Unternehmens­portrait
Interview Prof. Dr. Jürgen Kletti und Nathalie-Lorena Kletti

MPDV Mikrolab GmbH

2023

IT-Entwicklung/-Beratung

Größenklasse C

4 Auszeichnungen

Unsere IT-Lösungen müssen zuverlässig und einfach im Handling sein.“

Prof. Dr. Jürgen Kletti und Nathalie-Lorena Kletti, Geschäftsführer

v. l. n. r.: Peter Hofmann (Manager Innovation), Nathalie Lorena Kletti (Geschäftsführerin)

Erfolgreicher Aufruf zu Coffee-Dates

PLATZ 2

Die MPDV Mikrolab GmbH mit Hauptsitz in Mosbach ist Marktführer bei IT-Lösungen für die Fertigung. Außerdem bietet sie Produkte und Dienstleistungen im Bereich Manufacturing-Execution-Systeme an.

Auf ihrem Weg zur Smart Factory brauchen Fertigungsunternehmen nicht nur die passenden IT-Lösungen für die digitale Transformation, sondern auch Beratung und Trainings. Die MPDV Mikrolab GmbH bietet alles aus einer Hand. Neben dem ursprünglichen Manufacturing-Execution-System hat die Firmengruppe mit 500 Beschäftigten auch eine Planungssoftware und eine Integrationsplattform für Anwendungen von Partnerunternehmen geschaffen.

Die neuen Geschäftsfelder von MPDV Mikrolab sind das Ergebnis festgelegter Prozesse, in denen Ideen generiert und zu marktreifen Produkten weitergeführt werden. So trifft sich die Belegschaft alle zwei Jahre an einem externen Ort zu Teamtrainings: Gemeinsam mit einem Coach sammeln die Mitarbeiter mittels der Welt-Café-Methode Anregungen und diskutieren sie in kleinen Gruppen. Bis zu 1.500 Vorschläge resultieren aus solchen „Ausflügen“. Zusätzlich gibt es einen offiziellen Briefkasten für neue Ideen.

Langfristige Perspektive

Verschiedene Gremien wie der Lenkungsausschuss oder der Quality-Circle achten darauf, dass die Ideen zu wirtschaftlichen und marktkompatiblen Produkten weiterentwickelt werden. So hat man beispielsweise passend zur Steuerungssoftware „MES Hydra X“ IT-Lösungen für bestimmte Branchen konzipiert und den Kern der Software als Manufacturing-Integration-Platform extrahiert. Außerdem bietet MPDV dazu Trainings an, damit die Kunden die Software auch optimal ausnutzen können. Häufig arbeiten die Abteilungen standortübergreifend oder in gemischten Teams zusammen. So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, und es können unterschiedliche Sichtweisen einfließen, was häufig kreative Ideen hervorbringt. Daneben steht die Prozessoptimierung im Fokus: Dank der Verbesserungsvorschläge aus dem Team konnten die Produktionskosten in den vergangenen drei Jahren um volle 8 % gesenkt werden.

Wachstum seit mehr als 30 Jahren

Stolz sind die vier Geschäftsführer von MPDV Mikrolab darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen 30 Jahren keinerlei Umsatzeinbrüche hatte und sich auch in Krisenzeiten im schnelllebigen Markt gut behaupten konnte. Und es möchte weiter wachsen: 80 ausgeschriebene Stellen bestätigen den Innovationserfolg. Auch bei den Ausschreibungen geht das Unternehmen mit Sitz im ländlichen Mosbach neue Wege. So wurden Firmenwagen mit Aufforderungen zur Bewerbung bedruckt und Coffee-Dates zum niederschwelligen Kennenlernen veranstaltet — und mit beiden Maßnahmen konnten viele neue Mitarbeiter gewonnen werden.

Wie wichtig die Bedürfnisse der Kunden für die Innovationsgenerierung der MPDV Mikrolab sind, erklären Prof. Dr. Jürgen Kletti und Nathalie-Lorena Kletti.

Ihre Branche ist besonders schnelllebig. Was ist Ihrer Meinung nach am wichtigsten, um passende Innovationsideen entwickeln zu können?

Ganz wichtig ist es, den Markt und die Bedarfe der Kunden zu beobachten. Die Fertigungsindustrie ist teilweise etwas konservativ, da Maschinen oft Jahre oder sogar Jahrzehnte alt sind. Da müssen wir unsere Produkte an die Realität anpassen. Und wenn man eine Fertigungs-IT eingeführt hat, kann man sie nicht mehr beliebig wechseln. Aus diesem Grund müssen unsere IT-Systeme langlebig sein und zuverlässig laufen. Sie müssen einfach zu verstehen und zu bedienen sein, und sie müssen die Probleme der Kunden lösen. Wir haben viele Leute mit viel Erfahrung bei uns im Unternehmen. Sie sorgen dafür, dass aus den vielen Ideen sehr schnell sinnvolle Projekte abgeleitet werden, die das erfüllen.

Wie fördert Ihr Research & Innovation Manager neue Geschäftsideen?

Unsere Firma ist aus einer Zwei-Mann-Show entstanden. Heute haben wir rund 500 Mitarbeiter, und jemand muss das Thema Innovation verantworten und fokussiert betreuen. Der Research & Innovation Manager darf und soll Ideen generieren, er treibt aber auch die anderen dazu an. Die Kolleginnen und Kollegen sollen sich umsehen: Welche Neuerungen, Schlüsselthemen und Trends gibt es am Markt? Wo könnten wir noch etwas tun? Der Innovation Manager ist dafür verantwortlich, dass wir unsere Produkte und Dienstleistungen immer wieder so justieren, dass sie auf die Bedarfe passen. Und er achtet auch darauf, dass die regelmäßigen Strategiesitzungen tatsächlich stattfinden. Wir vier Geschäftsführer ziehen uns zweimal im Jahr gemeinsam mit dem Innovation Manager zurück und beschäftigen uns nur mit Strategie. Er trägt Informationen dafür zusammen und bringt die Themen auch immer wieder auf den Tisch. Es lohnt sehr, sich diese Zeit zu nehmen.

Welche Rolle spielen Kooperationen für Sie?

Eine sehr große. Wir arbeiten mit verschiedenen Universitäten zusammen, indem wir Bachelor- und Masterarbeiten betreuen, kleine Forschungsaufträge vergeben und von den Erkenntnissen profitieren. Zudem haben wir schon vor Jahren eine Plattform für den Austausch mit unseren Kunden geschaffen. Inzwischen heißt sie „Smart Factory Society“. Dort erfahren wir, welche Wünsche oder Probleme unsere Kunden haben.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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