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Rittal GmbH & Co. KG

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Vom Visionär zum Weltmarktführer


Rudolf Loh war ein Visionär. Die Gründung seiner Firma löste 1961 eine kleine Revolution im Maschinen- und Anlagenbau aus. Denn der Unternehmer hatte die Idee, Gehäuse für elektrische Steuerungen serienmäßig zu produzieren. Bislang hatten seine Kunden ihre Schaltschränke je nach Bedarf selbst gefertigt, das war teuer und aufwendig. Anfangs belächelt, überzeugte die Idee schnell. Heute beliefert die Rittal GmbH & Co. KG mehr als 90 % aller Branchen weltweit mit standardisierten Schaltschränken.

Der visionäre Geist des Gründers prägt das Familienunternehmen bis heute. Rudolf Lohs Sohn und Nachfolger, Dr. Friedhelm Loh, leitet heute die Friedhelm Loh Group mit weltweit 11.500 Mitarbeitern, zu der auch Rittal gehört. Denn war das erste Produkt, der Schaltschrank „AE“ – der „Allererste“ – gleich eine Innovation, blieb es nicht dabei: 1999 brachte Rittal den Großschaltschrank „TS 8“ auf den Markt. Mit 10 Millionen Exemplaren ist er der meistverkaufte Schaltschrank der Welt – und überall im Einsatz: im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobilbranche, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Telekommunikationsbranche, in Fußballstadien, auf Kreuzfahrtschiffen, in der Wüste und am Polarkreis.

Virtuell konfigurierbar

Der „TS 8“ ist enorm anpassungsfähig: Er kann hinter- und übereinander, seitlich und sogar um Ecken herum aneinandergereiht werden. Sein Baukastenprinzip ermöglicht es dem Kunden, sich seinen individuellen Serienschaltschrank mit Komponenten zusammenzustellen, die an seinen Bedürfnissen ausgerichtet sind. Auch kann er den Schaltschrank virtuell konfigurieren: Der digitale Zwilling ist genauso wichtig wie das reale Produkt.

Patentierte Hybridtechnologie

Richtungsweisend ist auch eine Innovation auf dem Gebiet des Klimaschutzes in der Industrie: Die neue Kühlgerätegeneration „Blue e+“, die bei den sich erhitzenden elektrischen Anlagen im Innern des Schaltschranks für gleichbleibende Temperaturen sorgt. Die Neuheit ist vergleichbaren Geräten um ein Vielfaches voraus: 2015 in den Markt gestartet, kommuniziert „Blue e+“ mit der vernetzten Produktionsumgebung und arbeitet mit einer patentierten Hybridtechnologie – passive Kühlung mit der Umluft und aktive Kühlung mit einem Kompressor, der nur bei Bedarf einsetzt. Das Ergebnis überzeugt: Durchschnittlich 75 % weniger Energieverbrauch, Energiekosten und CO2- Emissionen. Ein Wegweiser für mehr Klimaschutz in der Industrie!

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Dr. Thomas Steffen
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„Mit unseren Produkten haben wir schon mehrmals einen Quantensprung in der Branche geschafft und damit die Industrie überrascht.“