Theben AG

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Hohenbergstraße 32 72401 Haigerloch
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Innovation unter Strom


April, April, der macht, was er will. Doch auch sonst kann der Mensch nicht steuern, wann die Sonne scheint oder der Wind bläst. Das kann seit der Energiewende für das Stromnetz zum Problem werden. Denn nicht immer erzeugen Windräder oder Solaranlagen so viel Energie, wie wir gerade brauchen. Deswegen arbeitet die Theben AG, eine Herstellerin von Präsenzmeldern und Zeitschaltuhren, inzwischen auch an einer intelligenteren Strominfrastruktur: In Zeiten von Knappheit soll Strom sinnvoll verteilt werden.

Für den Staat, aber auch für Firmen und Privatpersonen ist es ein Horrorszenario: ein Blackout – ein Totalausfall des Stromnetzes. Mit der Energiewende scheint dies wahrscheinlicher geworden zu sein, da erneuerbare Energie extremen Schwankungen unterliegt. Deswegen arbeitet Theben schon seit 2009 an Lösungen für eine sichere und intelligente Netzinfrastruktur in Zeiten regenerativer Stromversorgung. Das innovative Produkt, das bald auf den Markt kommen soll, heißt CONEXA 3.0 und ist ein „Smart-Meter-Gateway“, die zentrale Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems (iMsys). Das iMsys, bestehend aus Smart-Meter-Gateway und digitalem Stromzähler, erfasst den viertelstündlichen Stromverbrauch und leitet die Daten auf einem geschützten Kanal zur Abrechnung an das Stadtwerk. „So können Stromanbieter in Zukunft besser abschätzen, wie viel Strom zu welchen Zeiten in welchen Gegenden gebraucht wird“, erklärt der Vorstand Paul Schwenk.

Waschen, wenn die Sonne scheint

Einen Vorteil könnte das in Zukunft auch für die Verbraucher haben: „In Zeiten, in denen Sonne und Wind viel Energie erzeugen, wird Strom naturgemäß billiger. Das könnten die Verbraucher geschickt nutzen. Indem die Waschmaschine etwa dann anspringt, wenn der Strom gerade billig ist“, erklärt der Vorstand Thomas Sell. Mit einer digitalen Strominfrastruktur könnten die Bewohner eines Hauses dann alles im Blick haben und den eigenen Stromverbrauch geschickt anpassen. „Es wäre auch vorstellbar, dass ich mir meinen Strom zum Kochen lieber aus der Autobatterie meines Elektrowagens ziehe als aus dem Stromnetz, wenn Energie gerade teuer ist“, sagt Sell.

Agile Business-Units statt starrer Organistation

Um auf solche Ideen zu kommen, hat man sich vor einiger Zeit intern neu aufgestellt: Statt isolierter Abteilungen und steiler Hierarchien prägt heute eine Business-Unit-Landschaft die Zusammenarbeit. „Mittlerweile sitzen bei uns in den verschiedenen Abteilungen Entwickler, Vertriebler und Marketingleute zusammen an einem Projekt. So können wir viel unternehmerischer handeln“, erklärt Schwenk. So feiert die Firma, verjüngt und ideenreich, schon bald ihren hundertsten Geburtstag.

Bild von Paul Schwenk und Thomas Sell
Paul Schwenk und Thomas Sell
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