Unternehmens­portrait

Bender & Wirth GmbH & Co.

Lichttechnik

Elektronik/Elektrotechnik

Größenklasse A

1 Teilnahme

Bis an die Grenzen des Machbaren

Seit mehr als 120 Jahren befasst sich die Bender & Wirth GmbH & Co. bereits mit Lampenfassungen. Diesem Geschäftsmodell ist das Unternehmen aus dem Sauerland bis heute treu geblieben – auch wenn die Glühlampen mittlerweile natürlich modernen LED-Leuchten gewichen sind, deren nicht genormte Fassungen weit aufwendiger zu entwickeln sind. Doch das Top-Management hat bei der Umstellung auf das neue Lichtsystem gut reagiert und kann sich seitdem über zahlreiche Innovationserfolge freuen.

Als ein großes internationales Unternehmen aus der LED-Branche vor einigen Jahren Bender & Wirth um die Entwicklung eines LED-Halters bat, konnten Geschäftsführer Martin Bender und sein Team innerhalb eines Tages eine serienreife Lösung präsentieren: Die innovativen Fassungen bestehen aus dem Kompositmaterial Mikanit, das im Unterschied zu reinen Plastikmaterialien die Herstellung hitzebeständigerer und kleinerer Halterungen ermöglicht. Außerdem sind diese Fassungen flexibel im Design und können ohne Werkzeug hergestellt werden – das erklärt die Geschwindigkeit der Neuentwicklung. Der Kunde war begeistert. Und das Unternehmen aus dem südlichen Westfalen hatte seine neue Nische gefunden.

Entwicklung eines eigenen Automaten

„Häufig bekommen wir Bestellungen für Produkte, die die Unternehmen noch gar nicht fertig entwickelt haben“, berichtet Bender, der seinen Betrieb in der dritten Generation führt. „Die Kunden wissen, dass wir die Entwicklung unserer Fassungen bis an die Grenzen des Machbaren treiben können.“ Um die Halter aus Mikanit zu fertigen, hat der Werkzeugmacher des Hauses einen anspruchsvollen Automaten komplett selbst konzipiert – ohne vorher jemals irgendetwas mit Programmierung zu tun gehabt zu haben. Sein Chef hat ihn dabei unterstützt und angespornt. „Ich helfe unseren Mitarbeitern dabei, mutig zu sein, Dinge zu wagen und ,out of the box’ zu denken“, beschreibt Martin Bender seinen wichtigsten Anteil an der Innovationsarbeit im Unternehmen.

Herausforderung Normierung

„Es gab bisher noch kein Problem, das wir nicht hätten lösen können“, betont der Geschäftsführer. Die größte Herausforderung, die er für sein Unternehmen in den nächsten Jahren sieht: Bislang sind die Fassungen für LED-Leuchten nicht genormt, sodass fast jede Fertigung ein Unikat ist. Sollte es in den nächsten Jahren zu einer einheitlichen Normierung kommen, ist eine individuelle Entwicklung nicht mehr gefragt. „Darauf müssen wir uns vorbereiten“, sagt Bender. „Aber wir werden auf jeden Fall auch dann weiter ein Spezialist in unserer Nische bleiben.“

Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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