Unternehmensporträt
PROTOTEC GmbH & Co. KG
Unternehmensporträt
Revolution im 3D-Druck
Bedarf an kniffligen Bauteilen, ausgefallene Wunschgeometrien und ständig neue Anforderungen — damit kommen Firmen zur PROTOTEC GmbH & Co. KG nach Attendorn. Wenn Standardverfahren an Grenzen stoßen, entwickelt der 3D-Druckdienstleister präzise passende Lösungen aus mehr als zehn additiven Verfahren und über 70 Materialien. Dieses breite Portfolio ermöglicht Konstruktionen, die anderswo kaum realisierbar sind. Gleichzeitig entsteht Raum für kreative Experimente, die man in enger Abstimmung mit den Auftraggebern angeht.
In Kundengesprächen erkennen die Fachleute schnell, wenn herkömmliche Verfahren an ihre Grenzen stoßen, etwa bei extrem filigranen oder stark belasteten Bauteilen. Dann prüfen sie, ob vorhandene Werkstoffe kombiniert werden können oder ob eine neue Technologie infrage kommt. Anschließend folgen Recherchen im Netz, Kooperationen mit Forschungseinrichtungen oder gezielte Gespräche auf Messen, um den passenden Ansatz zu finden. So entstehen Machbarkeitsstudien, die sich bei Erfolg bis zur Serienfertigung entwickeln lassen.
Torsten Wolschendorf, Geschäftsführer
Gemeinsame Pionierarbeit
Gerade bei speziellen Anforderungen zeigt sich gut, wie eng das Unternehmen mit Kunden und Partnern zusammenarbeitet. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung einer hauchdünnen Barriere für Hochspannungsanwendungen im Vakuumbereich. Da die Schicht in diesem Umfeld elektrisch isolierend, extrem dünn und vakuumstabil sein muss, kommt ein Beschichtungsspezialist als Partner ins Spiel. Gemeinsam wird nach jedem Probelauf an den Bauteilen justiert, bis alle Kriterien erfüllt sind. Im Vertrieb setzt das Team auf den direkten Kundendialog, auf Social Media und Newsletter, um neue Methoden bekannt zu machen. „Jeder kann sich einen 3D-Drucker kaufen, aber nur wenige schaffen echte Lösungen“, sagt der Geschäftsführer Torsten Wolschendorf. Seine Mitarbeitenden verstehen sich als Problemlöser, die aus einem großen Pool an Materialien und Verfahren eine genau passende Kombination zusammenstellen.
Freiräume und tägliches Ideenschmieden
Um Ideen fortlaufend zu entwickeln, setzt der Attendorner Mittelständler auf kurze Entscheidungswege und regelmäßige Austauschrunden. Täglich stehen kreative Lösungsansätze im Mittelpunkt: Mal erarbeitet das Team eine neue Nachbearbeitungsmethode, mal findet es heraus, wie sich Bauteile mit speziellen Werkzeugen effizienter glätten oder beschichten lassen. Da es im 3D-Druck keine festgelegte Ausbildung gibt, qualifizieren sich die Beschäftigten selbst und bringen ihr Wissen in neue Projekte ein. Diese Offenheit für Impulse von außen, so betont Wolschendorf, habe das Unternehmen längst zur gefragten Anlaufstelle für anspruchsvolle 3D-Druck-Aufgaben gemacht.