Unternehmens­portrait

Ingpuls GmbH

Autozulieferer/Fahrzeugbau

Neue Materialien/Werkstoffe

Größenklasse A

2 Teilnahmen

Forschung trifft Praxis

Kann Metall ein Gedächtnis haben? Natürlich nicht, antwortet der gesunde Menschenverstand – und liegt falsch. Was nach Sci-Fi-Fantasterei klingt, ist wissenschaftliche Realität: Bestimmte Legierungen haben die Eigenschaft, sich nach scheinbar plastischer Verformung an ihre ursprüngliche Gestalt zu erinnern. Um die nutzbringende Entwicklung solcher Werkstoffe macht sich die Ingpuls GmbH in Bochum verdient. Mit ihren in enger Kundenkooperation entstehenden Produkten hat diese Techfirma es weltweit zur Technologieführerschaft gebracht.

Bekannt ist der Effekt schon länger: Erwärmt man etwa verbogenen Draht, der aus einer Formgedächtnislegierung, kurz FGL, hergestellt wurde, findet er wieder zu seiner Ausgangsform zurück. Zur Anwendung kamen die FGL-Legierungen aus Nickel und Titan gleichwohl bis vor Kurzem fast nur in der Medizintechnik. Schwung in die Sache brachten erst drei Materialwissenschaftler, die noch während ihrer Promotion an der Bochumer Universität ihr eigenes Unternehmen gründeten.

Potenzial nutzen

Ihr Ziel: das verkannte Potenzial der Technologie für industrielle Zwecke nutzbar machen. „In vielen technischen Systemen“, erläutert der Mitgründer und Geschäftsführer Dr. Christian Großmann, „können FGL-Komponenten Motoren und Antriebe ersetzen.“ Von den Vorteilen – geringe Störanfälligkeit, niedriges Gewicht, erhebliche Kostenersparnis – lässt sich eine wachsende Kundenschar überzeugen. Zu einem festen Standbein in der Fahrzeugtechnik, wo die Federn der Firma als Aktuatoren und Sensoren herkömmliche Produkte ersetzen, kommen zunehmend Aufträge aus anderen Branchen wie etwa der Hausgeräteindustrie. Auf die Überholspur abgebogen sind diese Bochumer derweil auch in der Medizintechnik, aufgrund bahnbrechender Verbesserungen des superelastischen Materials für Implantate.

Beziehungskisten und mehr

Es ist der konsequenten Außenorientierung dieses Technologieführers geschuldet, dass die Verbindung von Forschung und Praxis so reibungslos gelingt. „Innovationen entstehen nicht beim Kaffeetrinken“, sagt Dr. Großmann, „meist kommen Kunden mit einer konkreten Idee auf uns zu.“ Ein eigens entwickelter Anfragenkatalog erleichtert die Analyse und die Bewertung der Kundenwünsche. Gibt es grünes Licht für den Projektstart, tritt man in einen durch Meilensteine strukturierten Entwicklungsprozess ein, in den der Auftraggeber eng eingebunden ist. Das funktioniert, weil diese Spezialisten es schaffen, ihr Know-how für den geforderten Anwendungszweck fruchtbar zu machen. Darin sind sie so gut, dass Ingpuls sich vom Material- zum Systemhersteller wandelt. Nächster Schritt: die Gründung von Tochterfirmen.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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