Unternehmens­portrait

Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG

2023

Nahrungsmittelindustrie/-handel

Größenklasse A

2 Auszeichnungen

v. l. n. r.: Christoph Kämpf (Geschäftsführer)

Tradition neu interpretiert

Warum immer im eigenen Saft schmoren? Das fragt sich Christoph Kämpf, wenn er über das Image von Bier nachdenkt. Der Geschäftsführer der Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG schaut sich deshalb gern an, wie sich verwandte Branchen darstellen — etwa die Weinbauer. Der Blick über den eigenen Maßkrug hilft ihm, die Dinge bisweilen anders zu machen, als andere es vielleicht erwarten. Genau das spricht für das innovationsfördernde Top-Management des Straubinger Bierexperten.

Der jährlich erscheinende „Bierbauchkalender“ steht für Christoph Kämpf stellvertretend für das, was viele mit dem Genuss des Gerstensafts verbinden — eben Bierbäuche bei älteren, bärtigen Männern. „Die Weinbranche vermarktet sich wesentlich cleverer als die Bierbranche. Mit Wein verbindet man oftmals Eleganz, schöne Gläser und ein sehr feines Ambiente“, sagt der Geschäftsführer. Natürlich ist Bier nicht gleich Wein. Dennoch findet Kämpf, dass man auch Bier stilvoller bewerben kann, beispielsweise mit attraktiven Menschen, die es trinken.

Auf den Spuren der Mönche

Der Geschäftsführer legt großen Wert auf neue und frische Ideen und Konzepte, die zugleich in einer Linie mit der Historie des Unternehmens stehen. Die 1367 von Karmelitenmönchen gegründete Brauerei in Straubing wurde 1879 vom Urgroßvater der heutigen Besitzer gekauft. Die gegenwärtige Philosophie des Mittelständlers ruht auf drei Säulen: Achtsamkeit, regionaler Bezug und soziale Verantwortung. Zu Ersterem zählt etwa das Thema Energieeffizienz. Indem man eng mit Partnern aus dem Umland zusammenarbeitet, schafft das Unternehmen außerdem einen regionalen Bezug zu seinen Produkten. Und drittens möchte die Brauerei ihren Mitarbeitern in sozialer Hinsicht gerecht werden. Zudem gilt: Wie schon die Urväter der Brauerei sehen es die Verantwortlichen als ihre Pflicht an, Leben und Wirtschaften in harmonischen Einklang mit der Natur zu bringen.

Energiesparen als Geschäftsbereich

Ökologische Nachhaltigkeit spielt bei dem bayrischen Mittelständler eine besonders wichtige Rolle. Gemeinsam mit Technologiepartnern hat man das Konzept der energieautarken Brauerei entwickelt. Hier beginnt der Brauprozess in einem zweistöckigen Kaskaden-Sudhaus. Auf der oberen Etage wird eingemaischt, und die Flüssigkeit fließt durch die Schwerkraft von allein in die untere Etage. So benötigt man keine zusätzliche Energie für Pumpen. „Schon damals im Kloster wurde nach diesem Prinzip verfahren“, berichtet Christoph Kämpf. Das zeigt, dass Innovationen nicht immer neu erfunden werden müssen.

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Anna Riedl-Strasser

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