Unternehmens­portrait
Interview Sven Harke-Kajuth

Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

2020

Immobilien/Facility-Management

Größenklasse C

1 Teilnahme

Die Digitalisierung birgt ein enormes Potenzial für neue Services.“

Sven Harke-Kajuth, Bereichsleiter Digitalisierung und Konzern-Services

Lebendige Quartiere in Berlin

Rund 120.000 Menschen in Berlin gibt diese Firma ein Zuhause – und sie wächst mit hohem Tempo weiter: Die Gewobag Wohnungsbau- Aktiengesellschaft Berlin will jedoch mehr sein als ein reiner Vermieterfür möglichst viele Menschen. Daher setzt diese kommunale Wohnungsbaugesellschaft auf nachhaltiges Bauen, autarke Energieerzeugung, zukunftsfähige Mobilität und mehr Lebensqualität in den Quartieren. Ihr Ziel ist es, Flächen nicht nur in Wohnraum umzuwandeln, sondern in lebendige Orte mit einer lebenswerten Nachbarschaft.

Berlin ist immer noch ein Magnet für Jung und Alt, der Wohnraum in der Hauptstadt ist entsprechend heiß begehrt. Der zügige Bau neuer Wohnungen ist daher für die Gewobag eine wichtige Aufgabe. Dabei vergrößert das Unternehmen mit seinen Neubauprojekten nicht nur das Wohnungsangebot, sondern schafft auch lebenswerte und nachhaltige Quartiere, in denen die Nachbarschaften zusammenwachsen. „Wir stehen für eine soziale Stadtentwicklung, das heißt für uns: bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, Nachbarschaften zu stärken und so die Wohnqualität zu verbessern“, erklärt Snezana Michaelis, Mitglied des Vorstands.

Wohnen der Zukunft

In einem Altbau im Bezirk Schöneberg schafft die Gewobag Raum für Zukunftsexperimente. Dort werden in regem Austausch mit den Bewohnern neue, gemeinschaftliche Wohnformen erprobt. Auch eine Werkstatt, Gemeinschaftsbüros, vielfältig nutzbare Eventflächen und ein Dachgarten sind geplant: „Es geht für uns bei diesem Projekt darum, Hand in Hand mit den Nutzern zukunftsträchtige Ansätze zu erproben und zu validieren“, erklärt Michaelis. Das funktioniert mittels interner Bewertungen, aber auch durch die systematische Befragung und Beteiligung der Nutzer. „Beteiligung ist für alle unsere Projekte ein echtes Zukunftsthema“, sagt Michaelis.

Strom einfach selbst machen

Beim Thema Nachhaltigkeit ist die Gewobag schon in der Zukunft angekommen, ob mit energetischen Sanierungen, Niedrigenergiehäusern oder Warmwassererzeugung mittels Solaranlage. Ein wesentliches Merkmal des klimafreundlichen Wohnens ist der sogenannte Quartiersstrom, ein umweltfreundlicher Strom aus Blockheizkraftwerken und Fotovoltaikanlagen, mit dem das Unternehmen seine Quartiere autark versorgt. Auch E-Mobilität ist für die Gewobag schon längst selbstverständlich – im eigenen Unternehmen und in den quartierseigenen Fuhrparks. „Im Moment erproben wir verstärkt digitale Möglichkeiten, die unsere Wohnanlagen in Zukunft noch smarter und umweltfreundlicher machen könnten“, verrät Markus Terboven, Mitglied des Vorstands.

Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

Warum die Digitalisierung für die Gewobag ein hochaktuelles Thema ist und sie viele Innovationen mit sich bringt, erklärt Sven Harke-Kajuth.

Herr Harke-Kajuth, die Gewobag investiert derzeit stark in die Digitalisierung. Wie genau?

In den vergangenen Jahren stand die Digitalisierung unserer internen Prozesse im Fokus. Wesentliche Bestandteile waren dabei die Dokumentation und die digitale Modellierung. Heute gestalten sich unsere Prozesse nicht nur transparenter – wir können auch ihre Qualität besser sichern. Beispielsweise haben wir standardisierte Arbeitsvorgänge weitestgehend digitalisiert. Dazu zählt auch der Vermietungsprozess, ein für unsere Branche zentraler Arbeitsvorgang. Viele Papierarbeiten entfallen damit. Auch einzelne Arbeitsschritte, etwa Einladungen zu Besichtigungsterminen, haben wir inzwischen automatisiert. All das trägt zu einer starken Effizienzsteigerung bei, und unsere Mietinteressenten freuen sich über einen smarteren und schnelleren Service.

Auch beim Wohnen ist die Digitalisierung ein wichtiges Thema. Was sind hier Ihre Ansätze und Ideen?

Die Digitalisierung birgt für uns ein enormes Potenzial für neue Services und Geschäftsmodelle. In Modellprojekten erproben wir Smart-Home-Anwendungen auf ihre Serientauglichkeit und auf ihren Mehrwert für unsere Immobilien. Ein weiteres Beispiel ist das digitale Parkraummanagement, mit dem ein Parkplatz von Millionen Menschen digital gefunden, gebucht und abgerechnet werden kann. Oder die digitale Plattform für erweiterte Wohnservices für Produkte und Themen rund ums Wohnen, an der wir gerade arbeiten. Allgemein entwickeln wir uns mit der Digitalisierung immer mehr von einem klassischen Vermieter von Wohnraum zu einem integrierten Serviceanbieter.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Kommunikation mit Ihren Mietern?

Eine sehr große, denn das Kommunikationsverhalten unserer Mieter wandelt sich, worauf wir natürlich reagieren. Aus diesem Grund kommunizieren wir über viele Social-Media-Kanäle, und wir bieten ein digitales Mietermagazin an. Außerdem haben wir eine Service-App entwickelt, über die die Mieter, unabhängig von unseren Öffnungszeiten, mit uns in Kontakt treten können. Es ist damit auch möglich, wichtige Dokumente einzusehen oder Schadensmeldungen vorzunehmen – und zwar ohne zuerst in einer Warteschleife zu hängen. Das erleichtert die Kommunikation
ungemein.

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Anna Riedl-Strasser

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