Unternehmens­portrait

Marienhospital Stuttgart, Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH

Gesundheitswesen

Größenklasse C

2 Teilnahmen

Digitale Revolution in der Pathologie

Mit 19 Fachkliniken, mehr als 760 Betten und rund 2.000 Beschäftigten zählt das Marienhospital Stuttgart zu den größten Kliniken der Region. Gegründet im Jahr 1890, kann es auf eine lange Tradition zurückblicken, erfindet sich aber bis heute immer wieder neu. Mutig entwickeln die Mediziner der Klinik technologische Innovationen zum Wohl der Patienten. Mit der digitalen Pathologie beginnt aktuell ein neues Zeitalter bei der Verarbeitung medizinischer Daten.

Der Pathologe im Krankenhausbetrieb machte bis dato ganz klassisch seine Arbeit: Gewebeprobe manuell entnehmen, auf den Objektträger legen und unter dem Mikroskop untersuchen, die Daten notieren, dokumentieren und an den Spezialisten zur Befundung schicken. Im Marienhospital gehört das jetzt der Vergangenheit an, denn dort hat man die Abläufe in der Pathologie auf den Kopf gestellt.

Die intelligente Probe

Schon auf dem Objektträger wird nun die Gewebeprobe digital gescannt und auf einem Bildschirm in extrem hoher Auflösung und in 3-D betrachtet. Jedes noch so kleine Detail, jede verdächtige Struktur wird so sichtbar. Die Probe bekommt einen QR-Code, der sie durch den gesamten Prozess begleitet. Jeder Schritt, von der ersten Begutachtung der Probe bis zum Befund, wird im zentralen Pathologie-Informationssystem digital dokumentiert. Ist eine zweite Meinung nötig, werden die Daten einfach und sicher weltweit an Experten verschickt, die dann ihre Diagnose stellen. Der nächste große Schritt, die automatische Befundung mittels künstlicher Intelligenz (KI), ist bereits in Arbeit. „Algorithmen bieten Möglichkeiten zur Feindiagnose, die es heute noch gar nicht gibt“, erklärt Stephan Rühle, Mitglied der Klinikleitung und Leiter der IT/Medizintechnik. KI arbeitet pausenlos in Echtzeit und erkennt wiederkehrende Muster zahlloser Proben verlässlicher als der Mensch.

Internes Start-up-Hub

Die Geschäftsleitung des Marienhospitals hat schon 2019 erkannt, dass sich an der Klinik etwas tun muss, will man zukunftsfähig bleiben. Von Anfang an war sie in alle Innovationsabläufe involviert, führte Trendanalysen durch und entwickelte per Design-Thinking gemeinsam mit den Führungskräften die Pathologie der Zukunft – quasi ein Start-up-Hub im Unternehmen. Nicht einmal zweieinhalb Jahre später laufen die Prozesse im Marienhospital schneller und verlässlicher als je zuvor. „Wir müssen heute von überall digital arbeiten können“, sagt Stephan Rühle. „Nur so bleiben wir für junge Ärzte attraktiv und können alles für unsere Patienten tun.“

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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