Neue wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien war 24 Jahre der wissenschaftliche Kopf von TOP 100 und hat zusammen mit Dr. Rudolf Dömötör die Auswertung vorgenommen. Nun wird er den Staffelstab an Prof. Dr. Katharina Hölzle weiterreichen.

© Ludmilla Parsyak, Fraunhofer IAO
© Ludmilla Parsyak, Fraunhofer IAO
© KD Busch
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Übersicht der Prüfkriterien

Unabhängig. Verlässlich. Wissenschaftlich. Das unabhängige wissenschaftliche Auswahlverfahren ist seit Jahrzehnten das Gütekriterium und Unterscheidungsmerkmal von TOP 100. Das sorgt für die hohe Glaubwürdigkeit des Siegels.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung mit dem TOP 100-Siegel ist ein ausführlicher, methodisch fundierter Fragebogen. Hierbei prüft die wissenschaftliche Leitung die Bewerber in verschiedenen Kategorien.

Innovationsmanagement

Kunden, Markt und Wettbewerb

1

Diese Kategorie bewertet die Marktorientierung und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens sowie die marktnahe Umsetzung Ihrer Innovationen. Dazu zählen der Kenntnisstand über Ihren Absatzmarkt, der Umgang mit Kundenfeedback und Ihr Trendbewusstsein. Ein fundiertes Verständnis der Bedürfnisse Ihrer Kunden sowie der Dynamik des Wettbewerbs ist entscheidend, um den Fortbestand Ihres Unternehmens sicherzustellen.

Innovationsstrategie

2

Diese Kategorie adressiert die strategische Verankerung von Innovation im Unternehmen. Durch die Bewertung zentraler Bausteine wie Inhalt, Zielsetzung, Systematik und Kommunikation wird sichergestellt, dass der Innovationsgeist über einzelne Projekte hinaus Bestand hat. Dies stärkt die organisationale Resilienz und sichert langfristige Innovationsfähigkeit und -führerschaft.

Innovationsplanung

3

Diese Kategorie analysiert die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Prozesse in Ihren Innovationsprojekten. Zentrale Erfolgsfaktoren wie die Projektvorbereitung und eine kriterienbasierte Projektbewertung dienen der Beurteilung, ob Ihr Innovationsprozess effektiv und effizient ausgestaltet ist.

Innovationsorganisation

4

Diese Kategorie betrachtet die organisationale Verankerung von Innovation in Ihrem Unternehmen. Zu den relevanten Erfolgsfaktoren zählen abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, Interdisziplinarität, Prozesse, Flexibilität und Ressourceneinsatz; sie geben Aufschluss darüber, ob zentrale Schlüsselfaktoren für die Anpassungsfähigkeit Ihres Unternehmens vorhanden sind.

Innovationskompetenz

5

Diese Kategorie fokussiert die methodische Förderung von Innovation beim Individuum sowie die Kompetenzentwicklung in Ihrer Organisation. Durch die Bewertung von Methodenkompetenz, Exzellenz im digitalen Kontext und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Beschäftigten werden Lernfähigkeit und Agilität sichergestellt.

Technologie und Digitalisierung

6

Diese Kategorie bewertet den Umgang Ihres Unternehmens mit technologischen Entwicklungen und Disruption sowie digitalen Investitionen. Aussagen zur Zukunftsfähigkeit der eingesetzten Technologien, Bereitstellung finanzieller Ressourcen oder Technologieführerschaft unterstützen dabei. Somit kann der Status Quo Ihres Unternehmens, bei der digitalen Transformation ermittelt werden.

Innovationskultur

7

Diese Kategorie erfasst Rahmenbedingungen, Verhaltensweisen und kulturelle Merkmale, die Innovationen in Ihrem Unternehmen fördern oder behindern können. Dafür interessant sind beispielsweise Indikatoren zu Promotoren, Veränderungsbereitschaft, Transparenz und Diversität. Diese und weitere kulturbezogene Attribute sind entscheidend, um Resilienz und Pioniergeist zu fördern.

Open Innovation

8

Diese Kategorie begutachtet die bereichsübergreifende Zusammenarbeit im Zusammenhang mit Ihren Innovationsprojekten und externe Partnerschaften sowie die grundsätzlichen Innovations- und Forschungskontakte Ihres Unternehmens. Offenheit gegenüber unterschiedlichen externen Kontakten und Interessen erweitert Ressourcen- und Ideenräume. Dadurch werden Nutzen und Wertschöpfung Ihrer Innovation gesichert.

Wirkung und Erfolg

  • Innovationskennzahlen

Dies umfasst ein differenziertes Kennzahlenset zu Wirkung und Erfolg Ihrer Innovationen und Ihrem Unternehmen. Für verschiedene Innovationsarten – wie Produkt-, Dienstleistungs-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovationen – werden Kennzahlen wie Umsatzerlös, Gewinnanteile und Kosteneinsparung erfasst.

› KONTINUITÄT UND INNOVATION
› BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS

Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien war 24 Jahre der wissenschaftliche Kopf von TOP 100 und hat zusammen mit Dr. Rudolf Dömötör die Auswertung vorgenommen. Nun wird er den Staffelstab an Prof. Dr. Katharina Hölzle weiterreichen. Sie ist geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie Leiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart. Sie wird in ihrer Arbeit für TOP 100 von einem Projektleitungsteam unterstützt: Dr. Clemens Striebing, Senior Researcher am „Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI)“ des Fraunhofer IAO, und Dr. Christine Haller, Leiterin des Teams „Innovation Design“ am Fraunhofer IAO.

Die neue wissenschaftliche Leitung verfolgt das Ziel, Kontinuität und Innovation bei TOP 100 miteinander zu verbinden. Bewährte Strukturen und Bewertungskriterien bleiben erhalten, gleichzeitig wird der Wettbewerb strategisch modernisiert und zukunftsorientiert weiterentwickelt. Für teilnehmende Unternehmen bleibt der Kern des Auswahlverfahrens, der Blick auf das Innovationsmanagement und die Innovationserfolge, unverändert. Mit diesem Ansatz wird der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis bei TOP 100 fortgeführt.

Analyse und Handlungsempfehlung

Sind Innovationen ein Zufallsprodukt oder das Ergebnis systematischen Vorgehens?
Wie erfolgreich sind die Lösungen am Markt?
Und wie wahrscheinlich sind künftige Innovationen?

  • AUSSAGE ÜBER ZUKUNFTSFÄHIGKEIT
  • VERGLEICH MIT DER PEER GROUP

Eine erfolgreiche Teilnahme bei TOP 100 ist immer auch ein Schritt in Richtung stetiger Verbesserung. Denn mit der Innovationsbilanz® – der Ergebnisauswertung – erhalten die Unternehmen eine prägnante Bestandsaufnahme ihrer individuellen Stärken und Schwächen, insbesondere im Vergleich zur relevanten Peer Group. Zentrale Ergebnisse werden darin in verständlicher, kompakter Form visualisiert.
Auf diese Weise erhalten die Unternehmen wertvolle Anhaltspunkte für die bessere Allokation von Ressourcen und bisher vielleicht unterschätzte Potenziale im eigenen Innovationsmanagement.

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