Unternehmensporträt
Rabb IT Solutions GmbH
Unternehmensporträt
Weniger Einmalprojekte, mehr Managed Services
Ein Sicherheitsvorfall bei einem mittelständischen Kunden machte deutlich, wie angreifbar digitale Kommunikation und Arbeitsabläufe sein können, obwohl die Technik stabil wirkt. Für die Rabb IT Solutions GmbH, einen IT-Dienstleister und Managed-Service-Provider für den Mittelstand, war der Vorfall eine Erkenntnis: Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein lernendes System, das sich mit jedem Ereignis weiterentwickeln muss.
Früher prägten Rollouts, Vor-Ort-Einsätze und Hardwareverkauf das Geschäft des IT-Dienstleisters. Heute stehen die laufende Betreuung von IT-Betrieb und Sicherheit, Überwachung und Support im Mittelpunkt. Entscheidend für neue Aufträge war Vertrauen in verlässliche Sicherheits- und Betreuungsstrukturen, nicht die Geschwindigkeit einzelner Projekte. Auch bei der Weiterentwicklung der eigenen Plattform entschied sich das Unternehmen bewusst gegen mehr Automatisierung und für den Ausbau von Sicherheitsfunktionen. Geschäftsführer Rehan Khan bringt den Kurswechsel auf den Punkt: „Die Entscheidung war klar: weniger Einmalprojekte, mehr Managed Services.“
Rehan Khan, Geschäftsführer
Aus einem Vorfall wird Routine
Besonders prägend war ein Fall, in dem das gehackte E-Mail-Konto eines Geschäftsführers in kurzer Zeit zahlreiche täuschend echte Nachrichten versendete. Die Auswertung zeigte Lücken im Zusammenspiel von Anmeldeverfahren, Erkennung ungewöhnlicher Aktivitäten und Sensibilisierung auf Leitungsebene. Daraufhin ließ das IT-Unternehmen seine Sicherheitsarchitektur extern und intern prüfen, verschärfte Anmelde- und Zugriffsregeln für besonders schützenswerte Konten, richtete automatische Hinweise bei ungewöhnlichen Versandmustern bei E-Mails ein und legte fest, wer bei einem Verdachtsfall informiert wird. Aus dem Vorfall entstand eine feste Routine: Jedes sicherheitsrelevante Ereignis wird anonymisiert ausgewertet und quartalsweise in eine verbindliche Lessons-Learned-Roadmap übernommen.
Besserer Umgang mit Stresssituationen
Die Mitarbeiter lernen in Workshops viel über Selbstreflexion, Kommunikation und Stressresilienz. Die Wirkung zeigte sich in einem Fall, bei dem es während eines komplexen Migrationsprojekts zu einer Störung kam. Statt in Hektik zu verfallen, griff eine gemeinsam vereinbarte Vorgehensweise: Lage und Prioritäten wurden sortiert, Aufgaben klar verteilt. Eine Person konzentrierte sich auf die Kommunikation mit dem Kunden, eine zweite koordinierte die technischen Schritte, eine dritte behielt den Gesamtüberblick. Zwischenstände wurden offen kommuniziert, Zusagen realistisch gesetzt. „Kulturarbeit ist kein Softskill-Projekt“, betont Rehan Khan. „Sie verändert Entscheidungen unter Druck ganz konkret.“