Unternehmens­portrait

Fichtner & Schicht GmbH

2024

Oberflächentechnik

Größenklasse B

1 Auszeichnung

v. l. n. r.: Markus Tack (Geschäftsführer), Tim Stricker (Geschäftsführer)

Die Form der Zukunft

Ja, anfassen ist erlaubt — doch bitte ganz vorsichtig! Die in Schlangen in Nordrhein-Westfalen beheimatete Fichtner & Schicht GmbH gönnte sich zum 50-jährigen Firmenjubiläum einen Relaunch der Corporate Identity. Dabei ging man aber sehr behutsam vor: leicht angepasste Farbverläufe, abgerundete Ecken. Der Wiedererkennungswert war das Wichtigste. Was für den Markenauftritt gilt, prägt die Gesamtstrategie der Firma. Stetige Innovationsentwicklung bedeutet für den Anbieter von Galvanoformung und Werkzeugbau, das Bestehende intelligent in die Zukunft zu führen.

Erosionsschutzkappen der Fichtner & Schicht GmbH, das weiß ihr Geschäftsführer Tim Stricker, sind das Nonplusultra in der Luftfahrt. Und der Markt gibt ihm recht: Fast alle Schutzkappen kommen von dem Hersteller mit dem ausgeprägten Spezialwissen. Legierung und Geometrie — zwar ist der Mittelständler auch dem führenden Anbieter in den USA eine Nasenlänge voraus, dennoch gestaltet sich der Vertrieb dort sehr schwer, weil potenzielle Kunden national ansässige Unternehmen bevorzugen.

Ideen entstehen industrieübergreifend

Da Lamentieren nicht sonderlich hilft, schaut sich das Top-Management in der näheren Umgebung um. Die Fichtner & Schicht GmbH betritt mit ihren Produkten in der Luftfahrt und der Automobilindustrie, dem zweiten großen Geschäftsfeld, regelmäßig Neuland — oft in Kooperation mit Forschungseinrichtungen. Inspirationen holt sich der Spezialist für galvanische Fertigung sowie Werkzeug- und Prüfstandsbau häufig aus anderen Branchen. „Wir schätzen den industrieübergreifenden Austausch sehr“, erklärt der Geschäftsführer. Dank dieser Außenorientierung gelang dem Mittelständler eine wichtige Prozessinnovation: Galvanisiert wird in großen offenen Galvanikbecken, durch Verdunstung geht dabei viel Energie verloren. Was wäre aber, wenn es gelänge, das Becken abzudecken? „Alle meinten, dass das niemals funktionieren würde“, erzählt Stricker.

Genau hinschauen für den Erfolg

Die Tüftler überlegten hin und her und fragten einen Hersteller nach einem Konzept. Er konnte ihnen aber keine Lösung anbieten. Dann die entscheidende Idee: Konzept und Umsetzung wurden selbst in die Hand genommen. Zusammen mit einer Gebäudetechnikfirma aus demselben Industriepark baute man eine praktische Abdeckung, wodurch Fichtner & Schicht 12% Energie spart. Das sind 241.000 Kilowattstunden, die dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 80 Einfamilienhäusern entsprechen. Indem die Köpfe des Unternehmens auch in der Produktentwicklung immer um die Ecke denken, erschließen sie sich Marktanteile und behalten dadurch auch in schrumpfenden Branchen ihr „Stück des Kuchens“.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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