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SchmitterGroup AG

Autozulieferer/Fahrzeugbau
Die Mitarbeiter dürfen ihren Gedanken freien Lauf lassen.
Marco Schmidt

In einem guten Innovationsklima wie dem der SchmitterGroup warten die Mitarbeiter nicht auf Hilfe von oben, weiß Marco Schmidt.


Wie sieht Ihrer Meinung nach das ideale Innovationsklima aus?

„Ideal“ ist ein großes Wort, aber bleiben wir mal dabei. Ein Innovationsklima kann aus meiner Sicht durchaus so bezeichnet werden, wenn es den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen; wenn sie also in aller Ruhe nach rechts und links schauen dürfen, Trends aufspüren und diese mit den eigenen Produkten abgleichen können. Zu einem guten Innovationsklima gehört natürlich auch die Freiheit, in einem gewissen Rahmen Entscheidungen in eigener Regie zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen.

Kann man das Innovationsklima in Ihrem Haus als „Spielwiese“ bezeichnen?

Sicher nicht im Sinne eines ziellosen Herumexperimentierens, aber wenn Sie damit einen kreativen Ort meinen, stimme ich Ihnen zu. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Wenn sich im Laufe eines Entwicklungsprojekts der eine oder andere Parameter ändert, warten unsere Leute nicht auf Hilfe von der nächsthöheren Ebene, vielmehr packen sie den Stier selbst bei den Hörnern. Das kann auch bedeuten, dass sie aus freien Stücken auf externen Rat zugreifen, also beispielsweise Rücksprache mit einem Wissenschaftler nehmen, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden.

Inwiefern inspiriert und motiviert Ihr Innovationsklima die Mitarbeiter?

Auch diese Frage lässt sich bestens mit einem Beispiel beantworten. Nehmen wir einmal den Fall, dass ein Kunde feste Vorstellungen davon hat, wie ein Prozess laufen soll, ihn also schon festgeschrieben hat. Selbst dann ist es nicht ungewöhnlich, dass jemand bei uns sagt, das könne man besser und günstiger machen. Und dann setzt man sich einfach im Team zusammen und klopft die Alternativen ab – selbst wenn es in diesem Stadium schon ein Muster oder einen Prototypen geben sollte. Danach wird vielleicht gleich auch noch nach einem Lieferanten gesucht, der die benötigte Technologie liefern kann. Was die Kollegen dabei antreibt, ist schlicht und ergreifend der Wunsch, den Kunden zu überraschen und zu begeistern. Ein solches selbst initiiertes Meeting kann übrigens auch mal am Abend stattfinden, womit die Frage nach der Motivation beantwortet wäre. Das klingt beinahe etwas selbstlos. Das mag sein, ist aber nicht so. Denn zum einen wissen es die Kollegen natürlich zu schätzen, wenn ihnen Verantwortung übertragen wird, weil das ja auch bedeutet, dass wir ihnen und ihrem Fachwissen vertrauen. Und zum anderen ist ihnen klar, dass sie mit ihrer Kreativität die Innovationskraft der SchmitterGroup in Schwung halten. Unterm Strich heißt das doch auch, dass sie etwas für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und unseres Standorts tun.