Unternehmensporträt
ITM Isotope Technologies Munich SE
Unternehmensporträt
15 Jahre Vorsprung in der Krebstherapie
Es geht um Leben — so ließe sich die Mission der ITM Isotope Technologies Munich SE maximal verkürzt zusammenfassen. Was 2004 als Radioisotopen-Lieferant begann, ist heute eine über 750 Beschäftigte starke Unternehmensgruppe, die sich primär der Forschung und Entwicklung zielgerichteter Therapien zur Behandlung von Krebserkrankungen sowie der Bereitstellung von Radiolabeling-Dienstleistungen verschrieben hat. Innovationstreiber: die starke Außenorientierung und das entschlossene Top-Management.
16 Jahre ist sie her, die Entwicklung des „Lutetium-177“, des Hauptprodukts von ITM: ein hochreines Radioisotop ohne Trägerzusatz zur gezielten Tumorbekämpfung. „Eine ganz neue Form der Krebstherapie“, erklärt der Chief-Business- Officer Dr. Sebastian Marx. Seitdem erweitert das wachsende Spezialistenteam das Firmennetzwerk — und mit ihm die Skala der Innovationen. „Wir sind in mehr als 60 Ländern aktiv, haben unter anderem Krankenhäuser und Forschungsinstitute an die Theranostik herangeführt und so geholfen, diese neue Option für Krebspatienten zu etablieren“, ergänzt Marx.
Dr. Andrew Cavey, CEO
Visionäre der ersten Stunde
Aus einst einer Handvoll Kliniken wurden inzwischen hunderte. Auf der Basis klinischer Studien entstehen bei ITM Patientenanwendungen, umgekehrt finden auch Studien in Instituten statt, die von ITM unterstützt werden. Der enge Austausch bringt neue Ideen hervor, abgestimmt auf die Patientenbedürfnisse. Zusätzliche Inspiration erhalten die Experten auf Fachtagungen und Kongressen, ihre Erkenntnisse teilen sie regelmäßig in Fachpublikationen. „Wir waren immer schon Vorreiter auf diesem Gebiet“, sagt Marx. Neben dem umfangreichen Innovationsmarketing sticht auch die Überzeugung des Top-Managements heraus, das teils noch besetzt ist mit Visionären der ersten Stunde: „Wir leben unsere Mission, neuartige Medikationen zu entwickeln und Indikationen zu bearbeiten. Wir stecken alles in die Zukunft unserer Krebstherapien“, fügt der Chief-Business-Officer hinzu.
Pionierarbeit — jetzt und in Zukunft
Die Investorenstruktur zahlt auf den Innovationserfolg der ITM ein. Im Fokus steht nicht der schnelle Zuwachs, sondern die konsequente Fortführung der Pionierarbeit: Mit der einzigartigen Verknüpfung von Forschung und industrieller Produktion sowie zukunftsgerichteten Technologien in der Radionuklidtherapie arbeiten die Beschäftigten auch weiterhin daran, dass Patienten von präziseren Diagnosen, individuellen Therapien und damit von einer erhöhten Lebensqualität profitieren.
Interview mit Dr. Sebastian Marx
Was die ITM Isotope Technologies täglich antreibt, die Krebstherapie voranzubringen, berichtet Dr. Sebastian Marx.
Wie sichert die ITM ihren internationalen Wissensvorsprung?
Wir haben von Anfang an die Grundlagen dafür geschaffen, unsere Forschungsergebnisse schnell in klinische Anwendungen zu überführen, nämlich mit unserer firmeneigenen industriellen Produktion. Trotz der sehr komplexen Gemengelage aus Neutronenquellen, isotopisch angereicherten seltenen Erden und Strahlenschutzvorschriften verzeichnen wir mit Blick auf Geschäftsausbau und Innovation ein exponentielles Wachstum.
Wie bewahren Sie bei fast 800 Beschäftigten die Agilität Ihrer Unternehmensgruppe?
Wir leben nach wie vor eine offene und dynamische Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien und regelmäßigem Austausch in interdisziplinären und matrixorganisierten Teams. Wir investieren in zahlreiche Digitalisierungsprojekte, um flexibel und stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Zudem binden wir unser gesamtes ITM-Team konsequent in den stetigen Wandel ein, etwa mit Updates in unternehmensweiten zweisprachigen Townhall-Meetings.
„Wir arbeiten global mit Partnern zusammen. Schon allein wegen der geringen Halbwertszeit unserer Produkte sind wir auf ein hervorragendes Netz und kurze Wege angewiesen.“
Dr. Sebastian Marx, Chief-Business-Officer
Was ist Ihre jüngste Entwicklung?
Ein Medikament gegen eine seltene Erkrankung im Bereich der neuroendokrinen Tumoren. Sie wird meist erst entdeckt, wenn sich schon Metastasen gebildet haben; der medizinische Bedarf ist hoch. Wir haben gerade eine Phase abgeschlossen: Sind die Zulassungsbehörden überzeugt, können wir bald in den Markt. Die Studie haben wir sieben Jahre getrieben und sind stolz auf diesen für uns sehr großen Schritt. Natürlich fahren wir auch kleinere Studien. Aktuell laufen 15 Programme gleichzeitig, wir haben also ständig interessante Zwischenergebnisse, sehen täglich Resultate. Das treibt uns an.
Wie wird sich ITM weiterentwickeln?
ITM verfolgt ein vertikal integriertes Modell, das Isotopenproduktion und Arzneimittelentwicklung vereint. Das Unternehmen ist einzigartig positioniert, um seine eigene innovative klinische Pipeline voranzutreiben und gleichzeitig Kunden und Partnern zu ermöglichen, wichtige radiopharmazeutische Behandlungen für Patienten weltweit bereitzustellen. Unsere Mission bleibt bestehen: als weltweite Pioniere auch in Zukunft einen Beitrag dazu leisten, Krebstherapien mit dem Ziel besserer Behandlungsergebnisse individueller zu gestalten. Zudem treiben wir die Weiterentwicklung von Theranostik voran. Dieser Ansatz bringt Diagnostik und Therapie zusammen.