Innovationsaward TOP 100-Sieger 2025

Unternehmensporträt

Drymat Systeme GmbH

Unternehmensporträt

Trockene Theorie gegen feuchte Mauern

Feuchte Mauern, nasse Keller — diese Vorstellung bereitet wahrscheinlich den meisten Immobilienbesitzern Sorge. Seit fast 30 Jahren trocknet die sächsische Drymat Systeme GmbH durch ihr einzigartiges elektrophysikalisches System Gebäude auf der ganzen Welt. Technisches Know-how und innovative Verbesserungen liefert dabei immer wieder das weltweite Netzwerk des Unternehmens. Aber auch auf seine Mitarbeiter kann das Unternehmen bei der Suche nach Innovationen zählen.

Nasse Mauern sind wie nasse Füße — sie machen krank. In gewisser Weise das Gebäude selbst und auch die Menschen, die darin wohnen. Durch die Installation von Elektroden in den feuchten Wänden, die über eine Steuereinheit mit einer festgelegten Menge Strom versorgt werden, wandern die positiv geladenen Ionen, welche im Wasser gelöst sind, in Richtung negativ geladener Kathoden. Da diese unter dem Gebäude liegen definiert sich also auch die Abdichtungsebene unter dem Haus. „So kann Mauerwerk ohne teure und die Wand schädigende Maßnahmen getrocknet werden“, erklärt Geschäftsführer Frank Lindner.

Frank Lindner Geschäftsführer

Weltweites Netzwerk

Verbesserungen des eingesetzten Systems gelingen dem Unternehmen durch seine aktive Außenorientierung. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch mit Universitäten oder Bausachverständigen. Während der Sachverständigentagung in Dresden konnte Drymat seine Analysen zur Beschleunigung der Trocknung bei niedrigem pH-Wert sowie den Einsatz von Varistoren vor den Elektroden öffentlich vorstellen. „Von unserem Forschungserfolg profitierten so letztendlich auch unsere Mitbewerber“, erklärt Lindner. Allgemein schätzt er den Austausch mit anderen Nationen über deren Sanierungsmethoden. Das Unternehmen trocknet weltweit historische Kulturgüter beziehungsweise deren Mauerwerke: Die Eremitage in St. Petersburg, das dänische Schloss und viele europäische Kirchen gehören dazu. „In Osteuropa herrscht eine große Offenheit gegenüber neuartigen technischen Möglichkeiten“, sagt Lindner über die Herangehensweise wissenschaftlicher Institutionen aus dem Ausland. Insgesamt betrachtet zählt private Kundschaft allerdings nach wie vor zu seinen hauptsächlichen Auftraggebern.

Eigenverantwortung schafft Ideen

Für Lindners Mitarbeiter gehört die Recherche nach Verbesserungen zum Alltag. „Jeder Mitarbeiter führt ein Ideenbuch, in dem Verbesserungsmöglichkeiten unseres Produkts oder unserer Abläufe notiert werden“, erzählt Lindner. In regelmäßigen Meetings werden diese Ideen mit allen Mitarbeitern besprochen, auch Kunden werden dazu befragt. Eine bestand zum Beispiel darin, starres Titankabel  auf eine Bremsrolle zu wickeln. „Jetzt haben wir nicht mehr meterweise Kabelsalat bei der Installation der Elektroden“, erklärt der Geschäftsführer. Es müssen nicht immer die kompliziertesten Ideen sein, durch die der erfolgreiche Mittelständler seine Technik weltweit besser zum Einsatz bringen kann.

Drymat Systeme GmbH

2025

Baugewerbe/Handwerk

Größenklasse A

3 Auszeichnungen

Kontakt

Dresdner Straße 24
09577 Niederwiesa

03726 720-560
info@drymat.de
https://www.drymat.de

Interview mit Frank Lindner

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Interview mit Frank Lindner

Wie internationale Vernetzung neue Innovationen innerhalb seines Unternehmens ermöglicht, berichtet Frank Lindner.

Sie sind seit Jahren Innovationsführer für Mauertrocknung. Wie erlangt Ihr Unternehmen neues Wissen?

Wir beziehen unser Wissen aus vielen Kanälen: Neben Universitäten und Bauinstitutionen sind auch unsere Handelspartner und Kunden wichtige Ideengeber. In Zusammenarbeit mit der Universität Zwickau konnten wir beispielsweise die Anwendung unseres Verfahrens durch die Analyse verschiedener Wandstrukturen verbessern. Gemeinsam mit Handelspartnern aus Italien haben wir außerdem den Einsatz neuer Methoden gegen Schimmelbildung untersucht. Prinzipiell lesen meine Mitarbeiter und ich sehr viel. Auch Forschungsliteratur aus vergangenen Jahrzehnten kann manchmal erstaunliche Ansätze enthalten, die helfen, ein gegenwärtiges Problem zu lösen.

Welches Problem konnten Sie zum Beispiel durch Forschungsliteratur lösen?

Je nach Mauerwerksart waren die Abtrocknungszeiten unsere Anlagen unterschiedlich. Verschiedene Analysen ergaben, dass bei einem pH-Wert von unter vier an den Einspeiseanoden der Elektronenfluss minimiert wird. Um das Problem zu lösen, haben mein Team und ich nach einer Lösung gesucht. Der Einbau eines Puffermörtel an den Anoden konnte schlussendlich die Versauerung beheben und sorgte somit für einen dauerhaften wartungsfreien, sowie wirkungsvollen Betrieb der Anlage, sodass wir das Verfahren noch erfolgreicher einsetzen konnten. Auf der Tagung der Bausachverständigen in Dresden präsentierten wir unsere Ergebnisse, die letztendlich eine bedeutende Weiterentwicklung des elektrophysikalischen Verfahrens darstellen. Von diesem Wissensangebot profitieren nun auch andere Unternehmen der Branche.

„Unser innovatives Verfahren zur Mauertrocknung wird weltweit eingesetzt.“

Frank Lindner, Geschäftsführer

Wie weit reichen Ihre Netzwerke?

Unsere Systeme sind weltweit im Einsatz. Wir haben schon in der Eremitage in St. Petersburg und im dänischen Königsschloss Mauern getrocknet. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Sachverständigen und Institutionen sorgt dabei immer wieder für neue Anregungen, die wir in unser Produkt einfließen lassen. Überrascht hat uns die Offenheit dieser Experten für neue technische Lösungen. Das Vertrauen schaffte hier die Basis für eine erfolgreiche Lösung: Nur so konnten wir alle Vorteile unseres innovativen Verfahrens präsentieren und zum Einsatz bringen.

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