Unternehmens­portrait
Interview Dr. Peter Selders

Endress+Hauser SE & Co. KG

Automatisierungs-/Verfahrenstechnik

Größenklasse C

1 Teilnahme

Wir möchten unsere Mitarbeitenden dazu ermutigen, neue Wege zu gehen.“

Dr. Peter Selders, Geschäftsführer

Der Markt wartet nicht

Jeder Mittelständler kennt das: Innovationsprozesse müssen immer schneller in marktfähige Produkte münden. Ein Schlüssel dazu liegt in der rascheren Digitalisierung und Vernetzung aller Unternehmensbereiche. Die Endress+Hauser SE+Co. KG, weltweit führend in der Herstellung von Füllstand- und Druckmessgeräten, stellt sich dieser Aufgabe und verfolgt dabei das ehrgeizige Ziel, den damit einhergehenden Wandel weitgehend geräuschlos in der Firmen-DNA zu verankern.

„Die Digitalisierung geht weit über die bloße Einführung von Software hinaus“, stellt der Geschäftsführer Dr. Peter Selders fest. „Die größte Herausforderung liegt darin, den Sinn und die Vorteile dieser tiefgreifenden Veränderung allen Mitarbeitern nahezubringen und auf diese Weise die Transformation möglichst reibungslos zu gestalten.“ So soll etwa ein „Innovation Lab“ als Keimzelle für neue Herangehensweisen und Geschäftsmodelle dienen – und erfolgreiche Methoden ins Kerngeschäft übertragen. „Wenn das gelingt, geht das gesamte Prozedere schneller und effizienter über die Bühne“, betont der Geschäftsführer.

Projektabschlüsse mehr als verdoppelt

Eine erhebliche Beschleunigung der innovativen Prozesse bewirkt zudem das sogenannte Critical-Chain- Project-Management. Dabei geht es im Kern um die Fokussierung auf Projektengpässe und die Optimierung der entsprechenden Prozesse. Das führt zu signifikant kürzeren Laufzeiten und somit zu wesentlich mehr Innovationsprojekten. „Mit dieser Methode ist es uns gelungen, die Zahl der Projektabschlüsse mit derselben Mannschaftsstärke innerhalb eines Jahres mehr als zu verdoppeln“, erklärt Dr. Peter Selders.

Konflikte führen zu Ausgewogenheit

Als dritten entscheidenden Faktor für ein höheres Tempo der Innovationsprozesse nennt der Geschäftsführer die Einbeziehung der Unternehmensbereiche Forschung und Entwicklung, Produktmarketing sowie Produktion von der ersten Stunde an: „Die Abstimmung untereinander muss stets gewährleistet sein.“ In der Praxis sieht das so aus: Jedes Projekt ist mit Teilprojektleitern aus diesen Unternehmensbereichen und einem unabhängigen Hauptprojektleiter besetzt. Dessen Aufgabe ist es, die Interessen aller Beteiligten zu wahren und die unvermeidlichen Zielkonflikte zu moderieren. „Diese Konflikte muss es geben“, erläutert Dr. Peter Selders, „sonst kommt man nicht zu einer ausgewogenen Sicht und damit auch nicht zur besten Lösung.“

Endress+Hauser SE & Co. KG

Warum die Vermittlung von Innovationskompetenz an die Mitarbeitenden zum guten Innovationsklima bei Endress+Hauser beiträgt, erklärt Dr. Peter Selders.

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Anna Riedl-Strasser

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