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Unternehmensporträt

sp.ICE GmbH

Unternehmensporträt

Heizen und Kühlen mit dem Eisspeicher

Eis speichert Energie. Das macht sich der Hersteller sp.ICE GmbH zunutze. Die im Eisspeicher eingeschlossene Energie kann sowohl zum Kühlen als auch zum Heizen genutzt werden. Geschäftsführer Wolf-Roland Fischer nennt die Speicher daher auch „thermische Batterien“. Gebäudekomplexe lassen sich damit ganzjährig temperieren, wobei sich das Verfahren von herkömmlichen Klimaanlagen unterscheidet: Während herkömmliche Klimaanlagen Abwärme in die Umwelt abgeben, sorgt diese beim sp.ICE-Ansatz im Winter für Wohlfühlatmosphäre.

Wer nachhaltig denkt, denkt in Kreisläufen. So auch die sp.ICE GmbH, indem sie Systeme errichtet, die je nach Bedarf kühlen oder heizen, es geht keine Energie verloren. Sie wechselt lediglich ihren Aggregatszustand von fest zu flüssig und wieder zu fest. Nicht nur der Gebäudesektor interessiert sich für den Eisspeicher und die damit verbundene Technologie, sondern auch die Industrie. Molkereien beispielsweise pasteurisieren Milch bei Temperaturen von über + 70 °C  und müssen diese dann schnell abkühlen. 

Wolf-Roland Fischer und Christoph Rosinski, Geschäftsführer

Günstige energie- und klimaeffiziente Kälte

Prozesskälte spielt in der gesamten Lebensmittel-, Chemie- und Pharmabranche sowie in weiteren Industrien eine wichtige Rolle. Mit dem Eisspeicher erzeugen Unternehmen diese besonders energie- und klimaeffizient sowie umweltfreundlich, denn als Speichermedium benötigen sie lediglich Wasser. Da die Kälte unabhängig von ihrer Entstehung abgegeben werden kann, sind die Kunden des Kältespezialisten in der Lage, sie dann zu herzustellen, wenn Strom besonders günstig ist. Sie können den Eisspeicher nachts füllen und tagsüber damit produzieren. Auch bei der Klimatisierung von Datenzentren und in Notfallszenarien wird die thermische Batterie eingesetzt.

Feine Kapillare erhöhen die Kühlgeschwindigkeit

Mit der patentierten Kapillarrohrtechnik können die Kunden des Unternehmens besonders schnell Eis herstellen. Röhrchen mit lediglich 4,5 Millimetern Durchmesser, die im Abstand von 10 Millimetern im Gerät angebracht sind, ergeben eine riesige Wärmeaustauschfläche. „Man kann den Speicher schneller aufladen als alle anderen Produkte auf dem Markt und in kurzer Zeit sehr viel Energie abgeben“, sagt Wolf-Roland Fischer. Fällt also etwa in einem Rechenzentrum die Kühlung aus, können die Betreiber mit dem Eisspeicher schnell reagieren. Genau so gut ist es möglich, sich zu bevorraten: Der Eisspeicher hält die Kälte für mehr als Tage.

sp.ICE GmbH

2026

Anlagen-/Maschinenbau

Energie Kälte/Klima/Sanitär/Heizung

Größenklasse A

1 Auszeichnung

Kontakt

Löhrgasse 11
65549 Limburg

06431 217 160
info@sp-ice.de
https://sp-icestorage.de

Interview mit Wolf-Roland Fischer

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Interview mit Wolf-Roland Fischer

Hitzeschutz gewinnt hierzulande an Bedeutung. Wolf-Roland Fischer über das Potenzial innovativer Eisspeicher.

Herr Fischer, Sie haben jahrzehntelang Energieanlagen gebaut, meist im Ausland. Vor 6 Jahren haben Sie die sp.ICE GmbH gegründet. Erzählen Sie mehr darüber.

Damals lernte ich meinen Geschäftspartner Christoph Rosinski kennen, der sein Berufsleben der Gebäudetechnik gewidmet hatte. Er hatte die Idee, die Kapillare aus Heiz- und Kühldecken, die viel in Industriebauten eingesetzt werden, in Eisspeicher zu integrieren. So ließ sich die Leistungsfähigkeit der Speicher signifikant erhöhen. Da in der gesamten Energieversorgung die „Lagerung“ der Energie zwischen Gewinnung und Verbrauch der eigentliche Knackpunkt ist, war damit eine tragfähige Geschäftsidee geboren.

Die Klimatisierung von Gebäuden, der Hitzeschutz, gewinnt in Deutschland an Bedeutung.

Ja, Kühlen ist das neue Heizen. Mit unseren Lösungen können auch bestehende Bürogebäude klimatisiert werden. In einem Objekt aus den 70er- oder 80er-Jahren reichte die Stromkapazität nicht aus, um eine Kältemaschine zu betreiben. Gemeinsam entwickelten wir die Idee, einen Eisspeicher aufzustellen. Geladen wird er nachts, wenn kaum elektrische Last anfällt. Auch wenn es eng wird, können wir mit unserer Kühltechnik arbeiten: Unsere Container sind zwar sehr groß, aber wir liefern sie bei Bedarf in Modulen an. Die vorgefertigten Komponenten passen durch jede Tür. Wir bauen die Anlagen dann dort auf.

„Kühlen ist das neue Heizen.“

Wolf-Roland Fischer, Geschäftsführer

Sie sehen den Eisspeicher weniger als fertiges Produkt, sondern vielmehr als Bestandteil umfassender Energie- und Klimalösungen. Wie kommen Sie auf neue Ideen?

Wir lassen uns gerne auf neue Anwendungen ein. Christoph ist ein richtiger Tüftler und liebt neue Herausforderungen. Gerade testen wir in unserem Labor, wie sich mit Phasenwechselmaterialien, also mit speziellen Salzen und organischen Substanzen, der Gefrierpunkt von Wasser auf Temperaturen bis — 20 °C senken lässt. Wir forschen mit verschiedenen Materialien. Vielversprechende Entwicklungen setzen wir als Prototypen um. Unsere Ingenieure verwandeln Christophs kreativen Input in marktreife Lösungen. Aktuell überlegen wir, wie wir Flugzeuge mit Solarenergie klimatisieren können. Als Speicher verwenden wir selbstverständlich Eis.

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