Unternehmensporträt
Mecklenburger Metallguss GmbH
Unternehmensporträt
Experten für Großes
Schiffspropeller, die die Mecklenburger Metallguss GmbH entwickelt und fertigt, können ein Gewicht von bis zu 160 Tonnen und einen Durchmesser von mehr als 11 Meter haben. Das Unternehmen betreibt eine eigene Gießerei mit einer der weltweit größten Schmelzkapazitäten für Aluminium- und Kupferlegierungen und beliefert Reedereien und Werften weltweit. Ein Ziel dieser Spezialisten ist es, durch ihre Propeller den Verbrauch des Schiffs zu senken.
Die Geschäftsführung, vertreten durch Dr. Lars Greitsch, ist fachlich tief in die Produkt- und Technologieentwicklung eingebunden und verantwortet die Bereiche Forschung und Innovation. Strategische Technologieentscheidungen wie der Bau der Großgießereihalle, der Aufbau von XXL-3D-Druck und die Ausrichtung auf „Retrofit“-Programme zur Erfüllung von CO2-Vorgaben wurden auf Geschäftsführungsebene angestoßen und als langfristige Investitionen verstanden. Propeller und Antriebsanlagen sollen technisch weiterentwickelt werden, um ihren Energiebedarf zu senken.
Dr. Lars Greitsch, Geschäftsführer und Leiter Forschung & Innovation
Präzision im Großformat
Die Gießerei konzentriert sich bei sehr großen Propellern auf Einzelfertigungen und kleine Serien. Für diese Bauteile muss der erste Guss sorgfältig vorbereitet werden, um Ausschuss zu vermeiden. Die Grundlage dafür ist eine Halle der Großgießerei mit hoher Schmelzkapazität, in der tonnenschwere Kupferlegierungen verarbeitet werden. Vor dem eigentlichen Guss berechnen Ingenieure am Computer, wie die Metallschmelze in die Form fließt und erstarrt, um den Ablauf besser steuern zu können. Da die Propellerflügel komplexe Freiformflächen aufweisen, entstehen die Modelle aus digitalen Daten im 3D-Druckverfahren. So lassen sich auch große, geometrisch anspruchsvolle Bauteile zuverlässig fertigen.
Antriebe anpassen
Lösungen zur nachträglichen Anpassung von Propellern an das tatsächliche Fahrtprofil bestehender Schiffe gehören zum festen Angebot des Unternehmens. Dabei wird der Antrieb an Geschwindigkeiten und Einsatzmuster adaptiert, um den Treibstoffverbrauch zu senken, ohne das Schiff selbst grundlegend verändern zu müssen. Gemeinsam mit einem Forschungspartner entwickelte die Mecklenburger Metallguss GmbH außerdem einen Großroboter, dessen Entwicklungsschritte für die beteiligten Fachabteilungen zum Teil Neuland waren. Die Beteiligten berichten, dass das Gelingen solcher Projekte für sie mit spürbarem Stolz verbunden ist.