Innovationsaward TOP 100-Sieger 2026

Unternehmensporträt

KH Tank & Korrosionsschutz GmbH & Co. KG

Unternehmensporträt

Wirtschaftlicher Wasserschutz

Mineralölkonzerne, Umweltschutzbehörden und Experten für Arbeitssicherheit sind gleichermaßen überzeugt von der Erfindung: Michael Heine, Geschäftsführer der KH Tank- & Korrosionsschutz GmbH & Co. KG, entwickelte ein Kaltverfahren, das Tanks flüssigkeitsdicht abdichtet. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum Grundwasserschutz. Zugleich senken Tankstellenbetreiber ihr wirtschaftliches Risiko, denn das Kaltverfahren ersetzt gefährliche Heißarbeiten, für die der Betrieb unterbrochen werden musste.

Tankstellen machten anfangs ein eher kleines Segment im Kundenstamm von Michael Heine aus. Die Betreiber beauftragten den Korrosionsschutzfachbetrieb mit der Wartung ihrer LPG-Tanks. Schnell erregten die Domschächte der Kraftstofftanks die Aufmerksamkeit des Geschäftsführers. Sie bilden die Verbindung zwischen den unterirdischen Behältern und der Oberfläche. „Die Domschächte sind besonders anfällig für Korrosion. Ich begann darüber nachzudenken, wie sich diese sicherheits- und umweltrelevante Zone dauerhaft flüssigkeitsdicht abdichten ließ“, sagt Geschäftsführer Michael Heine.

Dominik Schroeder, Michael Heine und Kolja Ellendorff, Geschäftsführer

Ein Panzer für den Tankscheitel

So entstand ein völlig neues System, das „Tank Protection Shield®“ (kurz: TPS). Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Harzen, Karbonfasern und mehreren Versiegelungen, die auf den Domschacht aufgebracht werden. Wie der Panzer einer Schildkröte schützt er den Tankscheitel. „Wir schneidern eine Ummantelung für den Domschacht“, sagt Michael Heine. Die Untere Wasserbehörde war schnell überzeugt von dem Verfahren und das Deutsches Institut für Bautechnik ließ es innerhalb eines Dreivierteljahres zu, während sich solche Verfahren sonst über Jahre hinziehen können. Noch bevor das TPS-System freigegeben war, reichte der Spezialist für Korrosionsschutz ein Patent ein, das er im Jahr 2024 erhielt. 

Zuspruch von Mineralölkonzernen

Das System schützt Betreiber von Tankanlagen für wassergefährdende Stoffe vor wirtschaftlichem Schaden. Stellen sie Korrosion oder Lecks am Domschacht fest, mussten sie den Betrieb bisher vorübergehend einstellen, um eine Instandhaltung vorbereiten und sicher durchführen zu lassen. Keine Risiken hingegen birgt das Kaltverfahren, das Michael Heine erfunden hat. Während der ein- bis zweitägigen Sanierung kann die Tankstelle geöffnet und sogar der betroffene Tank weiter in Betrieb bleiben. Tank und Domschacht sind danach dauerhaft abgedichtet. Ehrungen namhafter Mineralölkonzerne ermutigen den Erfinder, den Europäischen Umweltpreis anzustreben.

KH Tank & Korrosionsschutz GmbH & Co. KG

2026

Umweltschutz/-technik

Größenklasse B

1 Auszeichnung

Kontakt

Lindentalweg 16
44388 Dortmund

0231 963259-0
info@kh-tankschutz.de
https://kh-tankschutz.de

Interview mit Dominik Schroeder

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Interview mit Dominik Schroeder

Aus 1 mach 2 mach 3: Wie sich KH Tank & Korrosionsschutz nachhaltig aufstellt, erläutert Geschäftsführer Dominik Schoeder.

Herr Schroeder, wie sind Sie zum Unternehmen gekommen?

Michael Heine und ich kannten uns bereits mehr als 20 Jahre. Ich komme ursprünglich aus der Lackindustrie und habe KH mit Nasslacksystemen für den Bereich der Flüssiggastank beliefert. 2022 erzählte er mir von seiner neuen Lösung für Domschächte. Er bot mir an, in die Geschäftsführung einzutreten. Obwohl ich mit meiner Position als Vertriebsleiter bei meinem vorherigen Arbeitgeber sehr zufrieden war, zögerte ich keinen Moment, weil ich bei der Realisierung dieser neuen Idee mitwirken wollte. Ich war begeistert vom „Tank Protection Shield®“ (kurz: TPS). Damit konnte ich mich identifizieren und wollte beim Bekanntwerden des Systems maßgeblich unterstützen.

Anfang 2026 haben Sie Kolja Ellendorff in die Geschäftsführung geholt und sind nun zu dritt. Weshalb haben Sie sich breiter aufgestellt?

Vor 30 Jahren gründete Michael Heine das Unternehmen, um Flüssiggasbehälter instand zu setzen. Mittlerweile arbeiten 55 Menschen bei uns. Nicht zuletzt durch die Entwicklung des TPS sind wir zu einem gefragten Partner der Flüssiggas- und Mineralölbranche geworden. Meine Berufung bildete den Auftakt zu einer zukunftsfähigen Nachfolgeregelung. Mit Kolja Ellendorff sind wir nun komplett. Er verfügt über fast 30 Jahre Erfahrung bei einem großen Gasversorger — ich wiederum bringe Expertise im Bereich der Lackbeschichtungen mit. Dadurch können wir das Unternehmen sehr branchennah weiterentwickeln. So findet etwa unsere Idee breites Interesse, präventiv 3-D-Aufnahmen von allen Domschächten eines Unternehmens zu machen, um Mängel frühzeitig zu beheben. Auch unsere Leckschutzauskleidung für metallische Tanks, „DOPA® 6“, die wir mit einem Partner zusammen anbieten, ist als innovatives Sicherheitsfeature allgemein anerkannt. Mit einer Niederlassung in Österreich treiben wir unser Wachstum weiter voran.

„Innovation mit nachhaltigem Mehrwert für die Zukunft.“

Dominik Schroeder, Geschäftsführer

Was treibt Sie persönlich an?

Wie auch immer sich Mobilität in Deutschland weiterentwickeln wird. Von den mehr als 14.000 Tankstellen werden viele bleiben. Die mit Abstand wichtigste Quelle unseres Trinkwassers ist Grundwasser. Der Anteil liegt bei rund 70 %. Kornelia und Michael Heine haben KH Tank & Korrosionsschutz unter anderem gegründet und entwickelt, um diese für unser Leben unverzichtbare Ressource zu schützen. Ich bin stolz, diesen Weg weiterzugehen und mit unseren Technologien auch über Deutschland hinaus unsere Umwelt zu schützen.

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