Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum GmbH

Hotel/Gastronomie/Tourismus
Wir gehen mit einer breiten Brust in die Zukunft.
Klaus Michael Schindlmeier

In der Hotelbranche muss man öfter Neues wagen, sagt Klaus Michael Schindlmeier vom Hotel Palatin in Wiesloch.


Herr Schindlmeier, welchen Stellenwert messen Sie der Suche nach innovativen Ideen bei?

Einen sehr hohen. Mir ist es wichtig, andere Wege zu gehen. Die aktuellen Trends in der Hotelbranche sind sehr auf die Einführung neuer technischer Mittel fokussiert. Das ist aber nicht alles. Im Mittelpunkt unserer Aufgaben muss der Mensch stehen, und damit meine ich nicht nur unsere Gäste. Wenn die Hotellerie eine gute Zukunft haben soll, müssen wir vor allem auch das junge Publikum ansprechen. Das heißt, den Blick zu weiten und frisches Denken zuzulassen. Daher setzen wir auch bei unseren Mitarbeitern auf die Jugend und ermuntern schon unsere Auszubildenden, innovative Ideen zu entwickeln und einzubringen.

Wie organisieren Sie in Ihrem Haus innovative Prozesse?

Wir richten für größere Projekte Teams ein, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen zusammensetzen. Die Teammitglieder benennen einen Projektverantwortlichen, der die Verbindung zur Geschäftsleitung hält. Vor Kurzem haben wir beispielsweise die Stabsstelle „Do best 2018“ gegründet, von der wir uns viel erwarten. Ihr gehören unsere Studierenden an, die auf wissenschaftlicher Grundlage Konzepte zur weiteren Stärkung der Innovationskraft unseres Unternehmens entwickeln sollen.

Sie beschäftigen Studierende?

Ja, bei uns arbeiten regelmäßig Studierende, die ihre Ausbildung an dualen Hochschulen absolvieren – gegenwärtig sind es zehn. Durch ihre Mitarbeit haben wir gewissermaßen eine ständige Betriebsberatung im Haus. Die jungen Leute haben durch ihr Studium ihre Augen und Ohren ganz nahe am Markt. Das hilft uns enorm, aktuelle Trends und Entwicklungen zu erkennen und uns an ihnen auszurichten.

Wie viel Raum nimmt das Fördern von Innovationen im Tagesgeschäft Ihrer Leitungsebene ein?

Dieser Aufgabe widmen wir einen großen Teil unserer Zeit. Dabei ist es wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Erfahrungen anderer Einrichtungen mit einzubeziehen. Deshalb suchen wir das Gespräch mit Mitbewerbern und auch mit Großkunden. Ich selbst arbeite aus diesem Grund im Vorstand des Kulinaristik-Forums mit, in dem sich 70 Wissenschaftler zusammengefunden haben, die zu Fragen der Gastlichkeit und der Ernährung forschen. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten fließen in unsere Mitarbeiterschulungen ein und liefern wichtige Denkanstöße für Innovationen.