Unternehmensporträt
WMV GmbH
Unternehmensporträt
Ein besonderer Spirit
Als Martin Müllers Vater am 1. April 1970 eine Firma gründete, fuhr er mit einem Citroën 2CV, einer „Ente“ zu seinen Kunden. Heute ist die WMV GmbH technisch auf dem modernsten Stand, in jeder Hinsicht: ein weltweit agierender Maschinenbauer, der Anlagen zur Reinigung, Beschichtung und Oberflächenbehandlung baut. Dabei denkt die Geschäftsführung nach wie vor unkonventionell und prägt so erfolgreich das Innovationsklima und die Prozesse im Unternehmen.
Für die großen Themen haben die Geschäftsführer Martin und Barbro Müller vor drei Jahren ein Geschäftsleitungsteam etabliert. Die sechs Mitglieder beobachten den Markt, scannen Trends und Veränderungen und denken in Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten über neue Technologien und Produkte nach. Gruppen aus Spezialisten verschiedener Bereiche entwickeln dann kundenorientierte Innovationsideen weiter. Die Entwicklungsteams setzen sich individuell, je nach Know-how und Themengebiet zusammen.
Martin Müller, Barbro Müller, Geschäftsführer
Man hört sich zu, man nimmt sich ernst
Neben den Entwicklungsthemen gibt es auch viele kleine Optimierungen, die für eine kontinuierliche Verbesserung sorgen. „Wir arbeiten nach der „Lean“-Philosophie und sind nicht hierarchisch, sondern vernetzt organisiert“, erklärt Barbro Müller. „Vorschläge von Mitarbeitern nehmen wir jederzeit auf und diskutieren, was wir davon realisieren können — das sind gut etablierte Prozesse.“ Dabei weiß jeder im Unternehmen: Fehler sind kein Drama. „We fail to success — wir scheitern uns zum Erfolg“, erläutert Martin Müller. „Wer innovativ sein will, darf keine Angst haben, vielleicht übers Ziel hinauszuschießen. Dieser Kulturwandel hat uns wirklich nach vorn gebracht.“ Unkonventionell ist auch das Mitarbeiterbeteiligungsmodell: Geht es dem Unternehmen gut, bekommen alle eine Sonderzahlung. Sie ist für alle gleich hoch. Schließlich arbeiten alle zusammen an einem gemeinsamen Ziel.
Als Team zum Erfolg
Der Erfolg als Team basiert auf der Kombination aus umfassendem Know-how, Offenheit gegenüber Technologien, vernetzter Organisation, starker Unternehmenskultur und dem kontinuierlichen Austausch mit den Kunden, um deren Herausforderungen präzise zu verstehen. „Dieser Erfolg spiegelt sich auch in unserem Slogan ‚Always a winning combination‘ wider“, sagt Martin Müller abschließend.
Interview mit Martin und Barbro Müller
Warum Gemeinschaftsgefühl wichtig ist für die Innovativität, erklären die Geschäftsführer Barbro und Martin Müller.
Sie beschreiben 2022 als Ihr Umbruchjahr und sind 2024 angekommen, wo Sie hinwollten. Wo stehen Sie heute mit Ihrem Unternehmen?
BM: Wir sind heute im Geschäftsleitungsteam eine echte Vertrauensgemeinschaft. Unser Innovationsteam entscheidet zum Beispiel sehr selbstständig. Es muss nicht alles immer minutiös mit uns abstimmen, denn wir können uns darauf verlassen, dass die Mitarbeiter für das Unternehmen denken und entscheiden. MM: Umgekehrt treffe ich, wenn mir etwas einleuchtet, sehr schnelle Entscheidungen. Ich will niemanden ausbremsen, das demotiviert und hemmt jede Innovativität. Ich bin da durchaus bauchgetrieben. BM (lacht): Ich bin nicht ganz so mutig. Aber wir ergänzen uns gut.
Worin sehen Sie Ihre Innovationskraft?
MM: Ein Beispiel aus unserem Unternehmensalltag: Mittlerweile arbeiten wir alle ohne Papier. Das war ein immenser Schritt, aber es ist uns gelungen, mehr als 100 Kollegen mit ins Boot zu holen. Unter anderem deshalb, weil wir Mitarbeitende in Schlüsselpositionen überzeugen konnten. Andere wiederum haben ihre Kollegen dazu ermutigt, etwas Neues zu wagen. So entstand eine spürbare positive Dynamik. Diese Stimmung und die dafür nötige Mitarbeiterkultur sind ganz wesentlich für Innovation. Denn so ziehen die Mitarbeiter sich gegenseitig mit — und zwar nach vorn! BM: Natürlich haben wir während des Prozesses auch intensiv geschult und qualifiziert. Aktuell rollen wir etwa eine Lernplattform aus, mit der wir auch individuelle Weiterbildungsangebote anbieten können. Und wir starten neue Projekte, zum Beispiel zum Thema digitaler Zwilling.
„A winnig combination: Geht es der Firma gut, geht es allen gut.“
Martin und Barbro Müller, Geschäftsführer
Auf Ihrem Firmengelände gibt es auch ein Technikum. Was hat es damit auf sich?
MM: In unserem Technikum, einem eigenständigen Research-&-Development-Gebäude, probieren wir mechanische, elektronische und digitale Innovationen aus. In einem geschützten Rahmen arbeiten wir dort auch gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten an Neuentwicklungen. Und vor allem steht das Zentrum unseren Mitarbeitern offen. Alle wissen, dass dort aus einer guten Idee Wirklichkeit werden kann — und eine wegweisende Innovation.