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Stadtwerke Görlitz AG

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Weitere Branchen: Kommunal | Elektronik/Elektrotechnik
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Demianiplatz 23 02826 Görlitz
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Energiewende? Vollzogen!


Der liberalisierte Energiemarkt und das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien stellen Energieversorger vor große Herausforderungen, eröffnen aber auch neue Chancen. So etwa für die Stadtwerke Görlitz AG. Dieses sächsische Unternehmen ist beim Umbau seines Geschäftsmodells auf einem guten Weg. Auf ein erreichtes Ziel verweist man hier mit besonderem Stolz: Seit 2017 beziehen alle privaten und gewerblichen Kunden dieser Firma ausschließlich Ökostrom oder CO2-neutrales Gas. Grüner geht es nicht.

Seit jeder Verbraucher seinen Energieversorger frei wählen kann, weht ein neuer Wind in der Branche. Wer sich nicht rasch genug auf den Wandel einstellte, verlor Kunden. Das räumt der Vorstand Matthias Block auch für die Stadtwerke Görlitz ein: „2010 haben wir erkannt, dass unser Konzept nicht mehr tragfähig war. Deshalb haben wir eine runderneuerte Strategie erdacht, die wir jetzt verfolgen.“ Damit geht ein verändertes Selbstverständnis einher, das Block pointiert auf den Punkt bringt: „Wir entwickeln uns vom Versorger zum Umsorger.“ Er meint damit: zu einem in allen Sparten breit aufgestellten Dienstleister.

Impulse aus der Zukunftswerkstatt

Seit Jahren schon spüren Innovationsscouts in allen Firmenfeldern potenziell wertschöpfenden Ideen nach. Unterstützt werden sie seit 2017 durch drei freigestellte, speziell geschulte Mitarbeiter, die gemeinsam mit dem Vorstand das Basisgeschäft optimieren und laufend neue Produkte und Services entwickeln. Auf diese Weise verwirklichte Maßnahmen bezeichnet Block als Erfolgsstory. Als Beispiele aus jüngerer Zeit nennt er den Bau öffentlich geförderter Anlagen zur dezentralen Energieversorgung in drei Görlitzer Altstadtquartieren und zahlreiche Contracting-Projekte für das energetische Modernisieren von Einfamilienhäusern. Das generiert einen guten Umsatz. Allein 2016 verbesserten Innovationsprojekte das Betriebsergebnis um rund 1 Mio. €.

Grünstrom statt Graustrom

Das erklärte Ziel ist es, die Stadtwerke Görlitz über die Grenzen der Neißestadt hinaus als führenden Energie- und Wasserdienstleister in Ostsachsen zu etablieren. Wenn es gelingt, kommt das auch dem Umweltschutz zugute: Schon seit 2010 verzichtet das Unternehmen auf Atomstrom, seit 2017 bietet es nur noch Energie aus erneuerbaren Quellen an. „In unserer vom Kohletagebau geprägten Gegend war das ein Wagnis“, sagt Block. Ihn freut es, dass die Kunden mitziehen. Weil die Stadtwerke in ihrem Netzgebiet über 80 % Marktanteil im Strom und Gas halten, haben sie damit die Energiewende für Görlitz im Alleingang gestemmt – viel eher als vom Gesetzgeber vorgesehen. Mit der Leistung stehen sie auf weiter Flur als Vorbild.

Bild von Matthias Block
Matthias Block
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