Innovationsaward TOP 100-Sieger 2026

Unternehmensporträt

RASTAL GmbH & Co. KG

Unternehmensporträt

Ein Glas muss wirken

Bei der RASTAL GmbH & Co. KG steht am Anfang jedes neuen Trinkgefäßes nicht das Produkt, sondern die Markenidentität. Und die Frage, wie sie durch Form, Sensorik und Ritual inszeniert werden kann. In einem aktuellen Projekt für eine Biermarke ging es nicht darum, einen klassischen Bierkrug neu zu variieren, sondern Sensorik, Ritualität und Wertigkeit von Bier in eine neue Gefäßtypologie zu übersetzen. Der zentrale Gedanke dabei: Das Einschenken selbst soll Teil der Identität des Bieres werden.

Die Arbeitsweise folgt einem Schema: Briefings werden Schritt für Schritt in neue Produkte übersetzt. Ein eigenes Designstudio übersetzt die Vorgaben des Kunden in Glas-Formen und Dekore, die die Marke sichtbar und spürbar machen. Eine auf hohe Stückzahlen ausgelegte Fertigung sorgt dafür, dass die Entwürfe als individuell gestaltete Gläser in Serie gehen können. „Der entscheidende Moment entsteht bei uns dann, wenn das Briefing nicht mehr als Anforderungskatalog gelesen wird, sondern als Haltung interpretiert wird“, erklärt der Geschäftsführer Maximilian Sahm.

Maximilian Sahm, Geschäftsführer

Mut zum Weiterdenken

Auf dieser Basis denkt das Unternehmen auch etablierte Verfahren weiter. Statt nur ein Logo auf Glas zu bringen, wird die Markenwirkung hin zum Getränk selbst verlagert: Eine neue Technologie ermöglicht, dass sich die aufsteigenden Perlen bevorzugt an einer definierten Stelle bilden und so die markierte Fläche im Glasdesign unterstützen. Dafür kommen sogenannte Moussierpunkte zum Einsatz — winzige Strukturen im Glas, an denen Kohlensäurebläschen bevorzugt entstehen und aufsteigen. So wird eine bekannte physikalische Wirkung zum Gestaltungsmittel, ohne dass sich das Einschenken oder Trinken für den Gast verändert. „Etablierte Verfahren neu zu denken, erfordert oft keine langen Überlegungen, sondern den Mut, sie konsequent weiterzuführen“, betont Sahm.

Zusammenarbeit mit Bars und Brauereien

Der Mittelständler richtet seinen Blick darauf, wer wo wann und mit welcher Erwartung aus einem Glas trinkt. Das Unternehmen will vor allem das Zusammenspiel von Konsumverhalten, Anlass, Ritual und Marke besser verstehen. Hinweise aus Bars, Brauereien und Restaurants fließen dabei früh in die Innovationsarbeit ein. Über Universitäten, Pilotprojekte und Innovations-Workshops mit Partnern wird qualitative Forschungsarbeit betrieben. „In den nächsten fünf bis zehn Jahren sehen wir das größte Innovationspotenzial nicht in einem einzelnen Glas oder einer einzelnen Technologie, sondern im tieferen Verständnis der Nutzungssituation rund um Getränke“, sagt Maximilian Sahm.

RASTAL GmbH & Co. KG

2026

Glas/Keramik/Porzellan

Hotel/Gastronomie/Tourismus Konsumgüter

Größenklasse C

1 Auszeichnung

Kontakt

Rastalstraße 1
56203 Höhr-Grenzhausen

026 2416-0
welcome@rastal.com
https://www.rastal.com

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