Unternehmens­portrait

Zender Germany GmbH

2023

Gesundheitswesen

Autozulieferer/Fahrzeugbau

Größenklasse B

3 Auszeichnungen

Aus Krisen lernen

Dieses Unternehmen hat eine ungewöhnliche Chance schnell ergriffen: Ab 2019 stellte die Zender Germany GmbH im niedersächsischen Osnabrück ihre Produktion auf die vollautomatische Maskenherstellung um. So bescherte ausgerechnet die Coronapandemie dem Mittelständler beeindruckende Innovationserfolge. Aus dieser Erfahrung zieht er bis heute Lehren. In den vergangenen Jahren digitalisierte das Team konsequent seine Produktionslandschaft und lotet seitdem systematisch neue Branchen und Geschäftsfelder aus.

Hochwertige Lederbezüge und Carbonteile für Autos, die mit Nähen, Stanzen und Cutten in Form gebracht werden: Das war das Kerngeschäft der Zender Germany GmbH bis zum Jahr 2019. „Plötzlich griff in Italien die Coronapandemie um sich. Innerhalb von nur einer Woche haben wir die ersten Masken gefertigt und dorthin geliefert. In wenigen Wochen bauten wir außerdem eine neue Produktionsstätte auf“, erzählt der Geschäftsführer Sebastian Schmidt.

Schnellere Prozesse

Als sich die Pandemie in ganz Europa rasant ausbreitete, passte sich der mittelständische Betrieb dem Bedarf schnell und flexibel an. „Zu Beginn schafften wir 20.000 Masken am Tag, am Ende haben wir beeindruckende 300 fertig verpackte Masken pro Minute hergestellt, und zwar vollautomatisch“, sagt Schmidt. Das Unternehmen in Osnabrück vervierfachte nicht nur innerhalb eines Jahres seine Umsätze, auch strategisch blieb der Erfolg nicht ohne Folgen, nachdem die Pandemie wieder abebbte: „Wir haben das verdiente Geld konsequent in eine digitalisierte Produktion investiert, dadurch unsere Effizienz erhöht und auch Kosten gespart“, erläutert der Geschäftsführer Marco Dei Vecchi. Heute kann der Mittelständler seine Produkte und Prozesse vollständig digital tracken. „So können wir unsere Mitarbeiter besser schulen und die Produkte entsprechend nachverfolgen“, fügt er hinzu.

Innovativ aus der Krise

Geblieben ist zudem der Mut, ganz neue Geschäftsfelder zu erschließen. So produziert der Mittelständler heute auch Carbonteile, und zwar sowohl für Fahrräder und Lastenräder als auch für Schiffe und Jachten. Inzwischen hat er sogar die Luft- und Raumfahrtbranche im Blick und dafür eine wichtige Zertifizierung erlangt. „Seit dem großen Erfolg mit der Maskenproduktion ist für uns klar, dass wir auch in anderen Branchen erfolgreich sein können“, sagt Schmidt. Innovation bedeutet für das Unternehmen heute den Mut, sich breiter aufzustellen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Kernkompetenzen auf ganz neue Branchen zu übertragen.

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Anna Riedl-Strasser

Projektberatung

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