Unternehmensporträt
Power Diagnostix Instruments GmbH
Unternehmensporträt
Pioniere bei Hightech-Messmethoden
Jeder weiß es: Seit der Coronakrise im Jahr 2020 ist die deutsche Wirtschaft im Grunde genommen nicht mehr gewachsen. Doch es gibt Ausnahmen: So hat die Power Diagnostix Instruments GmbH ihren Umsatz und ihre Mitarbeiterzahl seitdem verdoppelt. Sie ist Technologieführer bei Mess- und Prüftechnologien für die Hochspannungsdiagnostik und investiert etwa
Moderne Industriegesellschaften sind von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig. Diese kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn Hochspannungsleitungen und Umspannwerke kontinuierlich überwacht werden, um Teilentladungen rechtzeitig zu erkennen. Nur so kann man größeren Problemen, wie Kurzschlüssen oder anderen Ausfällen des Netzes, rechtzeitig vorbeugen. Genau auf diese Art von Überwachungstechnologien hat sich das in Aachen ansässige Unternehmen spezialisiert und es hat mehrere State-of-the-Art-Technologien hierfür entwickelt.
Mihai Huzmezan, Geschäftsführer
Materialdegradation rechtzeitig sichtbar machen
Ähnlich wie ein Radiologe zuweilen eine Röntgenaufnahme oder ein MRT benötigt, um eine genaue Diagnose zu erstellen, so arbeitet auch die Power Diagnostix Instruments GmbH in kritischen Fällen mit bildgebenden Verfahren. Allerdings nicht für den menschlichen Körper, sondern für Isolationsmaterial. Das von ihr mitentwickelte „Magnetic Resonance Imaging“ kann Teilentladungsschäden, Materialdegradation und Einschlussfehler sichtbar machen, wobei selbst die Mikrostrukturen des Isolationsmaterials genau unter die Lupe genommen werden können
Kooperation mit Universitäten und OEMs
Das Research-&-Development-Team des Unternehmens, in dem etwa
Interview mit Dr. Mihai Huzmezan
Innovation und Wachstum, für Dr. Mihai Huzmezan sind das zwei Seiten derselben Medaille.
Worauf gründet sich das enorme Wachstum Ihres Unternehmens?
Wir haben neue Märkte in den Blick genommen, neue Anwendungsfelder für unsere Technologien erschlossen und neue technologische Lösungen geschaffen. So haben wir beispielsweise Teilentladungs-Überwachungstechnologien für Elektrofahrzeuge im 800-Volt-Bereich entwickelt. Außerdem haben wir Technologien entwickelt, die eine Überwachung der Verlässlichkeit des Eisenbahnsystems ermöglichen. Auch die Implementierung und kontinuierliche Verbesserung unserer kombinierten Lösungen zur Teilentladungsüberwachung für rotierende Maschinen und Leistungstransformatoren hat sich sehr positiv auf unsere Geschäftsergebnisse ausgewirkt. Unsere technologische Führungsrolle in vielen Feldern ermöglicht es uns, immer wieder in neue Gebiete vorzustoßen.
Wie agil und flexibel sind Ihre Innovationsprozesse aufgestellt?
Als Teil der innovativen Unternehmensstruktur von Megger setzen wir auf unternehmerische Gewinn- und Verlustverantwortung. Dadurch sind unsere lokalen Teams in der Lage, schnell und autonom zu handeln. Alle Teams — sei es im Forschungs- und Entwicklungsbereich, im Vertrieb, im Projekt- oder im Produktmanagement — haben Einblick in unsere finanziellen Kennzahlen, die über das SAP-System abgebildet werden. Mithilfe dieser Reports können die Teams schnell und flexibel Kurskorrekturen vornehmen — in Bezug auf den Fokus und die Geschwindigkeit von Projekten sowie bei der Zuordnung von Ressourcen für die verschiedenen Entwicklungsprojekte.
„Auch künftig setzen wir konsequent auf Forschung und Entwicklung."
Dr. Mihai Huzmezan, Geschäftsführer
Welche Rolle sehen Sie für Ihr Unternehmen im Kontext der Energiewende?
Unsere Innovationen, beispielsweise neue Sensorkonzepte, fortschrittliche Signalverarbeitungstechniken, prädiktive Algorithmen, KI-gestützte Mustererkennung und Digital-Twin-Technologien, unterstützen prädiktive Instandhaltungsstrategien, reduzieren ungeplante Ausfälle und verlängern die Lebensdauer der Betriebsmittel. Somit leisten sie einen direkten Beitrag zur Erreichung der Zuverlässigkeits- und Resilienzziele des Energiesektors für das Jahr 2050.