Syntellix AG

Medizintechnik
Innovationen entstehen, wenn kreative Köpfe weltweit ihr Wissen teilen.
Thomas Mayer

Über die Pläne zur Erweiterung des internationalen Auftritts von Syntellix spricht Thomas Mayer.


Der transformierbare Implantatwerkstoff MAGNEZIX hat Chancen, die Medizintechnik weltweit zu revolutionieren. Wie sind Sie im Ausland aufgestellt, und was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Schon beim Markteintritt Ende 2013 war Syntellix international ausgerichtet, denn mit dem Vertrieb eines einzigen Produkts waren wir auf den globalen Markt angewiesen. Mittlerweile vertreiben wir unsere Produkte in 30 Ländern, weitere 30 werden in den nächsten Jahren hinzukommen. Unser neuer Standort in Singapur aber ist mehr als eine Vertriebsniederlassung: Asien soll unser „second home market“ werden. Der Ableger in Singapur wird im Sommer 2017 eröffnet.

Warum hat Sie dieser Standort überzeugt?

Drei Gründe waren ausschlaggebend: Singapur ist das ökonomische und wissenschaftliche Zentrum Asiens mit einem der weltbesten Bildungssysteme. Hier finden wir die Fachexperten, die wir in Zukunft brauchen. Ein zweiter Grund ist die geografische Lage inmitten unserer präferierten Zielmärkte. Schlussendlich war aber auch eine starke Förderung durch das Wirtschaftsministerium von Singapur entscheidend.

Gibt es Standorte, die besonders attraktiv für Ihr Unternehmen sind?

Asien und Nordamerika sind die beiden Schlüsselmärkte der Zukunft. Ein „Wissens-Hub“ in Kalifornien wäre eine gelungene Ergänzung neben Syntellix Asia, die Überlegung ist aber noch nicht spruchreif.

Wo sehen Sie große Chancen, aber auch Risiken für Syntellix Asia?

Wir sehen deutlich mehr Chancen als Risiken. Wir werden Zugang zu neuem Wissen haben, zu neuen Methoden und Forschungsweisen. Vielfalt macht uns kreativer. Das Gleiche gilt für die Menschen: Wir werden talentierten Wissenschaftlern und kreativen Köpfen begegnen, die unser Unternehmen weiter voranbringen. Wir können zudem die Märkte hautnah beobachten und unsere Strategie darauf abstimmen. Eine spannende Aufgabe wird die Corporate Culture sein: Systeme global zu transferieren ist leichter, als Menschen verschiedener Kulturen zu einer Gemeinschaft zusammenzuschweißen. Allerdings haben wir schon beste Erfahrungen mit unserem internationalen Team in Deutschland gesammelt.

Welche Werte der Mutterfirma möchten Sie an zukünftigen Standorten etablieren?

Unser Produkt weltweit bekannt zu machen ist das oberste Ziel. Als Medizintechnikfirma ist es zudem essenziell, absolut zuverlässig, also qualitativ einwandfrei, zu arbeiten. Dabei helfen uns das Wissen und die Kompetenz unserer Mitarbeiter. Ohne Erfolgswillen und eine gewisse „cagefighter“- Mentalität kommen wir als kleine Firma aber nicht nach vorn. Beide Pfeiler – Qualitätsbewusstsein und innovative Dynamik – müssen stabil sein.