Unternehmensporträt
Octopus Energy Germany GmbH
Unternehmensporträt
Haushalte als Teilnehmer am Strommarkt
In nur wenigen Jahren ist die Octopus Energy Germany GmbH von einem kleinen Energieanbieter zu einem der größten Versorger Deutschlands mit rund einer Million Kunden angewachsen. Die Ökostrom- und Gastarife werden überwiegend digital vertrieben und reichen von klassischen Angeboten bis zu dynamischen Stromtarifen. Gemeinsam mit Partnern entwickelt das Unternehmen neue Stromangebote, bei denen private Haushalte stärker in die Abläufe des Energiesystems einbezogen werden.
Bei internen Entscheidungen orientiert sich das Unternehmen an einem Leitmotiv: Eine Idee ist dann interessant, wenn sie ein konkretes Problem im Alltag der Kunden löst. Außerdem muss die Neuerung dazu beitragen, das Energiesystem effizienter zu machen. Wenn beides zusammenkommt, treibt die Geschäftsführung die Lösungen voran. Dabei werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haushalte berücksichtigt. Im Unterschied zur traditionellen Energiewirtschaft hat Octopus von Anfang an stärker auf flexible Stromtarife und neue elektrische Varianten wie Elektroautos und Wärmepumpen gesetzt.
Bastian Gierull, Geschäftsführer
Wärmepumpen im Paket
Ein Beispiel dafür ist ein Stromtarif für das Laden von Elektroautos: Hier wird das Aufladen automatisch in die Stunden verschoben, in denen viel erneuerbare Energie verfügbar und der Strom günstiger ist. Dieses Modell wurde zunächst in Großbritannien, dem Heimatmarkt des Unternehmens, erprobt und anschließend nach Deutschland übertragen. Außerdem bietet der Versorger Wärmepumpen im Paket an, bestehend aus dem Gerät, der Installation, passendem Stromvertrag und digitaler Steuerung, organisiert über einen eigenen Fachbetrieb. Denn in ersten Pilotregionen zeigte sich, dass Haushalte ihre Wärmepumpe besonders effizient betreiben können, wenn sie Zugang zu Tarifen mit dynamischen Preisen und zu detaillierten Verbrauchsdaten haben. „Wir wollen Wärmepumpen nicht nur verkaufen, sondern als integrierten Energiedienst anbieten“, sagt der Geschäftsführer Bastian Gierull.
Bidirektionales Laden
Einen nächsten Schritt geht das Unternehmen in Form eines gemeinsamen Projekts mit einem Übertragungsnetzbetreiber. Dessen Signale zur aktuellen Auslastung des Stromnetzes werden an eine Software übertragen, die daraus Ladepläne für eine festgelegte Zahl angeschlossener Elektroautos erstellt. Zudem arbeitet man mit Partnern an Solar-, Wind- und Speicherprojekten. Ein Thema mit großem Potenzial für die nächsten Jahre ist das bidirektionale Laden, bei dem Elektroautos Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder in das Stromsystem zurückspeisen können. Der erste bidirektionale Tarif des Unternehmens zeigt schon heute, wie wertvoll die Autos für die Energiewende sind. So sind Haushalte nicht mehr nur Verbraucher, sondern aktive Teilnehmer am Strommarkt.