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Unternehmensporträt

HEMO GmbH

Unternehmensporträt

Wenn Maschinenbauer ins Risiko gehen

Im Technikum der HEMO GmbH war die größte Versuchsanlage eigentlich nur für Rohre von bis zu 60 Zentimeter ausgelegt. Für einen Kunden aus der Nuklearindustrie waren jedoch Tests mit 30 Meter langen Rohren nötig. Die Geschäftsführung ließ daher ein 30-Meter-Rohr schweißen, an die Anlage anbauen und an einen großen Lösemitteltank anschließen. Alles auf eigenes Kostenrisiko und ohne Auftragssicherheit. Erst so konnte das Team prüfen, ob die passende Lösung überhaupt machbar war. Aus den gelungenen Versuchen entstand später eine der größten Produktionsanlagen der Unternehmensgeschichte.

Ausgangspunkt für solche Neuerungen sind bei dem Maschinenbauer reale Kundenanforderungen und Serviceprobleme. Teams probieren Lösungen im Technikum oder direkt an Anlagen aus, bewährte Varianten landen anschließend in Zeichnungen und Bauteilen, die künftig in allen Anlagen gleicher Bauart verwendet werden. So zeigt sich eine wiederkehrende Innovationspraxis, in der viele Ideen von Mitarbeitenden kommen. „Es gibt darunter natürlich auch sehr viele nicht realisierbare Vorschläge, aber auch das gehört zur Entwicklung dazu“, sagt Geschäftsführer Andreas Fritz. „Am Ende ist es aber vollkommen egal, wer letztlich den richtigen Ansatz liefert.“

Volker Hösel und Andreas Fritz, Geschäftsführer

Aus Fehlversuchen lernen

Beispiele für gute Mitarbeiterideen: Für die Reinigung von Metallspänen für das spätere Recycling wurde nach mehreren Fehlversuchen eine Lösung mit einem wiederverwendbaren Fass, einem Schnellverschluss und einem Filter wie im Swimmingpool gefunden. Bei Rissen in einem Kondensator entstand durch Vorkühler und größere Rohrdimensionen eine neue Standardausführung. Eine E-Mail-Liste für alle Monteure, eine interne Dokumentation von Änderungen und ein Nummernsystem, das Standardbauteile eindeutig kennzeichnet, sorgen dafür, dass alle Verbesserungen im Unternehmen sichtbar bleiben.

Technische Weichen stellen

Die Geschäftsführung treibt Innovation gezielt voran, indem sie technisch die Weichen stellt. Sie initiiert zum Beispiel eine einfachere, kostengünstigere Kompaktanlage, die die seit Jahrzehnten bewährten, umfangreich ausgestatteten Standardanlagen preislich herausfordert. Sie lässt nach Servicezwischenfällen alte Zeichnungen sperren und neue Varianten verbindlich machen. Und sie richtet ein Team mit zwei technisch versierten Mitarbeitern ein, das bei Kunden und auf Messen nach neuen Anwendungsmöglichkeiten sucht. Die Botschaft dahinter: Eigene Produkte dürfen hinterfragt werden, neue Entwicklungen sollen näher am tatsächlichen Bedarf der Kunden entstehen. 

HEMO GmbH

2026

Oberflächentechnik

Anlagen-/Maschinenbau

Größenklasse B

2 Auszeichnungen

Kontakt

Industriestraße 24
75443 Ötisheim

T  07041 93740-0
info@hemo-gmbh.de
https://hemogmbh.de

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