Unternehmensporträt
FENECON GmbH
Unternehmensporträt
Hier entsteht Zukunftsenergie
Von wegen Zukunftsmusik Energiewende: Im ländlichen Deggendorf setzt der Stromspeicher-Spezialist FENECON GmbH seit 2011 Maßstäbe für die rasante Weiterentwicklung seiner Branche. Durch eine nachhaltige Fertigung seiner industriellen Großspeicher aus E-Autobatterien und neue Nutzungskonzepte für seine Speichersysteme konnte das Unternehmen erneut wachsen. Dank einer eigenen Weiterbildungsabteilung bleiben auch die Mitarbeiter in ihrer beruflichen Entwicklung nicht stehen.
Der relativ junge Markt der nachhaltigen Energiegewinnung fordert konstant neue Lösungen. In der Stromspeicher-Branche ist FENECON seit Jahren Innovationsführer. Im Laufe des vergangenen Jahres konnte das Unternehmen zum Beispiel seine Großspeicher-Serie „Industrial L“ perfektionieren: Deren nachhaltige Herstellung unter Verwendung von obsoleten E-Autobatterien erfolgt seit März 2024 in der eigenen „CarBatteryReFactory“ in Iggensbach. Die große Nachfrage aus der Industrie und eine innovative parallele Nutzung seiner Stromspeicher in Photovoltaik-Parks brachten dem Unternehmen ein erneutes Umsatzwachstum.
Franz Josef Feilmeier, Geschäftsführer
Großspeicher gewinnbringend nutzen
Energiegewinnung aus Sonne oder Wind ist immer wetterabhängig. Erst durch Photovoltaik-Großspeicher wie „Industrial L“ kann die Leistung für Industrie und Gewerbe vorgehalten werden. Durch eine neue Idee konnte FENECON nun deren Ertrag steigern: Die Speicher lassen sich parallel zur Stromvermarktung nutzen. „In einem PV-Park ist die an der Strombörse angemeldete Leistung an sonnigen Tagen oft nach ein paar Stunden erreicht“, sagt Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier. Dann bleibt der Speicher theoretisch inaktiv — außer man nutzt das Kabel in beide Richtungen und erlaubt dem Strompartner, den eigenen Speicher zu nutzen. „Durch die aktive Vermarktung der Speicherleistung arbeitet der Speicher deutlich wirtschaftlicher“, erklärt Feilmeier. Mit diesem Ansatz konnte das Unternehmen weitere Neukunden für seine Großspeicher gewinnen.
Gemeinsam weiter wachsen
Neben einem umfangreichen internen Schulungsangebot verfügt das Unternehmen nun auch über eine eigene Abteilung für Weiterbildung, die „Organisations- und Personalentwicklung“. Vier Mitarbeiter achten dort ausschließlich auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Belegschaft: Sie gehen entweder auf Kollegen zu, um ihnen fachlich passende Weiterbildungen zu empfehlen. Oder Kollegen wenden sich an sie, um Qualifizierungsvorhaben bewerten und genehmigen zu lassen. Ein wichtiger Schritt für das wachstumsstarke Unternehmen: „Wir sind von 100 auf 300 Mitarbeiter in vier Jahren angewachsen“, berichtet Feilmeier. „In unserem hochspezialisierten Arbeitsfeld ist jeder geschulte Mitarbeiter unverzichtbar.“
Interview mit Franz Josef Feilmeier
Die eigene Nische perfekt erschließen – wie seinem Unternehmen das gelungen ist, berichtet Franz Josef Feilmeier.
Ihre Stromspeicherlösungen setzen Maßstäbe in Ihrer Branche. Was ist die Philosophie hinter Ihren Ideen?
Seit 2020 haben wir uns zu einem innovativen Vorreiter im Stromspeicher-Segment entwickelt. National bekannt wurden wir durch unser offenes Software-System FEMS, das sich inzwischen zur beliebtesten Energiemanagement-Plattform Europas entwickelt hat. Unsere Philosophie lautet: „Jeder tut das, was er am besten kann.“ Wir konzentrieren uns auf unser Segment und arbeiten konstant daran, die Energiewende dadurch zu beschleunigen, dass wir Anbieter am Energiemarkt vernetzen.
Ihr Unternehmen ist in vier Jahren stark gewachsen. Welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch?
In den vergangenen vier Jahren konnten wir 200 neue Mitarbeiter für uns gewinnen. Durch diese neuen Mitarbeiter steigt natürlich unsere Chance auf Spezialisierung. Das reicht vom CSO, der neue innovative Business-Modelle plant, bis zu einer Mitarbeiterin, die ausschließlich Kooperationen mit wissenschaftlichen Institutionen betreut. Jeder unserer Mitarbeiter kann sich auf seinen Bereich konzentrieren und dort einzigartige Ideen entwickeln.
„In der Stromspeicherbranche setzen unsere Innovationen Maßstäbe.“
Franz Josef Feilmeier, Geschäftsführer
Welche neue Idee begeistert Sie gerade?
Gerade beschäftigt mich die Weiterentwicklung unserer Heimspeicher durch einen neuen Algorithmus. Bisher wurde Strom dann ins Netz eingespeist, wenn ein Speicher voll war. Das erzielt allerdings den geringsten Ertrag, denn dann speisen auch die meisten anderen Speicher ein. Der neue Algorithmus sorgt dafür, dass der Speicher in Niedriglastzeiten seine Energie einspeist und während der Haupteinspeisung Energie lädt. Durch den Verkauf von Energie zu Zeiten geringen Angebots erzielt der Besitzer einen höheren Preis an der Strombörse.
Gibt es neue Ziele für die Erfolgsbiografie der FENECON GmbH?
Tatsächlich ist unser Wachstumskurs noch nicht abgeschlossen: In den nächsten Jahren wollen wir weitere Mitarbeiter einstellen. Unser großes Ziel lassen wir nicht aus den Augen: Die 100 %tige Energiewende kann nur als gesamtgesellschaftliche Veränderung realisiert werden. Dafür wollen wir mit unseren Innovationen und offenen Software-Lösungen die Voraussetzungen schaffen.