Unternehmens­portrait

Gehrmann & Hinrichs GmbH & Co. KG

Baugewerbe/Handwerk

Holzindustrie/-verarbeitung

Größenklasse B

1 Teilnahme

Die Vision eines nachhaltigen Holzhauses

Dass etwas aktuell funktioniert, reicht Peer Gehrmann nicht: Der Maschinenbauer denkt weit in die Zukunft und kontaktiert Wissenschaftler und Start-ups, um seine Visionen zu verwirklichen. Die Belegschaft ist dazu aufgefordert, immer wieder neue Lösungsansätze zu suchen. So entwickelte sich das „Talishaus“ der Gehrmann & Hinrichs GmbH & Co. KG vom hochwertigen Holzhaus zum technisch ausgeklügelten Nullenergiehaus. Die innovativen Details überzeugen die Kunden.

Kompromisse bei der Qualität macht Peer Gehrmann ungern. Sein Unternehmen gründete er 1996, weil er aus dem Baustoff Holz bessere Häuser fertigen wollte, als es sie damals auf dem Markt gab. Einen Qualitätssprung gab es 2012, als hochwertige Diffusionsfolien im Wandaufbau die Wärmedämmung verbesserten. Danach stellte sich die Frage einer guten Lüftung, denn die existierenden Lüftungssysteme waren zu groß und auch zu schwer zu warten. „Wir haben dann eine eigene Lüftungsanlage entwickelt“, erzählt der Geschäftsführer. Immer wieder nimmt er dabei Vorschläge aus seinen Teams auf, fordert für Details Lösungsideen ein. „Das motiviert die Leute, wenn sie sehen, dass es vorangeht“, betont Gehrmann.

Innovative Heizung im Fenster

Als nächstes widmete man sich der Heizung: Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen war unbefriedigend. Zufällig las Peer Gehrmann eine kleine Meldung über ein Start-up, das eine Infrarotheizung in Fensterscheiben integriert. Durch spezielle Beschichtungen erzeugt die kostengünstige Scheibe Wärme, die nur in die Innenräume strahlt. Gehrmann & Hinrichs stieg in das Start-up ein, entwickelte Fertigungsmaschinen und half, das Produkt serienreif zu machen. Forscher testen die Fensterscheiben gerade, die „Talishaus“Kunden sind schon jetzt zufrieden damit.

Innovationsfördernde Zusammenarbeit

Schon früh wurde den Geschäftsführern Peer Gehrmann und Bernd Hinrichs bewusst, dass auch Holz irgendwann knapp werden könnte. Deshalb arbeitet der Mittelständler eng mit Universitäten zusammen, um neue Baustoffe aus nachhaltigen Materialien zu kreieren: etwa Biokunststoff, der aus Reishülsen und mithilfe von Bakterien produziert wird. Außerdem testet man gerne die neuen Produkte der Lieferanten. Die langjährige Zusammenarbeit mit ihnen half auch während der Coronapandemie, als Gehrmann & Hinrichs trotz großer Baustoffknappheit weiter beliefert wurde. Das Konzept des „Talishauses“, das aus nachhaltigen Materialien besteht und seine Energie zum großen Teil selbst produziert, überzeugt auch die Käufer: Das Unternehmen wächst stetig.

Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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