nachwuchs raus aus dem Stall hinauf ins Hochland und in die Gebirge der Insel. Die Lämmer wachsen mit ihren Müttern auf und fressen, was sie an Kräutern, Gras und Beeren finden.

Das Engagament in Sachen Tierwohl und Nachhaltigkeit ist natürlich zu begrüßen. Macht sich das bei der Qualität des Fleisches tatsächlich bemerkbar?

Die Haltung und die Ernährung der Tiere auf Island dienen nicht einfach nur dem Marketing, sie sind auch ein Versprechen im Hinblick auf die Qualität des Fleisches. Dank der lebenslangen Weidehaltung, einer ausschließlich pflanzlichen Ernährung und des Verzichts auf den Einsatz von Gentechnik und Antibiotika ist dieses Fleisch gesünder als das aus einer nicht artgerechten Tierhaltung und schmeckt schließlich auch besser. Außerdem wird das ganze Tier verwertet, „from nose to tail“.

Muss man in das jeweilige Herkunftsland der Tiere reisen, um sich als Vertriebsexperte für Frischfleischprodukte ein genaueres Bild zu machen?

Vielleicht muss man das nicht unbedingt. Für uns liegt es jedoch grundsätzlich nahe, sich die Umgebung und Haltung der Tiere genauer anzusehen. Darüber hinaus geht es uns bei diesen Reisen nicht ausschließlich darum, sich mit der Art der Tierhaltung zu beschäftigen. Gerade Island ist ein schönes Beispiel dafür, dass eine solche Reise stets auch die Möglichkeit bietet, andere Kulturen kennenzulernen – natürlich immer mit Blick auf die für uns relevanten Tiere. Meine Mutter, die Geschäftsführerin der R&S Vertriebs GmbH, war früher als Fremdsprachenkorrespondentin tätig. Durch sie bekam unsere Familie von Anfang an einen Zugang zu anderen Ländern und Kulturen in Europa, etwa zu Italien, Spanien und Frankreich.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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