Unternehmens­portrait

PALLMANN GmbH

2024

Baugewerbe/Handwerk

Größenklasse B

1 Auszeichnung

v. l. n. r.: Frank Weigl (Laborleiter), Markus Gerhard (Standortleiter und Mitglied der Geschäftsleitung)

Die Hidden Champions der Parkettoberfläche

Im Jahr 1900 gründete Georg Pallmann eine Fabrik für Schuhcreme und Lederpflegemittel. Später erweiterte er das Sortiment und begann, auch Holzschutzmittel zu produzieren. Heute ist die PALLMANN GmbH Premiumanbieterin von Produkten und Systemen für die Oberflächenveredelung von Parkett. Sie beliefert Handwerker in 50 Ländern mit allem, was sie für Parkettoberflächen brauchen — ob es um Neuverlegungen geht, um Renovierungen oder um Werterhaltung. Seine starke Außenorientierung und seine Innovativität machen das Unternehmen so erfolgreich.

Parkett ist etwas Besonderes, findet der Geschäftsführer Stefan Neuberger. Holzböden sind nachhaltig, schaffen ein gutes Raumklima und bringen Charme in Wohnungen und Häuser: „Mit unseren Produkten werden Gründerzeitvillen renoviert, Böden in Schulungszentren veredelt, und im Berliner Gropius-Bau etwa, bringen sie die Räume mit einem Parkettboden in Rohholzoptik zum Strahlen.“ Dabei setzen die Spezialisten auf Nachhaltigkeit. So brachten sie 2014 ein lösemittelfreies Versiegelungssystem inklusive Grundierung und Fugenkitt heraus und 2022 die erste lösemittelfreie einkomponentige Parkettversiegelung.

Ein Gamechanger auf dem Parkett

Doch dann gelang den Laborexperten ein Coup. Schon vor 20 Jahren setzten sie mit ihrem Magic-Oil-Parkettöl einen Standard: Das Öl imprägniert, das Wachs schützt die Oberfläche, das Produkt ist lösungsmittelfrei und trocknet in zwölf Stunden durch. „Damals wurden wir ausgelacht, heute hat jeder Öl-Wachs-Gemische im Sortiment“, sagt Neuberger. 2023 ist gelungen, die Rezeptur nachhaltig zu verbessern, indem man Leinöl aus China durch Hanföl aus Deutschland ersetzte. Der Hanf wird im Umkreis von 30 Kilometern angebaut, das Öl im Kaltpressverfahren in einer Ölmühle in der Nähe gewonnen. Bei der Produktion entstehen jetzt 60% weniger CO2. „Damit sind wir Technologieführer und setzen Impulse am Markt“, erklärt der Geschäftsführer. „Auf diese Innovation sind wir wirklich stolz, und natürlich werden wir in Zukunft auch die Rezepturen anderer Produkte umstellen.“

Regionale nachwachsende Rohstoffe nutzen

Das Innovationsteam arbeitet bei der Produktentwicklung gern mit Kunden zusammen — die sind schließlich Handwerker und bringen viel Sachkenntnis mit. Man kooperiert mit Parkettherstellern, tauscht sich im „Netzwerk Boden“ aus, nutzt Synergien. Und es wird mit Experten ganz anderer Disziplinen über Innovationen diskutiert: Welche heimischen Pflanzen ließen sich noch nutzen? Könnten wir außer den Nüssen der Hanfpflanze auch Stiel und Blätter verwerten? Können wir mit Landwirten kooperieren, für die Ölpflanzen eine interessante Zwischenfrucht bei der Gründüngung sind? Stefan Neuberger ist begeistert: „Das ist eine absolut spannende Entwicklung!“

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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