Unternehmens­portrait
Interview Zlatko Dizdarevic

BIKON-Technik GmbH

Anlagen-/Maschinenbau

Autozulieferer/Fahrzeugbau

Größenklasse A

2 Teilnahmen

Bei uns im Unternehmen zählt die Innovationskraft eines jeden Einzelnen.“

Zlatko Dizdarevic, Geschäftsführer

Vielfalt und Erfahrung

Ob in der Automobilbranche, beim Tagebau, in der Medizintechnik oder bei Windkraftanlagen – Spannsätze für Antriebstechnik werden an vielen Stellen gebraucht. Auf genau diese Produkte hat sich die BIKON-Technik GmbH spezialisiert. 1972 gründete Ralph Müllenberg die Firma in einem Kellerraum, heute führt Zlatko Dizdarevic das Maschinenbauunternehmen. Sein Erfolgsrezept: durchdachte Innovationsprozesse und ein Top-Management, das das Thema Innovation ernst nimmt.

„Das Wichtigste ist ein guter Umgang miteinander“, betont Geschäftsführer Zlatko Dizdarevic. Bei einem Unternehmen mit 8 Mitarbeitern – plus 15 weiteren in der Fertigung in Norditalien – muss die Chemie zwischen den Kollegen stimmen. Dizdarevic achtet zudem darauf, dass seine Mitarbeiter immer genügend Freiraum haben, um sich mit der Generierung neuer Ideen beschäftigen zu können. Er selbst sieht seine Position als Schnittstelle zwischen Technik, Fertigung, Vertrieb und Logistik. „Als Diplom-Ingenieur bin ich der Ideengeber im Unternehmen. Ich verbringe viel Zeit mit der Produktentwicklung und mit Innovationen.“ Der Geschäftsführer ist stolz darauf, mit seiner Technik für Spannsätze weltweit Marktführer zu sein.

Von der Idee zum fertigen Produkt

Grundlage für Innovationen bei BIKON ist eine große Produktpalette plus viel Erfahrung. Schon bei der ersten neuen Idee schließt man sich mit der Fertigungsabteilung kurz, um abzuklären, ob die Maschinen des Hauses für die Realisierung geeignet sind. Dann werden ein bis zwei Kunden nach ihrer Meinung zu der Idee gefragt. Anschließend prüft man in Simulationsprozessen zum Beispiel die mechanischen Spannungen oder die Steifigkeit der Spannsätze. Um ein neues Produkt einmal direkt in der Hand zu halten, kommt ein 3-D-Drucker zum Einsatz. Der Prototyp wird dann auf einem eigenen Prüfstand getestet. Sobald die erste Kleinserie in Produktion geht, finden sich alle Informationen auf der Webseite von BIKON – zugänglich nur mit Registrierung, um Produktpiraterie vorzubeugen. Geht das neue Produkt schließlich in Serie, schaltet BIKON Anzeigen in verschiedenen Medien oder geht darin mit Informationen direkt an die Kunden, um die Innovation auch international vorzustellen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Zlatko Dizdarevic legt bei seiner Arbeit viel Wert auf Nachhaltigkeit. Die Produkte aus dem Hause BIKON sind recyclingfähig, man achtet auf einen geringen Energiebedarf und strebt ein papierloses Büro an. Auch die Beziehungen zu den Kunden und den Mitarbeitern sind nachhaltig angelegt – ohne gemeinsame Werte geht es einfach nicht.

Wie bei BIKON die Freude an der Arbeit und das gemeinsame Lachen zum Innovationserfolg beitragen, erzählt Zlatko Dizdarevic.

Wie würden Sie das Innovationsklima in Ihrem Unternehmen beschreiben?

Wir gehen sehr familiär miteinander um und haben viel Spaß bei der Arbeit. Einige Ideen entstehen, wenn wir zusammen lachen und herumalbern. Manches davon bleibt hängen, und man stellt fest: Die Idee war doch gar nicht so dumm. Unser Unternehmen besteht jetzt seit 50 Jahren. Ich erzähle gerade den jüngeren Mitarbeitern oft von den Anfängen und dem Weg bis heute, damit sie wissen, wie das Unternehmen funktioniert und was wir in den letzten Jahren schon alles geleistet haben.

Wie werden die Mitarbeiter in den Prozess der Ideenfindung eingebunden?

Wirklich jeder hat die Gelegenheit, seine Ideen einzubringen – bis bin zu den Lagerarbeitern. Vorschläge zu neuen Verpackungsmöglichkeiten zum Beispiel sparen bares Geld, und der Preis entscheidet oft darüber, ob der Markt ein Produkt annimmt oder nicht. Jeder darf seine Meinung zu den Vorschlägen äußern. Auch ich bin offen für Kritik an meinen Ideen. Nur so können wir schließlich alle besser werden und sinnvolle Denkansätze verfeinern.

Wie fördern Sie denn das Innovationspotenzial Ihrer Mitarbeiter?

Ich bringe oft neue Themen oder Fragenstellungen auf, denn mir schwirren viele Ideen im Kopf herum. Wichtig ist mir, dass ich meine Mitarbeiter dabei immer mit einbinde. Die junge Generation kennt sich zum Beispiel viel besser mit Social Media aus als ich. Hier sollen sie also eigene Ideen entwickeln. Sie wissen, dass sie dabei Fehler machen dürfen, diese Freiheit gebe ich ihnen. Im Grunde muss ich meine Mitarbeiter auch gar nicht allzu viel motivieren, denn jeder versucht von sich aus, seinen Arbeitsplatz so angenehm wie möglich zu gestalten, um schneller ans Ziel zu kommen. Von vielen Neuerungen im Tagesgeschäft bekomme ich gar nichts mit.

Auf welchem Gebiet sehen Sie in den nächsten Jahren die größten Herausforderungen?

Wir müssen alle nachhaltiger werden. Schon aus Preisgründen sind wir gezwungen, nachhaltiger zu arbeiten. Nur so können wir mit der Konkurrenz aus dem Ausland mithalten. Wenn wir effizienter, kleiner und langlebiger bauen, brauchen wir automatisch weniger Material und Energie. Das kommt allen zugute, auch der Umwelt.

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