Unternehmens­portrait
Interview Elisabeth und Horst Michael Bruckmoser

MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH

Medizintechnik

Größenklasse A

1 Teilnahme

Vertrauen und Zusammenhalt liegen uns sehr am Herzen und sind die Basis für nachhaltig wirksame Innovationen.“

Elisabeth und Horst Michael Bruckmoser, Geschäftsführer

Groß gedacht

Corona zeigt die riesige Bedeutung von Diagnose und Prävention für das Gesundheitswesen. Beachtliches auf diesem Gebiet leistet die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH. Ursprünglich eine reine Handelsfirma für Geräte zur Point-of-Care-Diagnostik, verfolgt sie jetzt ein ganzheitliches Geschäftsmodell. Als die Pandemie zur Bewährungsprobe für ihre Innovationskraft wird, meistert sie die Herausforderung nach dem Motto „Miteinander füreinander“ – es steht für den starken Zusammenhalt zwischen den Inhabern und ihrer motivierten Belegschaft.

Elisabeth und Horst Michael Bruckmoser denken ganz grundsätzlich in größeren Zusammenhängen, und so agieren sie auch unternehmerisch: Seit das Ehepaar 2019 die Firma vom Gründer übernahm und aus dem Taunus in die Lausitz verlagerte, erweitert die MICRO-MEDICAL Instrumente GmbH ihr Betätigungsfeld strategisch. Zunächst ergänzten ein innovatives Produkt zur Wundheilung und moderne Einweg-Arthroskope für minimalinvasive Untersuchung und Therapie bei Gelenkerkrankungen das Portfolio. Der erfolgreich etablierte Verkauf und Verleih von Point-of-Care-Diagnostik, etwa Blutmessgeräten, an Apotheken, Krankenhäuser und Labore blieb bestehen. Ein entscheidender Wendepunkt kam kurz vor Bekanntwerden der ersten Coronafälle in Deutschland.

Schnellboot in der Coronakrise

„US-amerikanische Entwickler wählten uns als exklusiven Partner für die Erstzulassung eines Kapillarblut-Antikörpertests in Europa und den anschließenden Vertrieb“, erzählt Horst Michael Bruckmoser. „Das damit verbundene Potenzial haben wir sofort erkannt. Ab Februar 2020 konnten wir den Test im großen Stil vermarkten.“ Parallel dazu positionierte sich der Mittelständler als findiger Importeur und zuverlässiger Lieferant dringend benötigter Schutzprodukte wie Atemmasken, Einwegkleidung und Schnelltests für den Einsatz im Alltag. Die Nachfrage des breiten Kundenkreises ist bis heute enorm, ebenso das daraus resultierende Umsatzwachstum: Die jährlichen Einnahmen haben sich im Vergleich zu 2019 nahezu versechzigfacht.

Beflügelndes Innovationsklima

Das Ganze gelingt nur, weil Management und Belegschaft an einem Strang ziehen. „Wir gehen mit jedem so um, wie wir selbst behandelt werden möchten“, erklärt Elisabeth Bruckmoser. „Wir betrachten unsere Mitarbeiter nicht als Nummern oder Kostenstellen, sondern pflegen eine Kultur, die auch kritische Kommentare und konstruktive Kritik zulässt. Alle sollen mitdenken und sich frei entwickeln.“ Gelegenheiten dazu werden sich weiterhin reichlich bieten, denn die Weichen für eine weitere Expansion sind bei MICRO-MEDICAL bereits gestellt.

Was der Innovationserfolg von MICRO-Medical mit einem kürzlich erteilten Patent und mit Franchising zu tun hat, erklären Elisabeth und Horst Michael Bruckmoser.

Ihr Unternehmen konzentriert sich insgesamt auf Produkte, die Sinn stiften, Mehrwert schaffen und Lebensqualität schenken. Deshalb pflegen Sie auch eine Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Worum geht es dabei?

Um ein ganz persönliches Herzensprojekt von uns: Wir haben drei Ingenieure eingestellt und entwickeln als Partner der BTU ein Intensivmobil für Kinder und Jugendliche, die in Krankenhäusern intensiv behandelt werden oder in Hospizen untergebracht sind. Vereinfacht dargestellt kann man sich das als eine Art Bollerwagen vorstellen, der mit medizinischem Gerät und Stromversorgung ausgestattet ist. Damit Kindern die Angst genommen wird, sieht er wie ein Feuerwehrauto aus. Die kleinen Patienten werden darin zu ihren Untersuchungen gefahren und gewinnen Mobilität, wenn sie Besuch bekommen. Wir haben dafür ein Patent erhalten und testen das Fahrzeug derzeit gemeinsam mit Ärzten und Pflegepersonal. Noch 2022 soll die Produktion von Prototypen beginnen. Sobald das Intensivmobil markt- und serienreif ist, werden wir es bauen lassen und vermarkten.

Ein weiteres großes Projekt ist der Aufbau deutschlandweit angesiedelter Immunanalyse- und Nährstoffzentren. Was haben Sie vor?

Mit diesen Zentren ergänzen wir unser Geschäftsmodell um einen weiteren Bereich. Geplant sind für die nächsten fünf bis acht Jahre 35 dieser Einrichtungen. Das erste Zentrum haben wir im März 2022 in Dresden eröffnet, weitere folgen bald in Berlin und Potsdam. Besuchern mit gesundheitlichen Beschwerden wie Autoimmunerkrankungen bieten wir dort Ursachenforschung auf der Basis einer präzisen Diagnostik. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für individuelle Therapiepläne und Behandlungen, zum Beispiel mit spezifischen Nährstoffen.

Wie organisieren Sie dieses starke Wachstum?

Drei dieser Zentren werden wir mit eigenem Personal selbst betreiben, für die weiteren suchen wir selbstständige Franchisenehmer, die gut zu uns passen. Intern, aber auch für unseren künftigen Geschäftspartner schaffen wir eine Umgebung, in der alle Beteiligten die zukünftigen Herausforderungen gern annehmen und an ihren neuen Aufgaben wachsen.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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