Unternehmensporträt
good-stock GmbH & Co. KG
Unternehmensporträt
Logistik neu denken
20.500 Quadratmeter Lagerfläche und 66.000 Lagerplätze: Die good-stock GmbH & Co KG im Süden Berlins ist ein Fulfillment-Dienstleister für E-Commerce-Kunden. Das Unternehmen lagert Waren für Online-Händler, stellt Bestellungen zusammen, versendet Pakete und bearbeitet Retouren. Mit wachsenden Auftragszahlen wurde es jedoch schwieriger, zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen. Die Geschäftsführung suchte deshalb nach einem grundlegenden Ansatz, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Automatisierung wurde zur Lösung.
Den Anstoß für die Automatisierung gab ein Besuch der Geschäftsleitung bei einem Händler mit eigenem Fulfillment sowie der Besuch einer Logistikmesse. Dort erhielt Geschäftsführerin Marica Verjaal konkrete Anregungen, Fläche und Technik anders zu nutzen, und entwickelte in der Folge gemeinsam mit ihrem Team und Lieferanten ein neues Hallenkonzept, das die bisherigen Abläufe im Lager deutlich veränderte. „Wir haben bewusst neu gedacht und uns gefragt, was möglich wäre, wenn wir alles anders angehen. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Marica Verjaal.
Marica Verjaal, Geschäftsführerin
Spitzenzeiten als Testfeld für Veränderungen
Bei Projekten wie diesen legt die Geschäftsführerin großen Wert auf den Zusammenhalt im Team und die gegenseitige Wertschätzung zwischen den Bereichen und Mitarbeitern. Besonders sichtbar wird das auch in Phasen mit sehr vielen Bestellungen und hohem Auftrags- und Zeitdruck. Dann arbeiten Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen gemeinsam im Lager, übernehmen Aufgaben außerhalb ihres üblichen Alltags, beobachten Abläufe aus einer anderen Perspektive und hinterfragen eingeübte Routinen. Daraus entstehen Vorschläge, die gemeinsam geprüft, im Betrieb erprobt und bei Erfolg umgesetzt werden. Aus solchen Vorschlägen entstanden bereits ein automatisiertes Lagersystem, Programme, die Lagerbestände und Aufträge steuern, sowie eine Anbindung an die Systeme der Kunden, über die Bestellungen und Lagerdaten ausgetauscht werden.
Anregungen aus der Automobilfertigung
Für weitere Entwicklungsschritte holt sich Marica Verjaal auch gerne Anregungen außerhalb der eigenen Branche. Ein Besuch in einer Automobilfertigung, bei dem sie das Zusammenspiel von Menschen, Robotik und Materialversorgung erlebt hatte, diente der Geschäftsführerin als Inspiration für ein Projekt, bei dem Material so bereitgestellt wird, dass der tatsächliche Bedarf in richtiger Menge und zum richtigen Zeitpunkt ankommt. Und auch zukünftig wird sich das Unternehmen weiter verändern: „Wir wollen und werden weiter digitalisieren und automatisieren, in allen Unternehmensbereichen, also auch im Vertrieb, im Kundenservice, im Marketing und anderswo“, sagt Marica Verjaal und definiert das Ziel: „Wir wollen noch mehr Output erreichen, auch, um am Ende natürlich auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben.“