
Unternehmensportrait
Baldus Medizintechnik Gruppe
Unternehmensportrait
Mit Innovation und Verantwortung im Dienst der Medizintechnik
Wer gut gelaunt zum Zahnarzt geht, hat entweder Nerven aus Stahl oder kann sich auf eine Lachgas-Sedierung freuen. Die Baldus Medizintechnik Gruppe hat sich darauf spezialisiert, die Anwendung von Lachgas-Sedierung in Zahnarztpraxen sicherer, komfortabler und wirtschaftlicher zu machen. Doch das ist nur ein Teil ihrer Kompetenz: Baldus plant und installiert zudem hochmoderne zentrale Gasanlagen für Kliniken, Krankenhäuser und OP-Zentren. Im Rahmen einer erfolgreichen Open Innovation fand man Unterstützung für eine Produktidee, die Umsatz und Bekanntheitsgrad des Unternehmens entscheidend potenzierte.
Das Surren eines Bohrers, das Zücken einer Spritze kann selbst gelassene Menschen in die Flucht treiben. Seit Jahrzehnten ist Lachgas deshalb ein beliebtes Mittel zur Beruhigung und Sedierung in der Zahnmedizin. Die Geschäftsleitung sah jedoch bei Zahnarztpraxen den Bedarf an komfortableren Atemmasken — für Patienten und die Behandler. „Doch für uns als kleines Unternehmen sind hohe Entwicklungskosten eine Herausforderung“, erklärt der Geschäftsführer Fabian Baldus. Dass die innovative „Doppelnasenmaske“ dann doch realisiert wurde, ist das Ergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit mit Partnern.

Fabian Baldus (Geschäftsführer)
Partnerschaft bietet neue Möglichkeiten
Als Partner für die Neuentwicklung der Atemmaske fand man 2021 einen etablierten US-Konzern für Medizintechnik. Die Kosten für Realisierung und Zulassung teilten sich die Entwicklungspartner. „Diese finanzielle Erleichterung erlaubte uns den Entwicklungsprozess“, sagt Baldus. Der Erfolg der Maske am deutschen Markt dürfte den amerikanischen Produzenten in seiner Entscheidung inzwischen bestätigt haben. Baldus’ Firma ist seit der Einführung der Doppelnasenmaske 2022 sprunghaft gewachsen, die Mitarbeiterzahl soll sich in den nächsten Jahren verdoppeln. Auch darauf bereitet man sich im Rahmen einer Partnerschaft vor: „Wir nehmen am EU-Förderprogramm KOMATRA teil, das eine werteorientierte Kreislaufwirtschaft stärkt“, erzählt Baldus. In den nächsten fünf Jahren unterstützt eine Nachhaltigkeitsmanagerin ihn dabei, die Produktion des Unternehmens ressourcenorientiert zu gestalten.
Durchatmen dank innovativer Idee
Die innovative Doppelnasenmaske ist weiterhin ein Umsatztreiber, denn sie bietet wichtige Vorteile in puncto Arbeitssicherheit für das Patiententeam und Komfort für den Patienten. „Aus einer Maske darf kaum Lachgas in die Raumluft entweichen“, erklärt Fabian Baldus. Schließlich soll nur der Patient, nicht jedoch der Behandler sediert werden. Die Konstruktion aus zwei ineinandergefügten Masken aus anschmiegsamem Silikon schafft hier Abhilfe: Das Gas wird aus der äußeren Maske abgesaugt, während der Patient durch die innere Maske ungehindert atmet. Zukünftig sollen noch mehr stressgeplagte Patienten von den Vorteilen einer gut verträglichen Lachgas-Sedierung profitieren — ein erklärtes Ziel des ideenreichen Marktführers.
Interview mit Fabian Baldus
Wie eine Produktinnovation die Marktposition von Baldus Medizintechnik veränderte – ein Interview mit Fabian Baldus.
Sie haben 2022 eine innovative „Doppelnasenmaske“ für die Lachgas-Sedierung auf den Markt gebracht. Welche Vorteile bietet sie?
Die meisten sterilisierbaren Masken zur Lachgas-Sedierung sind kompliziert in der Handhabung: Sie lassen sich nur schwer zerlegen und wieder zusammensetzen. Das senkt die Bereitschaft der Zahnarztpraxen, diese Form der Sedierung einzusetzen. Zwar löst unsere Einwegmaske nicht das Problem der Nachhaltigkeit, aber sie erleichtert den Einsatz einer nahezu nebenwirkungsfreien Betäubung. Außerdem lässt sie sich individuell formen und anpassen. Dadurch können wir vor allem junge Patienten für die Behandlung begeistern: Besonders beliebt bei Kindern ist unsere rote Maske mit Erdbeerduft. Durch ihre Konstruktion und Passform garantiert die Maske außerdem die Arbeitssicherheit für den Behandler.
Wie trägt die Maske zur Sicherheit des Praxisteams bei?
Die Maske besteht aus zwei ineinandergefügte Nasenmasken, die durch eine Membran verbunden sind. Das ausgeatmete Lachgas wird durch die äußere Maske direkt abgesaugt, während der Patient durch die innere Maske ungestört weiteratmen kann. So gelangt kaum Lachgas in die Raumluft — ein wesentlicher Beitrag zur Einhaltung der geltenden Arbeitsplatzgrenzwerte. Denn am Ende soll der Patient sediert werden, nicht das Behandlungsteam.
„Wir sind Deutschlands Innovationsführer bei Lachgas-Sedierung.“
Fabian Baldus, Geschäftsführer

Welche Auswirkungen hatte die Einführung dieses Produkts auf Ihr Unternehmen?
Die Maske hat unseren Bekanntheitsgrad und Umsatz deutlich gesteigert. Offensichtlich haben wir einen Bedarf erkannt, der schon länger in Arztpraxen bestand. Wir haben außerdem den klassischen Vertrieb eingestellt und nutzen hauptsächlich digitale Möglichkeiten des Marketings. Im Moment kommen die Praxen auf uns zu, wenn sie sich für unsere Maske interessieren, und vereinbaren einen Kennenlerntermin.
Welches Ziel setzen Sie und Ihre Mitarbeiter sich nach dieser gelungenen Innovation?
Persönlich sind wir von den Vorteilen der Lachgas-Sedierung überzeugt: Der Wirkstoff ist gut verträglich, wirkt schnell und baut sich im Körper ebenso schnell wieder ab — für viele Patienten also eine echte Verbesserung bei der Narkose. Wir möchten durch innovative Produkte und perfekten Service weiter dafür sorgen, dass diese Behandlung an Popularität gewinnt.