11. September 2020

Innovativ aus der Krise

TOP 100 geht in 28. Runde/ Mittelständische Unternehmen können sich bis zum 31. Oktober bewerben

Überlingen – Ein Maschinenbauer, der jetzt Trennscheiben baut, oder ein Kunststoffhersteller, der wiederverwendbare Schutzmasken aus Plastik produziert: Die Coronakrise fordert Mittelständlern alles an Kreativität und Flexibilität ab. Mehr denn je kommt es auf Innovationskraft an. Der Innovationswettbewerb TOP 100 möchte solch innovativen Mittelständlern eine Bühne geben: Zum 28. Mal können sich mittelständische Unternehmen um das TOP 100-Siegel bewerben. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2020.

„Das Coronavirus hat mit ungeheurer Wucht unsere Welt erfasst“, sagt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der TOP 100 schon seit zehn Jahren als Mentor begleitet. Doch für innovative Unternehmen sei diese Krise auch eine Chance, sich weiterzuentwickeln. „Es geht um Unternehmen mit dem Mut, Bestehendes infrage zu stellen, ja sich sogar manchmal neu zu erfinden.“ Und es komme nun auch auf die Schnelligkeit an, sich geänderten Umständen anzupassen, ergänzt Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke, der wissenschaftliche Leiter von TOP 100. „Plötzlich ist alles anders. Jetzt zeigt sich, dass Innovativität keine Schönwetterdisziplin ist“, sagt Franke.

Franke und sein Team analysieren die teilnehmenden Unternehmen anhand von rund 120 Prüfkriterien – bei dieser Runde wird zusätzlich in einem Sonderteil auch untersucht, wie die Teilnehmer unternehmerisch auf die Corona-Pandemie reagiert haben: Wie schnell haben sie auf die veränderten Bedingungen reagiert? Falls Umsätze weggebrochen sein sollten – wie fiel die Reaktion der Unternehmen darauf aus? Haben sie eventuell sogar neue Geschäftsmodelle in der Krise entwickelt?

Neben dem Sonderteil wird in fünf Kategorien die Innovationskraft der Mittelständler unter die Lupe genommen. Beim „Innovationsfördernden Top-Management“ geht es darum, inwiefern die Firmenleitung sich aktiv um das Thema Innovation kümmert, beim „Innovationsklima“ beispielsweise darum, ob es Freiräume für Mitarbeiter gibt, in denen sie kreativ sein können. Bei „Innovative Prozesse und Organisation“ schauen die Wissenschaftler darauf, wie die Innovationsprozesse aufgebaut sind – hier gibt es oft einen schmalen Grat zwischen „kreativem Chaos“ und zu viel Bürokratie. In der Kategorie „Außenorientierung/Open Innovation“ wird untersucht, ob und wie die Teilnehmer mit externen Partnern, zum Beispiel Hochschulen oder Kunden, zusammenarbei-ten. Die Ergebnisse all dieser Bemühungen werden mit der Kategorie „Innovationserfolg“ gemessen, also, in welchem Umfang sich die Innovationen für die Unternehmen ausgezahlt haben – sei es finanziell oder auch bezogen auf die Anzahl von neu angemeldeten Patenten. Eine detaillierte Erläuterung der Kriterien ist unter www.top100.de/pruefkriterien zu finden.

Damit alle Teilnehmer dieselben Chancen haben, ist der Wettbewerb in drei Größenklassen untereilt: bis 50 Mitarbeiter, 51 bis 200 Mitarbeiter und mehr als 200 Mitarbeiter. Gründer und Ausrichter des Wettbewerbs ist compamedia aus Überlingen. Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team entscheiden unabhängig darüber, wer zu den TOP 100 zählt. Der Wettbewerb TOP 100 ist von Sponsoren oder Unternehmen mit Drittinteressen unabhängig.

Die Bewerbung ist für die Teilnehmer kostenlos. Erreicht ein Mittelständler dann die TOP 100, ist eine Gebühr für das Nutzungsrecht des TOP 100-Siegels, für die wissenschaftliche Ergebnisaufbereitung in Form einer individuellen Innovationsbilanz, für begleitende PR-Arbeit und für die Erstellung eines Unternehmensporträts für das Web und TOP 100-Buch zu entrichten. Der Preis ist nach Größenklasse gestaffelt und beträgt 8.900, 9.900 oder 10.900 Euro (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).