Unternehmens­portrait

Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG

2020

Nahrungsmittelindustrie/-handel

Größenklasse A

1 Teilnahme

Die Brauerei der Zukunft

Brauen bei der Karmeliten Brauerei Karl Sturm GmbH & Co. KG funktioniert nach einem alten Prinzip: das Malz einmaischen, die Maische läutern, die so entstandene Würze mit Hopfen aufkochen, klären, gären und nach Belieben lagern – alles nach dem deutschen Reinheitsgebot. Doch der Prozess verbrauchte bisher enorm viel Energie. Daher machten sich diese Straubinger Bierbrauer um Christoph Kämpf Gedanken darüber, was man einsparen kann. So haben sie die Brauerei der Zukunft entwickelt, mit alter Tradition.

Die Karmeliten Brauerei wurde 1367 von den Brüdern des Ordens „der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel“ gegründet. Diese Brauerei ist damit eines der ältesten Unternehmen Deutschlands. Seit 1879 ist sie im Familienbesitz. Ihre Urväter sahen es damals als ihre heilige Pflicht, das Leben und das Wirtschaften in einen harmonischen Einklang mit der Natur zu bringen. Auch heute noch verfolgt das Unternehmen die ethisch-moralischen Grundsätze seiner klösterlichen Vorfahren. Dazu gehört ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und ökologische Verantwortung.

Konzeptentwicklung mit Technologiepartnern

Beim Bierbrauen müssen große Volumen erhitzt, gekocht und wieder abgekühlt werden. Das ist ein sehr energieintensiver Prozess. Gemeinsam mit Technologiepartnern hat das Unternehmen daher das Konzept der energieautarken Brauerei entwickelt – die Brauerei der Zukunft. Der Brauprozess beginnt in einem zweistöckigen Kaskaden-Sudhaus: Oben wird eingemaischt, und die Flüssigkeit läuft aufgrund der Schwerkraft quasi von allein in das untere Stockwerk. Das sogenannte Läutern geschieht so mittels einfacher Physik, ohne dass Energie fürs Pumpen aufgewendet werden muss. „Das Prinzip ist nicht neu“, erklärt der Geschäftsführer Christoph Kämpf. „Im Kloster wurde bereits so gebraut. Und wir haben das wieder aufgegriffen.“

Aus Abwasser wird Energie

Die Straubinger Bierbrauer setzen außerdem fast ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen. Eine innovative Technik ermöglicht es, alle Reststoffe der Bierproduktion wieder zu Wertstoffen umzuwandeln. Die gewissenhaft optimierte Anlage der Karmeliten Brauerei arbeitet mit intelligenten Energiespeichern sowie mit Verteilsystemen aus erneuerbaren Energien und mit Energierückgewinnung. Mittels der Rückgewinnung aus seinem Abwasser spart das Unternehmen fast 100 % seines CO2-Fußabdrucks. „Als regionale, mittelständische Brauerei werden wir allein nicht die Welt retten“, sagt Kämpf. „Aber was uns möglich ist, tragen wir dazu bei.“

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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