DRYMAT-Systeme GmbH

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Dresdner Straße 24 09577 Niederwiesa
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Mit Elektrophysik zu trockenen Mauern


Feuchte Wände, modriger Geruch, bröckelnder Putz, abplatzende Farbe sind in alten Gebäuden häufig ein Problem. Die Ursache dafür sind gelöste Salze, die mit der Feuchtigkeit in die Bausubstanz einwandern – auch Neubauten sind betroffen. Die Salze schädigen auf Dauer das Mauerwerk. Um feuchte Gebäude zu trocknen, entwickelt und produziert die DRYMAT-Systeme GmbH seit rund 20 Jahren spezielle Anlagen, die auf elektrophysikalische Weise funktionieren.

Aufgrund der im Wasser enthaltenen Salze steigt die Feuchtigkeit in Bauwerken nach oben. Das macht sich die elektrophysikalische Methode dieser sächsischen Ingenieure zunutze: Sie bekämpft die Feuchtigkeit mithilfe von Anoden und Kathoden. Dabei werden im nach oben führenden Mauerwerk die Anoden und unter dem Fundament die Kathoden verbaut. Letztere haben eine negative Ladung, wodurch sie die im Wasser gelösten Salze anziehen und so das Wasser aus dem Mauerwerk leiten. Der große Vorteil dieses Verfahrens: Da die Kathoden die Abdichtungsebene bestimmen, liegt die Feuchtigkeitssperre unter dem Gebäude.

Gleich drei Neuerungen kombiniert

Die Montage haben die Ingenieure mittlerweile extrem vereinfacht: Löt- und Klemmverbindungen entfallen komplett. Alle Anoden werden mittels Schneidkopfschrauben auf einem Edelmetallkabel befestigt. Da auch die Anoden und die Schrauben aus Edelmetall sind und daher nicht korrodieren, hält der Kontakt theoretisch ewig. Zudem wurde die Form der Anode verändert: Während man früher Vollmetallstäbe einsetzte, verbaut man heute Anoden, die einem zum Bleistift gedrehten Sieb ähneln. So kann der Mörtel hindurchfließen und die Verbindung damit zusätzlich sichern. Zu guter Letzt haben die Entwickler einen Mörtel erfunden, der den pH-Wert puffert: Er ist nicht nur leitfähig, sondern dehnt sich nach der Trocknung aus, wodurch die Festigkeit der Verbindung zwischen Mauerwerk und Mörtel stark erhöht wird.

International gefragt

Der Vorteil gegenüber den Verfahren der Mitbewerber liegt auf der Hand: Bei der elektrophysikalischen Entfeuchtung durch die DRYMAT-Systeme entfällt die Wartung, und die Mauern trocknen wesentlich schneller. Das Haus wird trocken gehalten, der Energiebedarf hierfür beträgt lediglich sechs Watt pro Stunde – etwa so viel wie der eines Smartphones. Mit diesem System hat die Firma bereits viele Eigenheimbesitzer in Deutschland überzeugt, sie ist aber auch im Ausland erfolgreich: Die Eremitage in St. Petersburg, die Karls-Universität in Prag und das dänische Königsschloss wurden beispielsweise von DRYMAT trockengelegt.

Bild von Frank Lindner
Frank Lindner
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