NanoTemper Technologies GmbH

Pharma/Labortechnik
Wir lieben es, in neue Gebiete hineinzugehen und zu schauen, was passiert.
Dr. Philipp Baaske, Geschäftsführer

Warum sich NanoTemper auf die eigenen Stärken konzentriert, erklärt Dr. Philipp Baaske.


Woher nehmen Sie immer wieder neue Ideen?

Ich lese viel und probiere gern neue Ansätze aus. Ein interessantes Beispiel ist das Buch „Kill the Company“. Hier geht es um die Frage: Was müsste ein Konkurrent tun, um uns zu schaden? Wenn wir das wissen, können wir es selbst tun. Wir haben keine Angst vor einer Selbstkannibalisierung; lieber erfinden wir uns neu, als dass wir von der Konkurrenz dazu gezwungen werden. Ein weiterer Ansatz für neue Ideen: Wir lassen uns von anderen Branchen inspirieren. Von der IT zum Beispiel können wir viel zum Thema „agiles Arbeiten“ lernen, die Landwirtschaft ist ein großes Vorbild in Sachen Geduld, und aus dem Maschinenbau haben wir Ideen hinsichtlich des 3-D-Drucks übernommen. Dementsprechend bunt gemischt ist auch unser Team.

Wie halten Sie es mit der Fehlerkultur in Ihrem Haus?

Ich finde, der Begriff „Fehler“ ist sehr negativ besetzt. Wir kennen gar keine Fehler. Meistens fangen wir mit einer Idee und einem leeren Tisch an – und es kann nur besser werden. Wenn man etwas noch nicht kann oder weiß, ist das kein Fehler, sondern der Anfang eines Lernprozesses, den ich sehr positiv sehe. Man muss den Mut haben, Dinge auszuprobieren, auch wenn solch ein Versuch teuer werden kann. Wir versuchen, unseren Umsatz kontinuierlich zu steigern, und nehmen dafür in Kauf, auch mal einen Fehlgriff zu tun.

Warum sind Sie erfolgreicher als Ihre Mitbewerber?

Weil wir akzeptieren, dass wir nur in wenigen Aspekten Experten sind. Wir konzentrieren uns auf das, was wir wirklich gut können, und stecken da unsere gesamten Ressourcen rein. Und was wir selbst nicht leisten können, das kaufen wir ein. Deshalb arbeiten wir mit einem Netzwerk von mittlerweile 250 Kooperationspartnern und Zulieferern zusammen, mit denen wir gemeinsam neue Produkte entwickeln. Unser Netzwerk reicht von großen amerikanischen Universitäten wie dem Massachusetts Institute of Technology über Max-Planck-Institute bis zum Zwei-Mann-Handwerksbetrieb, der Spezialanfertigungen liefern kann. Dieses fokussierte Vorgehen führt dazu, dass wir nicht zahlreiche gute Produkte im Angebot haben, sondern eben zwei der besten.