Innovationsaward TOP 100-Sieger 2025

Unternehmensporträt

Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG

Unternehmensporträt

Innovativ aus Liebe zum Aluminium

„Aluminium — das lieben wir.“ Franz Rieger, Inhaber und Geschäftsführer der Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG, weiß, warum: Es ist das Metall der Wahl für die Leichtbauweise. Allerdings ist es nicht leicht zu veredeln. Deshalb investiert der Mittelständler jährlich sechsstellige Summen in die Forschung, um Materialeigenschaften und Oberflächenoptik zu verbessern. Auf der Suche nach Optimierungspotenzial hat das Top-Management dabei auch den Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Blick.

Es klingt fast schon nach Alchemie, was dem Metallveredler Rieger im vergangenen Jahr gelang: Das schwäbische Familienunternehmen erwirtschaftete ein Fünftel mehr Umsatz — und verbrauchte dennoch weniger Energie als im Vorjahr. Für die Geschäftsführung hat die Reduktion des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes oberste Priorität. Stand in den vergangenen Jahren die klimaneutrale Produktion im Vordergrund, ließ Franz Rieger in den vergangenen Monaten eine Wärmepumpe in der Verwaltung installieren. Auch Elektroautos als Firmenfahrzeuge sowie die Ausstattung mit E-Scootern sind geplant.

Geschäftsführer Igor Rudel (li) Franz Rieger (re)

Verzinntes Aluminium für E-Autos

Die Hälfte des Umsatzes macht Rieger mit der Automobilindustrie. Besonders in der E-Mobilität spielt das Verzinnen von Aluminium eine große Rolle. Batteriepakete mit Teilen, die Rieger veredelt, sind in Marken vieler Hersteller verbaut. Auch in der dezentralen Stromversorgung werden veredelte Aluminiumteile verwendet. Kabelverbinder, die wie riesige Lüsterklemmen aussehen, halten die Leitungen der ausgebauten Netze zusammen. Gemeinsam mit Forschungsinstituten optimiert Rieger die Materialeigenschaften von Aluminium für diese Anwendungen. Allerdings beschränkt man sich nicht auf Produktinnovationen. Auch die Veredelungsprozesse selbst werden auf ihr Optimierungspotenzial hin überprüft. Gemäß der Firmenphilosophie „Qualität, Innovation, umweltgerechte Produktion“ achtet Rieger dabei besonders auf die Energieeffizienz. 

Die Diva unter den Metallen

Die Liebe zum Werkstoff Aluminium hat Franz Rieger von seinem Vater geerbt. Schon in den 50er-Jahren galvanisierte Franz Rieger Senior das anspruchsvolle Metall. Immer noch gibt es Luft nach oben, was beispielsweise die Eigenschaften der weichen Oberfläche und die Lötfähigkeit angeht. Das Familienunternehmen ist als lösungsorientierter Partner für zahlreiche Anwendungen gesetzt, weil es mit neuen Ideen und kontinuierlichen Verbesserungen immer noch ein bisschen mehr aus dem faszinierenden Material herausholt.

Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG

2025

Oberflächentechnik

Metallherstellung/-verarbeitung

Größenklasse A

2 Auszeichnungen

Kontakt

Riedstraße 1
89555 Steinheim

07329 803-0
info@rieger-mv.de
https://www.rieger-metallveredlung.de

Interview mit Franz Rieger

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Interview mit Franz Rieger

PCs gibt es bei Rieger in der Produktion nicht mehr. Franz Rieger erläutert, warum.

Herr Rieger, Sie haben die PCs in der Metallveredelung abgeschafft. Warum?

Ja, richtig. Bei uns in der Produktion finden Sie keine Computerterminals mehr. Das heißt allerdings nicht, dass wir zu analogen Prozessen zurückgekehrt sind. Wir haben stattdessen alle Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Manche haben Angst vor Tasten, aber ein Smartphone bedienen kann jeder.

Wie haben die Mitarbeiter darauf reagiert?

Wie wir es erwartet hatten: Innerhalb von zwei Tagen haben sie die Anwendung voll akzeptiert. Das verdanken wir allerdings auch unserem Programmierer. Nachdem wir die Geräte verteilt hatten, probierten die Kollegen gleich aus, was sie damit machen können. Das Programm zog sie in ihren Bann. Sie nehmen Informationen seitdem so viel besser auf und eignen sich Wissen an, ohne es zu merken. Außerdem können sie Informationen direkt und viel schneller austauschen. Entdecken sie beispielsweise fehlerhafte Stellen in einem Teil, das sie bearbeiten sollen, schicken sie ein Foto ans Qualitätsmanagement. So können wir umgehend reagieren und mit dem Kunden sprechen.

„Manche haben Angst vor Tasten, aber ein Smartphone bedienen kann jeder.“

Franz Rieger, Geschäftsführer

Ist Qualität der ausschlaggebende Wettbewerbsfaktor in der Metallveredelung und Oberflächenbearbeitung?

Ja, über die Qualität differenzieren wir uns vom Wettbewerb. Schließlich stellen wir nichts her, sondern verbessern die Eigenschaften und veredeln die Oberfläche der Teile, die vom Kunden kommen. Wir arbeiten quasi wie Maler, nur dass in diesem Fall das Haus zu uns kommt. Wenn Sie Ihre Wohnung renovieren lassen, sind Sie zufrieden, wenn der Dienstleister sauber arbeitet und Ihre Vorstellungen eins zu eins realisiert. Ähnlich geht es unseren Kunden: Sie wollen ihre Ware so schnell wie möglich zurückgeliefert bekommen, um selbst lieferfähig zu sein. Mitunter bezahlen sie dafür auch einen etwas höheren Preis. Genau so ist es bei der Qualität: Wir veredeln unter anderem Zylinderkopfhauben für die Schiffsdiesel von Luxusyachten. Einen Schiffsbauer haben wir sogar vier- oder fünfmal gehen lassen, weil er einen günstigeren Anbieter vorzog. Mittlerweile ist er Stammkunde bei uns, denn nur wir liefern absolut fehlerfreie Oberflächen für äußerst anspruchsvolle Endkunden.

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